In der II. Liga Mitte hat sich ASV Draßburg beim ASV Pöttsching mit 3:0 durchgesetzt. Nach torloser erster Halbzeit zog Draßburg die Partie nach der Pause auf seine Seite und nutzte die Überlegenheit konsequent. Für Sportlichen Leiter Oliver Frank lag der Unterschied vor allem darin, dass seine Mannschaft den Ball schneller und sauberer in den eigenen Reihen gehalten und ihre spielerische Qualität danach auch in Tore ummünzte.

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Dass es zur Halbzeit noch 0:0 stand, passte aus Draßburger Sicht gut zum Verlauf des ersten Durchgangs. Oliver Frank sprach von einem „genau so schweren Auswärtsspiel, wie wir es erwartet haben“ und hob dabei die Leistung der Gastgeber ausdrücklich hervor. Pöttsching sei „physisch enorm stark“ gewesen, habe „einen perfekten Matchplan“ gehabt und Draßburg vor allem defensiv vor große Aufgaben gestellt. Zwar habe seine Mannschaft auch vor der Pause „zwei, drei gute Möglichkeiten“ vorgefunden, insgesamt aber seien das spielerische Momentum und auch die besseren Chancen auf eine Führung eher bei den Hausherren gelegen. Gerade über die Flügel habe Draßburg in dieser Phase laut Frank noch zu wenig Zugriff gefunden, und genau das war aus seiner Sicht der Hauptgrund, warum das Spiel zunächst zäh blieb.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann deutlich. „Wir sind deutlich besser aus der Kabine gekommen, haben das Spielgeschehen an uns gerissen und hatten mehr Ballbesitz“, sagte Frank. Entscheidend sei gewesen, dass die Gäste über die Außenbahnen viel besser kombiniert und damit ihren Druck massiv erhöht hätten. Draßburg blieb nun klar am Drücker, verzeichnete einen Kilin-Lattenpendler und hatte laut Frank „vor allem eine tausendprozentige Chance von Andras Kilin“. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das 1:0 in der 61. Minute. Gino Linhart schlug dabei eiskalt vor dem gegnerischen Tormann zu und verwertete links unten. Für Frank war dieser Treffer „ein Dosenöffner“, weil die Partie zwar schon mehr in Richtung seiner Mannschaft gekippt war, der Ausgang aber noch längst nicht feststand.
Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase, dann aber sehr klar. In der 84. Minute traf erneut Gino Linhart zum 2:0, diesmal mit jenem „Prachtweitschuss“ aus rund 25 Metern, den Oli Frank als unhaltbar beschrieb. Gerade weil es nach dem Führungstor zwar etwas leichter geworden sei, „aber noch gar nicht klar war, ob wir das Spiel gewinnen werden“, maß der Sportliche Leiter diesem zweiten Treffer große Bedeutung bei. Mit dem 2:0 war die Tür weit offen, und in der 89. Minute machte Maciej Mujzel mit dem 3:0 endgültig alles zu. So stand am Ende ein klares Ergebnis, das laut Frank auch deshalb besonders wertvoll war, weil der Auftritt für seine Mannschaft eine „hervorragende und gelungene Rehabilitation“ nach der 0:4-Niederlage in der Vorwoche gewesen sei.
Oli Frank wollte den Auswärtssieg trotz des deutlichen Endstands nicht auf das Ergebnis allein reduzieren. Er betonte mehrfach, wie unangenehm Pöttsching gewesen sei und dass die Gastgeber speziell vor der Pause genau das auf den Platz gebracht hätten, was Draßburg erwartet habe. „Am Ende hat sich unsere spielerische Qualität durchgesetzt“, sagte er, und erklärte den Unterschied damit, dass seine Mannschaft nach der Pause den Ball schneller und sauberer in den eigenen Reihen gehalten und auch mehr die Tiefe gesucht habe. Phasenweise sei das „sehr guter Ballbesitzfußball“ gewesen, diesmal habe man sich dafür auch mit den nötigen Toren belohnt. Diskussionen um strittige Szenen sah Frank nicht, die Spielleitung von Dursun Tosun bezeichnete er als umsichtig und konsequent. Für Draßburg war dieser Abend damit mehr als nur ein 3:0: Es war die klare Antwort auf die Vorwoche und ein Ergebnis, an das man in den verbleibenden drei Runden anknüpfen will.