In der 14. Runde der II. Liga Mitte hat sich der SV Oberloisdorf am Samstag mit 2:1 gegen den SV Forchtenstein durchgesetzt. Trainer Stefan Artner sah seine Mannschaft von Beginn an als aktivere Seite und mit einem klaren Plan unterwegs. Weil vor der Pause das zweite Tor ausblieb, blieb die Partie offen. Nach dem Ausgleich wurde es ein Schlagabtausch, ehe Oberloisdorf in der 93. Minute doch noch zuschlug.

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Stefan Artner beschrieb die erste Halbzeit als Phase, in der seine Mannschaft vieles von dem auf den Platz brachte, was sie sich vorgenommen hatte. "Wir waren von Start weg das etwas aktivere Team", sagte der Oberloisdorf-Coach, und genau so entwickelte sich auch das Spiel. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel zu Beginn und gingen in der 21. Minute folgerichtig in Führung. Oliver Abert traf nach einem Eckball zum 1:0 und brachte Oberloisdorf damit auf Kurs. Artner verwies nach dem Spiel auch darauf, dass seine Mannschaft "wieder einen klaren Plan" gehabt habe. Diesen habe man "grundsätzlich gut umgesetzt". Gerade deshalb blieb bei ihm trotz der Pausenführung ein kleiner Ärger hängen, weil aus dieser ordentlichen ersten Hälfte aus seiner Sicht mehr herauszuholen gewesen wäre.
Einen einzigen Schlüsselmoment wollte Artner zwar nicht ausrufen, doch er kam in seiner Analyse immer wieder auf die Zeit vor dem Seitenwechsel zurück. "Die Führung in der ersten Halbzeit war natürlich wichtig. Aber wir haben verpasst, direkt vor der Halbzeit das zweite Tor nachzulegen", sagte er. Für den Trainer lag genau darin ein Punkt, der das Spiel offen hielt. Wäre Oberloisdorf auf 2:0 davongezogen, hätte die Partie wohl deutlicher in Richtung der Gastgeber laufen können. So aber blieb Forchtenstein in Reichweite. Oberloisdorf versuchte in der Pause noch einmal nachzujustieren, weil man noch öfter in gefährliche Räume kommen wollte. Artner sprach das offen an und sagte auch klar, dass diese Anpassung "nicht so optimal" gewesen sei. Die Folge war, dass die Partie nach dem Wechsel nicht mehr so sauber unter Kontrolle blieb wie noch in vielen Phasen der ersten Hälfte.
Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann genau jene Offenheit, die Artner schon in seiner ersten Antwort beschrieben hatte. Oberloisdorf hielt nicht mehr ganz so konsequent an seinem Plan fest, und das brachte die Gäste stärker in die Partie. "Wir haben es direkt nach der Halbzeit nicht geschafft, uns so diszipliniert an unseren Plan zu halten. Dadurch ist Forchtenstein etwas aufgekommen", sagte Artner. In der 57. Minute nutzten die Gäste das zum 1:1 durch Dino Guc. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem lange kein klarer Vorteil mehr zu erkennen war. Artner stellte aber auch heraus, dass seine Mannschaft im Finish noch einmal Lösungen fand. "Wir haben es hinten raus wieder ein bisschen anders gelöst. Dadurch waren wir auch ein bisschen stabiler, aber es entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für uns", erklärte er. Genau diese späte Stabilisierung war wichtig, damit Oberloisdorf in einer lange offenen Partie nicht nur im Spiel blieb, sondern am Ende sogar noch den entscheidenden Treffer setzen konnte.
Der Siegtreffer fiel dann tief in der Nachspielzeit und entsprach genau jener Schlussphase, in der Oberloisdorf laut Artner wieder besser im Spiel war. Der Trainer schilderte die Szene so, dass Ionut-Andrei Lazar aus dem Zentrum Richtung Tor dribbelte, dann auf Otto Benjamin Kovacs ablegte und dieser überlegt ins Eck zum 2:1 abschloss. Die Uhr zeigte bereits die 93. Minute, entsprechend groß war der Jubel bei den Gastgebern. Artner wollte den Gegner dabei ausdrücklich nicht kleinreden. Forchtenstein sei "eine Mannschaft, die gut gegen den Ball spielt" und mit schnellen Spitzen immer wieder gefährlich werden könne, sagte er über ein "gutes Kollektiv". Umso höher bewertete er den Erfolg: "Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns." Mit nun 19 Punkten steht Oberloisdorf gut da, wahrt den Anschluss nach vorne und vergrößert zugleich den Abstand nach hinten. Bis zur Winterpause will Artner mit seiner Mannschaft nun in den verbleibenden Spielen "das Maximum rausholen".