Spielberichte

"Wir müssen den Sack früher zumachen" – Pilgersdorf gibt 1:0 noch aus der Hand

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USC Pilgersdorf
SV 7023 Z-S-P

In der II. Liga Mitte hat sich der USC master design Pilgersdorf vom 1:1 gegen SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf deutlich mehr erhofft. Die Gastgeber führten zur Pause 1:0, brachten den Vorsprung nach Ansicht von Obmann Thomas Schlögl aber nicht entscheidend ins Trockene. "Wir hätten uns den Sieg verdient gehabt", sagte er nach dem Schlusspfiff und machte vor allem die fehlende Chancenverwertung in einer starken ersten Halbzeit als Hauptgrund aus.


Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Starker Start, aber kein zweites Tor

Pilgersdorf erwischte genau den Beginn, den man sich gegen diesen Gegner gewünscht hatte. Michael Kirnbauer brachte die Hausherren früh mit 1:0 in Führung, und aus Sicht von Obmann Thomas Schlögl hätte diese Szene die Basis für deutlich mehr sein müssen. "Wir hätten uns den Sieg verdient gehabt", sagte er. Vor allem die erste Halbzeit gefiel ihm. "Die erste Halbzeit war von unserer Mannschaft top", so Schlögl, der auch berichtete, dass der Trainer mit diesem Auftritt sehr zufrieden gewesen sei. Besonders das Kurzpassspiel und die Bälle in die Tiefe hätten gut funktioniert. Gerade deshalb schmerzte es aus Pilgersdorfer Sicht doppelt, dass kurz nach dem Führungstor ein Lattenschuss und noch eine sehr gute Möglichkeit ungenutzt blieben. Für Schlögl war genau das der Punkt, an dem seine Mannschaft die Partie schon früher auf ihre Seite hätte ziehen können.

Eckball bringt die Gäste zurück

Mit dem 1:0 zur Pause war die Richtung zwar vorgegeben, entschieden war die Partie aber nicht. Genau das sprach Schlögl nach dem Spiel offen an. "Leider konnten wir den Sack nicht in der ersten Halbzeit zumachen", sagte er und verwies damit auf die Phase, in der Pilgersdorf mehr aus seinem Aufwand hätte machen müssen. Statt eines zweiten Treffers fiel kurz nach Wiederbeginn der Ausgleich. In der 49. Minute kam Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf nach einem Eckball zurück, Stefan Gludovatz stellte auf 1:1. Für Schlögl war das der Moment, der das Spiel endgültig kippte. "Wie so oft im Match hat dann ein Standard entschieden", sagte er. Danach hätten sich die Gäste vor allem auf Konter konzentriert, während Pilgersdorf laut seinem Obmann "kein Rezept mehr" fand, um die Defensive des Gegners noch einmal entscheidend zu knacken.

Warum am Ende nur ein Punkt blieb

Die Erklärung für das Remis fiel bei Schlögl deshalb ziemlich klar aus. "Gefehlt hat vor allem in der ersten Halbzeit die Chancenverwertung", sagte er. Ein knapper Vorsprung sei immer gefährlich, weil der Gegner mit nur einem Treffer sofort wieder voll im Spiel sei. Genau dieses Gefühl habe sich diesmal bestätigt. Dazu kam aus seiner Sicht noch ein weiterer Punkt, der in so einem Duell nicht unwichtig ist. Der Gästetrainer habe seine Mannschaft gut auf dieses Match eingestellt, meinte Schlögl: "Er hat unsere Mannschaft sehr gut gekannt und seine Mannschaft deshalb gut auf dieses Match eingestellt."

Der Blick geht schon auf die nächsten Wochen

Unter dem Strich blieb für Pilgersdorf ein Punkt, der sich nach dem Spiel eher zu wenig anfühlte. Schlögl sagte das ohne Umschweife: "Jetzt haben wir nur einen Punkt. Das bringt uns nicht wirklich viel weiter nach vorne." Viel Zeit, lange zurückzuschauen, bleibt aber nicht, weil der Herbst für den USC noch drei Partien bereithält. Zwei Auswärtsspiele stehen noch an, dazu kommt zum Abschluss noch ein Heimspiel. Die Richtung ist für den Obmann klar vorgegeben. "Wir wollen natürlich so viele Punkte sammeln, wie es noch geht", sagte Schlögl. Deshalb soll der Blick nun rasch weitergehen, von Woche zu Woche und mit dem klaren Ziel, aus den restlichen Begegnungen noch möglichst viel mitzunehmen. "Darauf arbeiten wir hin und darauf sind wir fokussiert", betonte er.

II. Liga Mitte: USC Pilgersdorf : SV 7023 Z-S-P - 1:1 (1:0)

  • 49
    Stefan Gludovatz 1:1
  • 1
    Michael Kirnbauer 1:0