In der II. Liga Nord trennten sich der FC Andau und der SV Wimpassing mit 1:1. Andau legte durch Felix Wendelin vor, Wimpassing glich spät durch Jeremy Buen aus. Die Gäste traten mit einer sehr jungen Mannschaft an, übernahmen nach der Pause klar das Kommando, ließen aber zu viele Möglichkeiten liegen. Trainer Peter Kaltenegger sprach von einer gerechten Punkteteilung und sah den Grund für den verpassten Sieg vor allem in der fehlenden Durchschlagskraft.

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Auf dem Andauer Sportplatz begann die Partie ausgeglichen, wie es Wimpassing-Trainer Peter Kaltenegger später zusammenfasste: „Das Spiel war auf Augenhöhe. Andau spielt gegen den Abstieg und hat alles reingeworfen.“ Die Hausherren gingen in Minute 20 durch Felix Wendelin mit 1:0 in Führung, zur Pause stand es 1:0. In der ersten Halbzeit sprach Kaltenegger zudem von einer Szene, in der es aus seiner Sicht zurecht Elfmeter gegen Wimpassing gab: „Jugendlicher Leichtsinn, wir gehen da zu hart in den Zweikampf.“ Nach dem Seitenwechsel schob Wimpassing an, drückte Andau tief in die eigene Hälfte und hatte deutlich mehr vom Spiel. Der Lohn kam spät: In der 79. Minute traf Jeremy Buen zum 1:1. Danach wurde es, so Kaltenegger, „in den letzten Minuten wild, es ging hin und her“ – beide Mannschaften fanden noch Möglichkeiten, am Ende blieb es beim Remis, das der Trainer als „gerechte Punkteteilung“ bezeichnete.
Die Gäste ärgerten sich vor allem darüber, dass sie sich für den starken Auftritt nach der Pause nicht mit dem Sieg belohnten. „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt“, brachte es Kaltenegger auf den Punkt. Schon vor dem Seitenwechsel ließ Wimpassing mehrere gute Ansätze liegen, auch weil Andaus Tormann einen sehr guten Tag erwischte. „Wir hatten eine Vielzahl an Chancen, der Andau-Keeper hat sich ausgezeichnet. Viele Schüsse haben das Ziel nicht getroffen, wir haben oft zu schwach oder zu schlampig abgeschlossen, der letzte Pass hat häufig nicht funktioniert“, schilderte der Coach offen. Gleichzeitig hielt er fest: „Ansonsten war das eine solide Leistung von uns.“ Nach dem Ausgleich warfen die Wimpassinger noch einmal alles rein, wollten den Lucky Punch erzwingen – doch mit den größeren Räumen für Andau blieb es ein offener Schlagabtausch ohne Sieger.
Prägend war aus Wimpassinger Sicht auch die Zusammensetzung der Mannschaft. Der Trainer setzte auf viele Akteure mit wenig Einsatzzeit und sah seinen Ansatz bestätigt: „Wir sind mit einer jungen Truppe angetreten, die Jungs sind giftig und hungrig. Einige haben noch kaum Minuten gehabt, heute haben sie sie gesammelt – das hat Spaß gemacht, von außen zuzuschauen.“ Gleichzeitig fand Kaltenegger respektvolle Worte für den Gegner: „Andau war nervös, weil es um den Abstieg geht, hat aber das Herz am richtigen Fleck, sie haben sich reingehauen. Respekt an Andau.“ Auch der Unparteiische bekam ein Lob mit kleinem Vorbehalt: „Der Schiedsrichter hat das gut runtergepfiffen, vielleicht ein bisschen kleinlich, aber insgesamt war es eine ruhige und angenehme Partie.“ In der Tabelle bleibt Wimpassing mit 40 Punkten Fünfter, Andau hält bei 33 Zählern Rang zehn. Für die Schlussphase der Saison nehmen beide Seiten einen Punkt und klare Lehren mit.