Im letzten Heimspiel der Saison setzte der ASV Pöttsching in der II. Liga Mitte ein klares Zeichen: Der ASV Pöttsching bezwang den SV Rohrbach deutlich mit 4:0. Nach früher Führung legten die Hausherren unmittelbar nach dem Seitenwechsel nach und entschieden die Partie mit einem starken Auftritt in Hälfte zwei. Trainer Thomas Köller sprach von einer geschlossenen Leistung – und von einem besonderen Abend, an dem Kapitän Bernd Steindl offiziell verabschiedet wurde. Der Rahmen war emotional, die Stimmung großartig, das Ergebnis passend zum Auftritt.

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Pöttsching erwischte einen Start nach Maß. Schon in der 12. Minute stellte Danijel Trajilovic auf 1:0 und gab dem Spiel die Richtung. „Es waren impulsive Minuten für uns. Wir haben ein gutes Spiel hingelegt, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung“, sagte Trainer Thomas Köller. Rohrbach, als Topteam angereist, fand danach immer besser ins Match. Der Gästeauftritt war in der ersten Hälfte stabil und mit einigen guten Aktionen versehen, was auch Köller bestätigte: „In der ersten Halbzeit war es offen, mit Vorteilen für die Gäste.“ Kurz vor der Pause gerieten die Hausherren noch einmal in die Defensive. „Wir haben uns vor der Halbzeit in den letzten Minuten extrem hineindrücken lassen“, so Köller. Der Pausenstand von 1:0 hielt, doch die Botschaft in der Kabine war klar: Ruhe bewahren, zulegen – und die eigenen Stärken konsequenter ausspielen.
Aus der Kabine kam Pöttsching mit viel Klarheit. „Wir haben in der Halbzeit die richtigen Worte und den richtigen Zugang gefunden. Deswegen wussten wir für die zweite Halbzeit genau, was zu tun ist und haben den Matchplan sehr gut umgesetzt“, erklärte Köller. Der Schlüsselmoment lag für ihn „zu Beginn der zweiten Halbzeit“. In dieser Phase fielen die Entscheidungen: Marjan Markic erhöhte in Minute 52 auf 2:0, nur sieben Minuten später legte Samir Mesanovic das 3:0 nach. Spät im Spiel machte Mesanovic mit seinem zweiten Treffer (79.) den Deckel drauf. „Die anderen Tore hatten wir in guten Umschaltmomenten“, beschrieb Köller die Effizienz nach der Pause. Zugleich würdigte er den Gegner: „Rohrbach ist zu Recht einer der besten in der Liga. Man sieht die Handschrift des Trainers, sie wollten Fußball spielen und haben gut begonnen.“ Entscheidend war diesmal aber der Wille der Hausherren: „Wir waren sehr entschlossen, das Spiel zu gewinnen und wollten es unbedingt – auch für unsere Fans im letzten Heimspiel.“ Strittige Szenen gab es laut Köller nicht, „das Schiedsrichterteam war gut“ – der Abend gehörte schlicht der starken zweiten Hälfte seines Teams.
Neben den vier Toren prägte ein besonderer Moment den Tag: die Verabschiedung von Kapitän Bernd Steindl. „Wir hatten etwas Besonderes für ihn geplant. Obwohl er verletzt ist, nahmen wir ihn auf die Spielerliste. Er begann als Kapitän und durfte die Mannschaft noch einmal auf den Platz begleiten“, erzählte Köller. Mit Schiedsrichter und Gegner war abgestimmt, dass gleich zu Beginn der Ball ins Aus gespielt wird, um den Abschied zu ermöglichen. „Die Mannschaften stellten sich im Spalier auf und wir konnten ihn würdig verabschieden“, so der Trainer. Die Szene berührte das Publikum sichtbar: „Die Stimmung am Platz war grandios. Es war ein ganz besonderer Tag für den Fußball in Pöttsching – mit sehr viel Freude und auch ein paar Tränen.“ Passend dazu die sportliche Krönung: Trajilovic’ frühes 1:0 – „ein sehr harter, strammer Schuss genau ins Kreuzeck“, wie Köller den Auftakt beschrieb – sowie die Treffer von Markic und der Doppelpack von Mesanovic. Am Ende überlagerte die Freude alles.
Köller zog ein persönliches Fazit, das als Ausblick taugt: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und ihre Entwicklung.“ Mit dieser Mischung aus Ergebnis, Auftritt und Emotion nimmt Pöttsching Rückenwind für die letzte Runde mit.