In der II. Liga Mitte hat ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf am Samstag SV Oberloisdorf mit 4:1 geschlagen und schon in der Anfangsphase die Weichen auf Sieg gestellt. Trainer David Witteveen sah vor allem die ersten 20 Minuten als Schlüssel: Horitschon drückte den Gegner tief hinein, führte früh 2:0 und fand auch nach dem schnellen Anschlusstreffer direkt nach der Pause sofort wieder die passende Antwort.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Gastgeber waren vom Anpfiff weg das aktivere Team und setzten genau dort an, wo Witteveen den wichtigsten Teil des Spiels gesehen hat: in einer Anfangsphase mit viel Druck, hohem Tempo und konsequentem Gegenpressing. „Wir haben von Anfang an Gas gegeben und wirklich sehr dominant gespielt“, sagte der Trainer. Nach seiner Einschätzung kam Oberloisdorf in diesen Minuten kaum aus der eigenen Hälfte, weil Horitschon nach Ballverlusten sofort wieder auf den Ballführer ging. Dieses Übergewicht spiegelte sich rasch auch auf der Anzeigetafel wider. In der 15. Minute fiel das 1:0 durch Nico Wessely, das Witteveen als schön herausgespielten Angriff über die Seite schilderte, eingeleitet mit einem diagonalen Ball von Janos Nagy. Nur drei Minuten später legte Janos Patrik Nagy das 2:0 nach. Auch dieser Treffer lief laut Witteveen wieder über die Seite, Tobias Friedl brachte den Ball gut zur Mitte, wo der Torschütze aus kurzer Distanz abschließen konnte.
Gerade nach dem zweiten Treffer lag für Witteveen aber auch jener Abschnitt der Partie, der ihm trotz des klaren Erfolgs nicht gefallen hat. Horitschon wurde nach seiner Wahrnehmung zu passiv und nahm den Schwung aus dem eigenen Spiel. „Da müssen wir schauen, dass wir das in Zukunft über einen längeren Zeitraum hinbekommen“, meinte er und sprach damit einen Punkt an, der trotz des Sieges hängen blieb. Oberloisdorf hatte in dieser Phase mehr Luft und konnte sich etwas besser aus dem Druck lösen, auch wenn Horitschon die 2:0-Führung noch ordentlich in die Halbzeit brachte. Für die Pause war der Plan klar: wieder aktiver werden und den Gegner früher unter Druck setzen. Der Neustart misslang allerdings zunächst, denn direkt nach Wiederbeginn verkürzte Peter Janos Nemeth in der 46. Minute auf 2:1. Witteveen nannte dieses Tor später einen „Weckruf“ für seine Mannschaft.
Dass dieser Weckruf Wirkung zeigte, war unmittelbar zu sehen. Nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer stellte Horitschon den alten Abstand wieder her, als Endrit Mucolli zum 3:1 traf. Für Witteveen war das ein wichtiger Moment, weil seine Mannschaft damit sofort wieder die Kontrolle übernahm und die Partie nicht kippen ließ. Zugleich erklärte der Trainer, warum sich das Spiel nach dem frühen Doppelschlag insgesamt in die gewünschte Richtung entwickelt hatte. Oberloisdorf wollte sich aus seiner Sicht tief staffeln, die Räume eng machen und dann über Konter und lange Bälle ins Spiel kommen. Genau das ließ Horitschon in der starken Anfangsphase kaum zu. „Wir haben ihnen mit dem frühen 2:0 den Matchplan zerstört“, sagte Witteveen. Weil die Gäste danach nicht mehr nur tief stehen konnten, ergaben sich vor allem nach der Pause mehr Räume für den ASK in der Offensive.
Den Schlusspunkt setzte in der 85. Minute Zétény Szovati mit dem 4:1. Witteveen beschrieb diesen Treffer als schöne Einzelaktion und sah darin einen passenden Abschluss für einen Auftritt, den er insgesamt deutlich positiv bewertete. „Der Sieg geht absolut in Ordnung, auch in der Höhe“, sagte der Horitschoner Trainer. Dass Oberloisdorf zwar nach dem 2:1 kurz herankam, am Ende aber nur auf wenige wirklich gefährliche Abschlüsse kam, passte für ihn ins Gesamtbild. Auch abseits des Resultats blieb für Diskussionen wenig Raum, weil der Schiedsrichter die Partie nach Witteveens Einschätzung stets unter Kontrolle hatte. Mit dem Heimsieg bleibt Horitschon als Zweiter der Tabelle mit 29 Punkten vorne dabei. Noch wichtiger war für den Trainer aber die Erkenntnis aus diesem Nachmittag: Wenn seine Mannschaft die Intensität der ersten 20 Minuten künftig über längere Strecken auf den Platz bringt, dann wird sie nur schwer zu stoppen sein.