Spielberichte

„Wenn es zur Pause 3:1 oder 4:1 für uns steht, kann sich keiner beschweren“ – Tadten vergibt vor der Pause zu viel

ASV Neufeld
UFC Tadten

In der II. Liga Nord trennten sich ASV Neufeld und UFC Tadten am Samstag mit 2:2. Für die Gäste war der späte Ausgleich in der Nachspielzeit zwar noch etwas wert, wirklich zufrieden war Trainer Michael Pittnauer damit aber nicht. Der Grund lag für ihn klar auf der Hand: Tadten ließ vor allem vor der Pause zu viele große Chancen liegen und brachte sich damit um mehr als nur einen Punkt.


Torwart wartet auf Eckball

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Nach verschlafenem Beginn übernimmt Tadten das Kommando

Aus Sicht von Michael Pittnauer begann die Partie für seine Mannschaft zunächst nicht nach Wunsch. „Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit bis auf die ersten fünfzehn Minuten, in denen wir ein wenig verschlafen haben, eine hervorragende Leistung gebracht“, sagte der Tadten-Coach. In dieser Anfangsphase ging Neufeld auch früh in Führung. Nach sieben Minuten traf Dominik Jürgen Allacher zum 1:0 für die Gastgeber, und Pittnauer erklärte später, dass diesem Treffer eine Standardsituation vorausging. „Bei uns hat die Zuordnung nicht gepasst, der Gegenspieler ist ganz allein zum Kopfball gekommen“, so der Trainer. Danach wurde Tadten aber immer besser, fand laut Pittnauer vor allem gegen den Ball den richtigen Zugriff und schaffte in der 22. Minute den verdienten Ausgleich. Rómeó Svarda nutzte dabei eine Unachtsamkeit der Neufelder Defensive, spielte noch den Tormann aus und schob zum 1:1 ein. Für Pittnauer war das nur der Auftakt zu einer Phase, in der seine Mannschaft mehrmals die Führung auf dem Fuß hatte. „Wir haben danach vier hundertprozentige Chancen vorgefunden, wo wir das Tor machen müssen“, sagte er, und genau darin lag für ihn schon zur Pause der entscheidende Punkt.

Die Chancen bleiben liegen, Neufeld kommt zurück

Dass es mit einem 1:1 in die Kabinen ging, passte dem Gäste-Trainer deshalb überhaupt nicht. „Wenn es in der Halbzeit 3:1 oder 4:1 für uns steht, kann sich auch keiner beschweren“, stellte Pittnauer klar. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber ein Stück weit. Neufeld war nun besser im Spiel, während Tadten nicht mehr ganz so klar an die starke Phase vor der Pause anschließen konnte. Pittnauer sprach davon, dass man den Gegner „zu ein, zwei Chancen“ kommen ließ und dann zudem einen Eigenfehler machte. Genau daraus entstand in der 66. Minute das 2:1 für die Hausherren, als Leon Julian Woborny eine gute Aktion erfolgreich abschloss. Tadten musste danach naturgemäß aufmachen, versuchte wieder mehr Druck zu entwickeln und riskierte dadurch auch mehr. Pittnauer beschrieb diese Phase sehr offen: „Dass wir aufmachen mussten, war klar. Neufeld hat dann ein, zwei Kontersituationen gehabt.“ Gleichzeitig betonte er aber auch, dass seine Mannschaft selbst wieder zu klaren Möglichkeiten kam und sich deshalb weiter im Spiel hielt.

Kadik rettet den Punkt, Pittnauer denkt trotzdem an mehr

Ganz am Ende belohnte sich Tadten dann doch noch. In der Nachspielzeit, genauer gesagt in Minute 90+3, fiel das 2:2. Pittnauer schilderte die Szene so: „Wir haben am Schluss schon mit hohen Bällen agiert. Dann war es eine Flanke von Lukas Hoffmann, und Kadik hat das in Stürmermanier schön abgeschlossen.“ Tomas Kadik sicherte den Gästen damit noch einen Zähler, doch der Trainer ließ keinen Zweifel daran, wie er das Ergebnis einordnet. „Klingt dann wieder glücklich im Endeffekt, aber wenn man das ganze Spiel gesehen hat, bin ich mit dem einen Punkt nicht ganz zufrieden“, sagte er. Für ihn war die Sache eindeutig: „Der einzige Punkt, den wir ansprechen müssen, ist einfach unsere Chancenauswertung.“ Gerade die Arbeit gegen den Ball gefiel ihm nämlich gut. „Wir haben nach Ballverlust schnell versucht, die Bälle zu erkämpfen. Das hat man zwischen der fünfzehnten und der fünfundvierzigsten Minute gesehen“, erklärte Pittnauer. Trotz seines Ärgers über die liegen gelassenen Möglichkeiten fand er auch anerkennende Worte für den Gegner. Neufeld sei „eine sehr spielstarke Mannschaft“, die vorne Qualität habe und „immer für ein Tor gut ist“. Während Tadten nach drei Runden nun bei sieben Punkten steht, bleibt Neufeld bei einem Zähler – für Pittnauer allerdings kein Wert, der ihn beim Gegner täuscht. „Dass sie nach drei Spielen nur mit einem Punkt dastehen, ist für mich ein bisschen verwunderlich. Ich glaube schon, dass Neufeld in den nächsten Spielen noch deutlich an Punkten zulegen wird.“

II. Liga Nord: ASV Neufeld : Tadten - 2:2 (1:1)

  • 93
    Tomas Kadik 2:2
  • 66
    Leon Julian Woborny 2:1
  • 22
    Rómeó Svarda 1:1
  • 7
    Dominik Jürgen Allacher 1:0