In der II. Liga Mitte hat sich SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin in einem wilden Heimspiel gegen SPG L - O - K mit 3:2 durchgesetzt. Nach einem 0:0 zur Pause zogen die Gastgeber auf 2:0 davon, ließen den Ausgleich aber noch zu. Trainer Peter Benes sah genau in der Antwort darauf den Schlüssel: „Dass wir nach dem 2:2 postwendend den Siegtreffer erzielt haben, war vielleicht der entscheidende Faktor.“

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Benes hatte nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft in ein heikles Spiel geraten war. „Es war ein schwieriges Spiel von Anfang an“, sagte der Trainer, der auch einräumte, dass L-O-K zunächst besser in die Partie kam. Schon in der Anfangsphase hatten die Gäste mit einem Stangenschuss Pech, bei dem laut Benes auch der Tormann keine Chance gehabt hätte. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, das zwar in beide Richtungen ging, für den Heimtrainer aber vor allem eines war: intensiv. Mit dem 0:0 zur Pause konnte Kaisersdorf daher gut leben, auch weil der Gegner im Ballbesitz Vorteile hatte. „Der Gegner war im Ballbesitz sehr gut, hat den Ball sehr gut in den eigenen Reihen laufen lassen, da hatten wir nicht immer Zugriff“, sagte Benes. Gerade deshalb war für ihn wichtig, dass seine Mannschaft trotz der schwierigen Phase nie den Faden verlor.
Nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern dann genau das, was Benes als Wendepunkt beschrieb. In der 58. Minute stellte Sebastian Sommer auf 1:0, nachdem ein Pass aus der Defensive nach vorne gekommen war, er sich im Laufduell durchsetzte und präzise über die Innenstange abschloss. Dieser Treffer tat der Partie aus Sicht der Heimischen sichtbar gut. In der 66. Minute legte David Belosic das 2:0 nach, nachdem Kaisersdorf nach einer Standardsituation den Ball zunächst erkämpfte und ihn dann über die Linie brachte. Benes gab offen zu, dass man in diesem Moment schon das Gefühl hatte, die Partie sei entschieden. Umso mehr hob er hervor, wie viel Einsatz seine Mannschaft an diesem Nachmittag auf den Platz brachte. „Aufgrund der vielen Ausfälle – es waren heute fünf – muss ich der Mannschaft ein großes Lob für die läuferische und kämpferische Bereitschaft aussprechen“, sagte der Trainer. „Der Gegner hatte spielerisch Vorteile, aber wir haben das Spiel aufgrund unseres Willens und unserer Einsatzbereitschaft für uns entschieden.“
Ganz erledigt war die Sache allerdings noch lange nicht. L-O-K kam zurück und nutzte in der Schlussphase die Chancen konsequent. In der 80. Minute traf Tamas Szabo nach einem Freistoß ins Zentrum zum 2:1, nur vier Minuten später war es erneut Szabo, der nach einem Angriff über die rechte Seite und einem Stanglpass auch das 2:2 machte. Damit war ein Spiel, das die Gastgeber schon in der Hand zu haben schienen, wieder völlig offen. Doch genau in dieser Phase zeigte Kaisersdorf jene Reaktion, die Benes nachher als entscheidend bezeichnete. Nur eine Minute nach dem Ausgleich stellte Manuel Wiedenhofer auf 3:2, als der Kapitän beim Elfmeterpunkt zum Abschluss kam und den Siegtreffer erzielte. „Das zeigt für mich, dass die Mannschaft bis zum Schluss an den Sieg geglaubt hat“, sagte Benes. Der Trainer sprach von einem „sehr harten Kämpfersieg“, der für seine Mannschaft „sehr, sehr wichtig“ sei. Eine Szene aus der ersten Hälfte, in der Erblin Polomi nach seiner Sicht im Strafraum gefoult wurde und es statt Elfmeter nur Freistoß gab, störte seinen Gesamteindruck kaum. „Das war für mich die einzige Fehlentscheidung. Sonst war es eine gute Leistung vom Schiedsrichter und hat das Spiel nicht beeinflusst“, meinte Benes – und strich damit noch einmal heraus, worauf es aus seiner Sicht wirklich angekommen war: auf Wille, Laufarbeit und die sofortige Antwort nach dem 2:2.