In Runde 32 der II. Liga Mitte setzte sich der SV Lackenbach bei ASKÖ Waldquelle Kobersdorf klar mit 6:2 durch. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte legten die Gäste nach der Pause eine furiose Viertelstunde hin und stellten früh die Weichen. Trainer Robert Serdar sprach von einer kleinen Umstellung und einem Kollektiv, das zupackte. Kobersdorf kam durch einen späten Treffer noch einmal auf 2:5 heran, doch Lackenbach antwortete sofort und nahm mit einem starken Auftritt einen verdienten Auswärtssieg mit.

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Lackenbach erwischte den besseren Start, suchte früh den Weg nach vorne und wurde prompt belohnt. Bereits in Minute 10 traf Florian Schick zum 0:1 und gab dem Tabellenführer das nötige Selbstvertrauen. Kobersdorf zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und glich nach 19 Minuten durch Tamas Szabo zum 1:1 aus. Bis zum Pausenpfiff blieb es ein offenes Spiel, in dem die Gäste den Ball oft in den eigenen Reihen hielten und geduldig blieben. „Wir sind gut gestartet, hatten den Gegner im Griff, mit viel Ballbesitz und immer wieder guten Aktionen nach vorne“, sagte Lackenbach-Trainer Robert Serdar. Das 1:1 zur Halbzeit passte zum Bild: die Gäste etwas reifer im Aufbau, die Hausherren mit Gefahrenmomenten im Umschalten.
Nach dem Wechsel schraubte Lackenbach das Tempo hoch – und die besagte Umstellung griff. „Nach einer kleinen Umstellung hatten wir in der zweiten Halbzeit eine starke Phase, in der wir schnell vier Tore gemacht haben und den Gegner nicht mehr aufkommen ließen“, erklärte Serdar. Den Startschuss setzte Milan Hajmasi in Minute 50 zum 1:2, nur drei Minuten später legte Ahmet Mehic das 1:3 nach. Lackenbach blieb am Drücker, nutzte die Räume konsequent, und Adam Csire erhöhte in der 58. und 65. Minute auf 1:4 und 1:5. Serdar ordnete die Schlüsselszene klar ein: „Der Gegner hat nach unserem 2:1 einen taktischen Fehler gemacht, wollte offen mitspielen, und die linke Kette ist sehr hoch aufgerückt. Den Raum hinter der letzten Linie haben wir gut genutzt und sind mit Umschalten immer wieder vors Tor gekommen.“ Diese Viertelstunde entschied das Match.
Kobersdorf steckte nicht auf und kam in der 84. Minute durch den zweiten Treffer von Tamas Szabo auf 2:5 heran, doch Lackenbach blieb stabil, hielt den Ball und setzte kurz vor Schluss noch einen drauf: Milan Hajmasi schnürte in Minute 89 den Doppelpack zum 2:6-Endstand. In dieser Phase zeigte sich, was Serdar meinte, als er das Kollektiv hervorhob: „Entscheidend war, dass wir daran geglaubt haben, das Spiel nach der Pause zu unseren Gunsten drehen zu können. Das Kollektiv hat gestimmt – nicht nur die Startelf, auch die Jungs von der Bank in den letzten dreißig Minuten.“ Auch abseits der Tore blieb alles ruhig: „Der Schiedsrichter war absolut in Ordnung, das Spiel ist normal abgelaufen“, so Serdar. Lackenbach kontrollierte das Geschehen und brachte den Auswärtssieg souverän heim.
Mit dem klaren 6:2 unterstreicht Lackenbach seine Rolle als Führender. 63 Punkte stehen zu Buche, Kobersdorf rangiert im stabilen Mittelfeld bei 39 Zählern – die Kräfteverhältnisse spiegelten sich an diesem Nachmittag wider. Besonders auffällig war die Torgefahr auf mehreren Schultern. Für die Gäste trafen Milan Hajmasi doppelt, Adam Csire ebenfalls doppelt, dazu Ahmet Mehic und Florian Schick; für Kobersdorf zeichnete zweimal Tamas Szabo verantwortlich. Serdar brachte es auf den Punkt: „Wir haben die Räume nach der Pause konsequent bespielt.“ Mit dieser Überzeugung und der Breite im Kader will Lackenbach die verbleibenden Aufgaben ähnlich zielstrebig angehen – auch mit dem Wissen, dass die Bank echte Impulse bringen kann.