Zum Abschluss der II. Liga Nord feierte der SV Wimpassing daheim ein 4:3 gegen den FC Winden – entschieden durch Jeremy Buen in Minute 90+2. Zuvor stand es zur Pause 1:1, danach wogte die Partie hin und her. Trainer Peter Kaltenegger sprach von einem „typischen Sommerkick“ und sah „ein glückliches Ende“ für seine Elf: vorne gefällig, hinten mit Schwächen auf beiden Seiten.

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„Es war ein typischer Sommerkick, letztes Spiel der Saison – bei beiden wirkte es, als wäre die Luft draußen“, beschrieb Peter Kaltenegger die Ausgangslage. Früh legten die Gäste vor: In Minute 11 traf David Kondrlik zum 0:1. „Winden hat das Tor schön über die Seite rausgespielt, scharfer Pass in die Mitte – da haben wir die Manndeckung vernachlässigt“, so der Coach. Wimpassing antwortete nach einer halben Stunde, als Vinko Grgic zum 1:1 ausglich (30.). Kaltenegger schilderte das Tor als sauber herausgespielt über Edison Rexha und Lenny Schweinzer, der querlegte – Grgic musste nur mehr vollenden. Nach dem 1:1 zur Pause legte Wimpassing nach: Elyes Balti stellte in Minute 58 auf 2:1, doch Kondrlik antwortete sofort und glich zwei Minuten später zum 2:2 aus (60.). Die Schlussphase wurde turbulent: Nils Behringer brachte Winden in der 77. noch einmal 2:3 voran, Jan Rainprecht stellte nur zwei Minuten später auf 3:3 (79.). In der Nachspielzeit hatte Wimpassing das letzte Wort: Jeremy Buen traf in Minute 90+2 zum 4:3 und krönte das wilde Finale.
Nach dem Abpfiff fand Kaltenegger klare Worte zur Spielanlage beider Teams. „Auf beiden Seiten war die Defensivarbeit mangelhaft“, sagte er. „Vorne war es gefällig, aber die letzte Konsequenz hat trotz der vielen Tore gefehlt.“ Auch bei ruhenden Bällen sah der Trainer Ansatzpunkte: „Was beide Mannschaften vermissen haben lassen, war die Konsequenz bei den Standards, gerade in der Defensive.“ Dass der Sieg erst in Minute 90+2 fixiert wurde, passte für ihn ins Bild eines offenen Spiels ohne großen Abstand: „Es war nicht viel Unterschied, weil wenn man drei Tore kassiert und vier schießt, ist es am Ende ein glückliches Ende für uns gewesen.“ In der Summe war es ein Abend, an dem Wimpassing zwar immer wieder antwortete – nach dem 2:3 sogar prompt – sich aber erst ganz spät belohnte. Genau diese Mischung aus Offensivdrang und fehlender Absicherung zog sich aus seiner Sicht durch die gesamte Partie.
Positiv verbuchte Kaltenegger den breiten Einsatz der Talente: „Es haben wieder sehr viele Junge Einsatzminuten bekommen, verteilt auf erste und zweite Halbzeit. Es ist schön zu sehen, wie bemüht und engagiert sie sind.“ Gleichzeitig nahm er die Lernfelder mit: „In vielen Situationen werden gerade in der Defensivarbeit noch falsche Entscheidungen getroffen. Daran müssen wir im Training tiefer arbeiten, dann kommt die Selbstsicherheit.“ Ein Extra-Lob gab es für den Gegner: „Winden spielt gefälligen Fußball. Sie haben im Aufbau viel Rotation, gute Ballstafetten und einen klaren Plan. Es wundert mich, dass sie in der Tabelle so weit unten sind – im letzten Drittel fehlt ein bisschen die Durchschlagskraft.“ Zufrieden zeigte er sich auch mit der Spielleitung: „Die Leistung des Schiedsrichters war unauffällig, und das ist ein sehr gutes Zeichen. Es gab keine strittigen Szenen.“ Mit dem späten Sieg beendet Wimpassing die Saison mit 43 Punkten auf Rang drei, Winden hält bei 30 Zählern auf Platz zwölf. In die Pause geht es mit einem guten Gefühl – und dem klaren Auftrag, an der Defensive und den Standards zu feilen.