In der II. Liga Nord kassierte der ASV Steinbrunn am Samstag zuhause eine klare 0:5-Niederlage gegen den SC Freistadt Rust. Die Gäste hatten vom Start weg mehr vom Spiel, führten bereits zur Pause 2:0 und legten nach dem Wechsel eiskalt nach. Rust-Trainer Özgür Nurlu sprach von „Tempo und Spielfreude“ und hob die Bedeutung des Treffers kurz vor der Halbzeit hervor. „In letzter Zeit haben wir uns schwergetan, rechtzeitig ein Tor zu finden – heute ist die Führung früh gefallen“, sagte er zufrieden nach dem Auswärtssieg.

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Rust erwischte den besseren Start, holte sich schnell Sicherheit durch Ballbesitz und zielstrebige Angriffe. „Wir haben sehr gut angefangen, gleich unsere Chancen gefunden und das ganze Match dominiert“, erklärte Özgür Nurlu. In Minute 22 zahlte sich die Überlegenheit erstmals aus: Oliver Fandel traf zum 0:1 und gab seiner Mannschaft den nötigen Schub. „Wir haben schönen Fußball gespielt; ich denke, die Zuschauer haben das genossen“, so Nurlu weiter. Steinbrunn stemmte sich zwar dagegen, doch kurz vor der Pause fiel der nächste Stich ins Heimherz: Adam Hamdaoui stellte in der 45. Minute auf 0:2. Für Nurlu war das der Knackpunkt: „Nach dem ersten Tor und besonders kurz vor der Pause beim zweiten dachten wir, dass wir das Match sicher gewinnen können.“ Zur Halbzeit stand ein verdientes 0:2 auf der Tafel – die Richtung war klar.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Rust nicht locker. Die Gäste hielten das Tempo hoch, suchten sofort den nächsten Treffer und wurden belohnt: In der 61. Minute schob Harley Genezio Santana Da Silva zum 0:3 ein, die Vorentscheidung. Als Hamdaoui in der 74. Minute ein weiteres Mal zuschlug, war der Deckel endgültig drauf. In der Schlussminute unterlief Steinbrunn dann auch noch ein unglückliches Eigentor – Milan Kostic fälschte zum 0:5 ab. Nurlu gefiel vor allem die Haltung seiner Elf: „Tempo. Tempo und Spielfreude, obwohl wir klar geführt haben.“ Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen: „Wir haben dem Gegner ein paar Chancen gegeben. Der Tormann war gut. Wenn wir etwas erreichen wollen, dürfen wir keine einfachen Chancen zulassen.“
Trotz des klaren Ergebnisses fand der Rust-Coach respektvolle Worte für Steinbrunn. „Sie haben individuell gute Spieler. Wenn sie uns an einem schlechten Tag erwischen, könnten sie uns viele Probleme bereiten“, sagte Nurlu und schob nach: „Mit der Qualität könnten sie eigentlich mehr Punkte holen.“ Positiv fiel auch die Spielleitung auf: „Es gab keinen Streit, alles hat gepasst. Der Schiedsrichter hat super gepfiffen.“ Mit dem deutlichen Auswärtssieg nach 22 Runden steht Rust bei 40 Punkten an der Spitze, punktgleich mit Verfolger Hornstein. Für Nurlu ist die Marschroute klar: „Wir sind super zufrieden mit der Leistung. Wir müssen einfach dranbleiben und genießen, was wir da machen.“ Die Basis dafür hat seine Mannschaft in Steinbrunn mit einem abgeklärten, zielstrebigen Auftritt gelegt.