In der II. Liga Mitte hat SC Neudörfl dem SV Rohrbach am Freitagabend ein 0:0 abgerungen. Tore gab es keine, dafür aber ein intensives und kampfbetontes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Trainer Stefan Valenka sprach nach dem Schlusspfiff von einer gerechten Punkteteilung und hob vor allem hervor, wie seine Mannschaft dem spielstarken Gegner mit Einsatz, Moral und großer Laufbereitschaft Paroli bot.

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Wer auf einen gemütlichen Nuller gehofft hatte, lag in Neudörfl daneben. Valenka beschrieb die 90 Minuten als Partie, in der beide Mannschaften ihre Möglichkeiten hatten und in der der Ausgang lange offen blieb. „Im Großen und Ganzen war das ein kampfbetontes Spiel von beiden Mannschaften, mit Chancen für Rohrbach, mit Chancen für Neudörfl. Im Großen und Ganzen geht das Unentschieden in Ordnung“, sagte der Trainer. Auch nach dem torlosen Pausenstand war das Bild laut seiner Einschätzung ähnlich. Rohrbach hatte Gelegenheiten auf die Führung, Neudörfl ebenfalls. Weil aber keiner Mannschaft der entscheidende Treffer gelang, blieb es bei der Nullnummer. Besonders bitter aus Sicht der Gastgeber: In der 92. Minute lag der Sieg noch einmal in der Luft, als Matthias Müller allein auf das Tor zulief. „Somit haben wir ihn auch nicht erzielt“, sagte Valenka, der gerade deshalb von einer gerechten Punkteteilung sprach.
Dass der Punkt für Neudörfl einen hohen Stellenwert hat, machte der Trainer im Gespräch mehrfach deutlich. Er stellte die Leistung seiner Mannschaft klar in den Vordergrund und sprach von einem Auftritt, auf den das gesamte Trainerteam stolz sein könne. „Die Moral hat gepasst, die Einstellung hat gepasst, der Einsatz, der Wille, die Laufbereitschaft. Da war jeder für jeden da“, sagte Valenka. Gerade gegen Rohrbach wertete er das als starkes Zeichen, denn den Gegner schätzt er als besonders gefährlich ein. „Rohrbach ist der Ligakrösus. Die haben Spieler in ihren Reihen, die jederzeit für einen Lucky Punch gut sind“, erklärte er. Umso höher rechnete er seiner Mannschaft an, dass sie über die komplette Spielzeit dagegenhielt und sich in dieser intensiven Partie nicht aus der Ruhe bringen ließ. Für Valenka war das deshalb mehr als nur ein Punkt, weil er darin auch die Entwicklung seines Teams bestätigt sah: „Die Mannschaft entwickelt sich von Woche zu Woche. Es ist schön, mit ihr zu arbeiten.“
Auffällig war nach dem Schlusspfiff, dass Valenka nicht von verpassten Dingen oder großen Mängeln sprach. Im Gegenteil: Er wollte seiner Mannschaft in den grundlegenden Bereichen nichts vorwerfen. „Nein, es hat nichts gefehlt. Von meiner Mannschaft her war alles in Ordnung“, betonte er. Für ihn waren die entscheidenden Zutaten vorhanden, nur das nötige Glück blieb auf beiden Seiten aus. Genau deshalb passte für ihn auch das Ergebnis. „Man braucht auch das bisschen Glück. Das war nicht auf unserer Seite. Es hätte aber auch auf die andere Seite laufen können“, sagte er. Auch den Schiedsrichter nahm der Neudörfler Trainer in Schutz. Bei hohem Tempo und intensiven Zweikämpfen sei es „nicht einfach“ gewesen, dennoch sei der Unparteiische „immer Herr der Lage“ geblieben. So blieb unter dem Strich ein Punkt, den Neudörfl gerne mitnimmt. Und Valenka richtete den Blick gleich wieder nach vorne: „Das Trainerteam ist stolz auf die Leistung unserer Mannschaft. Daran müssen wir weiterarbeiten und nächste Woche vielleicht einmal den Lucky Punch setzen.“