In der II. Liga Mitte musste der SV Rohrbach gegen den Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I mit einem 2:2 leben. Rohrbach legte früh vor, die Gäste drehten die Partie kurzzeitig, ehe kurz vor der Pause der Ausgleich fiel. Nach dem Wechsel drückten die Hausherren, trafen mehrfach Aluminium, blieben aber ohne Sieger. Trainer Hannes Friesenbichler sprach von einem bitteren Remis im Titelrennen, weil seine Mannschaft aus vielen guten Phasen zu wenig gemacht habe.

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Rohrbach erwischte den besseren Start und hatte vom Anpfiff weg mehr vom Spiel. Nach neun Minuten lag die Heimelf vorne: Balint Visy traf zum 1:0. Hannes Friesenbichler ordnete die Szene so ein: "Wir waren von Beginn an dominierend und sind durch einen Freistoß eins zu null in Führung gegangen." Danach bot sich die Chance aufs 2:0, doch die Vorentscheidung blieb aus. In der 30. Minute kam Lockenhaus-Rattersdorf zurück, Torschütze war Gino Linhart. Aus Rohrbacher Sicht entstand der Ausgleich nach einem Foul und dem fälligen Elfmeter: "Da waren wir unaufmerksam, das war ein dummes Foul." Nur zwei Minuten später schlug Linhart nochmals zu – plötzlich stand es 1:2. Rohrbach fing sich, suchte wieder die Ruhe und antwortete rechtzeitig: In Minute 42 legte Gustavo Silva auf, Lukas Wenninger jagte den Ball zum 2:2 ins Netz. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieb Rohrbach das aktivere Team und drückte auf die erneute Führung. Chancen waren da, doch der Ball wollte nicht mehr rein. "Wir haben uns genug Möglichkeiten erspielt, aber wir waren nicht effizient genug", ärgerte sich Friesenbichler. Gleich dreimal schepperte es am Aluminium – der mögliche Lucky Punch blieb aus. Hinzu kam eine heikle Szene auf der anderen Seite nach einem eigenen Fehler, die Trainer und Mannschaft kurz den Atem anhalten ließ: "Lockenhaus hatte da eine Riesenchance aufs drei zu zwei, die hat Gott sei Dank Timon Grubmüller entschärft." Insgesamt fehlte aus Sicht des Coaches die letzte Ruhe im Abschluss und im letzten Pass: "Über weite Phasen ist es uns nicht gelungen, unsere Dominanz so rüberzubringen, dass wir das auch in Tore ummünzen."
Den Gegner sah Friesenbichler vor allem auf Umschaltmomente lauernd: "Lockenhaus war sehr defensiv eingestellt, hat mit weiten Bällen und Kontern Nadelstiche gesetzt und war aggressiv in den Zweikämpfen." Kritik am Unparteiischen gab es keine. "Die Schiedsrichterleistung war unauffällig und in Ordnung." Auf die Frage, wer näher am Sieg war, blieb er nüchtern: "Nach Spielanteilen und Großchancen sicher wir, auch wenn das bei der einen Riesenchance der Gäste hätte kippen können."
Dass es am Ende nur zu einem 2:2 reichte, schmerzt mit Blick auf den Titelkampf: "Schade, dass wir Punkte liegen gelassen haben. Aber wir geben nicht auf." Für die letzten beiden Runden gab der Coach die Richtung vor: "Wir werden weiterkämpfen, hart arbeiten und alles geben – dann schauen wir, was am Ende rauskommt."