In der II. Liga Mitte holte der ASK Marz beim ASV Draßburg einen 2:1-Auswärtssieg – ein wichtiger Dreier nach vier Niederlagen. Luis Pichler brachte Marz in Minute 28 in Front, nach der Pause legte Jawad Nabavi in der 71. Minute nach. Draßburg meldete sich kurz darauf durch Mátyás Krizsonits (75.) zurück. Marz verteidigte den Vorsprung mit viel Leidenschaft und nimmt aus Draßburg nicht nur die Punkte, sondern auch frisches Selbstvertrauen fürs Saisonfinish mit.

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Der ASK Marz setzte vom Anpfiff weg die ersten Akzente und zwang Draßburg in die eigene Hälfte. Trainer Gerald Linshalm brachte es so auf den Punkt: „Wir sind gut ins Spiel gestartet, waren von Anfang an präsent und aggressiv und haben über unser Positionsspiel die Kontrolle übernommen.“ Draßburg blieb mit seiner Offensive dennoch gefährlich. „Sie waren immer wieder mit Nadelstichen da“, sagte Linshalm, ohne dass der Hausherr vor der Pause zum Zug kam. Nach knapp einer halben Stunde fiel das verdiente 0:1: „Das erste Tor fiel nach einer Flanke und einem abgeprallten Ball – Luis Pichler hat den Nachschuss vom Sechzehner direkt ins Tor gesetzt“, schilderte der Coach. Marz ließ den Ball laufen, blieb geduldig und nahm die knappe, aber verdiente Führung mit in die Kabinen. Zur Pause stand es 0:1.
Nach dem Seitenwechsel hielt Marz das Tempo hoch und suchte zielstrebig das zweite Tor. In Minute 71 klingelte es erneut: „Beim 2:0 hat Jawad Nabavi die Verteidigung und den Tormann umspielt und den Ball unter die Latte ins leere Tor geschoben“, berichtete Linshalm. Draßburg antwortete schnell und kam in der 75. Minute durch Mátyás Krizsonits zum 1:2. In der Schlussphase verlangte der druckvoller auftretende Gastgeber den Gästen noch einmal alles ab. Den Ausschlag gab aus Sicht von Linshalm aber nicht eine einzelne Szene, sondern die Art, wie seine Mannschaft zusammenstand: „Der wichtigste Moment war die geschlossene Mannschaftsleistung und diese Leidenschaft – wir wollten an diesem Tag unbedingt gewinnen.“ Mit genau dieser Haltung brachte Marz den Vorsprung konzentriert über die Zeit.
In der Analyse hob Linshalm die Mischung aus Kontrolle und Zug zum Tor hervor: „Wir haben sehr gut Fußball gespielt, den Ball kontrolliert laufen lassen und trotzdem genug Dynamik Richtung gegnerisches Tor entwickelt. Die Balance zwischen Kontrolle und Intensität war richtig gut.“ Gleichzeitig verteilte er Respekt an den Gegner: „Wir wussten, dass Draßburg ein sehr guter Gegner ist, mit einer sehr starken Offensive – auch mit Spielern wie Philipp Schmiedl. Unsere Verteidigung hatte einiges zu tun, aber wir haben das sehr gut gelöst.“ Auch strittige Szenen kamen zur Sprache, ohne Nachkarteln: „Rund um den Sechzehner gab es ein paar fragliche Situationen, aus meiner Perspektive war es schwer zu sehen. Ich gehe davon aus, dass der Schiedsrichter das richtig bewertet hat.“ Besonders blieb für Marz auch der Rahmen: „Es war eine tolle Atmosphäre im Pappelstadion, im ehemaligen Bundesligastadion.“ Nach vier Niederlagen am Stück war die Erleichterung spürbar. „Das war ein sehr wichtiger Sieg – eine große Erleichterung und riesige Freude. Wir sind für ein gutes Saisonfinish gerüstet“, so Linshalm.