Spielberichte

„Das Unentschieden geht definitiv nicht in Ordnung“ – Hornstein hadert nach 1:1

ASV Hornstein
Siegendorf

Im Duell der II. Liga Nord trennte sich ASV COLDAMARIS Hornstein von ASV Siegendorf 1930 mit 1:1. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte Filip Kusalik die Gastgeber in der 52. Minute in Führung, ehe Robert Marko in der 80. Minute ausglich. Für Obmann Rainer Schmitl war das Remis aber deutlich zu wenig, weil er Hornstein über weite Strecken als klar bessere Mannschaft sah und vor allem mit zwei Szenen in der Schlussphase haderte.


Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Hornstein übernimmt nach kurzer Anlaufzeit das Kommando

Die Partie brauchte laut Schmitl zunächst ein paar Minuten, ehe sie Fahrt aufnahm. „Die ersten zehn Minuten waren ein Abtasten“, sagte der Hornstein-Obmann, der danach aber eine klare Entwicklung zugunsten seiner Mannschaft sah. Schon früh hatte Hornstein die große Chance auf die Führung, als Filip Kusalik nach einem Stanglpass an die Latte schoss und der Ball nicht ins Tor sprang. Für Schmitl war das der Moment, in dem die Gastgeber endgültig das Kommando übernahmen. Er sprach von deutlichen Spielanteilen und davon, dass Siegendorf kaum einmal wirklich ins eigene Spiel kam. Das 0:0 zur Pause war aus seiner Sicht deshalb eher schmeichelhaft für die Gäste, weil Hornstein schon davor mehr vom Spiel hatte und den Ton angab.

Die Führung fällt, dann kippt die Stimmung in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Hornstein dann auch mit dem 1:0. Offiziell fiel die Führung in der 52. Minute, Torschütze war Filip Kusalik. Schmitl schilderte die Szene so, dass der Ball nach einem Eckball zu Kusalik kam, der ihn stark verarbeitete und ins linke Eck abschloss. Auch danach sah der Obmann seine Mannschaft am Drücker. „Hornstein war dann näher am zweiten Tor“, sagte er, und genau dieses zweite Tor ist für ihn der große Knackpunkt des Abends. Aus seiner Sicht wurde ein Treffer von Mario Guttmann nach einer Hereingabe des eingewechselten Mark Orosz in der Schlussphase wegen Abseits aberkannt. Statt der möglichen Vorentscheidung fiel auf der anderen Seite noch der glückliche Ausgleich durch Robert Marko, sodass aus einer Partie, die Hornstein lange im Griff hatte, am Ende nur ein Remis wurde.

Schmitl hadert mit zwei Entscheidungen und spricht von einem unverdienten Unentschieden 

Besonders deutlich wurde Schmitl bei der Einordnung des Endstands. „Das Unentschieden geht definitiv nicht in Ordnung“, sagte er ohne Zögern. Er begründete das nicht nur mit den Spielanteilen und den aus seiner Sicht besseren Chancen, sondern vor allem mit den beiden umstrittenen Szenen zum Ende der Partie. Zum aberkannten Treffer meinte er, es habe sich um ein reguläres Tor gehandelt. Ebenso klar fiel seine Einschätzung zur Nachspielzeit aus, als Mark Orosz im Strafraum zu Fall kam. „Das war ein lupenreiner Elfmeter, den der ganze Sportplatz gesehen hat. Sogar die Gäste haben dies bestätigt“, sagte Schmitl. Als Fakt bleibt das 1:1 stehen, aus Hornsteiner Sicht aber war genau das der Grund, warum die Partie nicht mit einem Heimsieg endete. Der Obmann machte keinen Hehl daraus, dass er sich um den Lohn eines starken Auftritts gebracht sah.

Aggressiv, zweikampfstark, laufbereit – viel Lob für die eigene Mannschaft

Abseits der strittigen Szenen war Schmitl vor allem voll des Lobes für die eigene Leistung. „Bei Hornstein hat alles funktioniert“, sagte er und hob besonders die Art hervor, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen habe. Hornstein sei aggressiv gewesen, habe den Gegner in vielen Duellen dominiert und mit viel Laufarbeit dafür gesorgt, dass Siegendorf nie zu seinem Kombinationsspiel fand und keine einzige herausgespielte Torchance hatte. „Wir haben sicher achtzig Prozent der Zweikämpfe gewonnen“, meinte Schmitl, der die Gäste insgesamt nicht ins Spiel kommen sah. Gerade deshalb fühlt sich dieser Punkt für Hornstein eher wie zwei verlorene Zähler an. In der Tabelle stehen die Hornsteiner nach drei Runden nun bei fünf Punkten, doch viel wichtiger war für den Obmann nach diesem Abend die Botschaft an die eigene Mannschaft: „Da gehört ein riesengroßes Lob an die Mannschaft und den Trainer ausgesprochen.“ Dieses 1:1 brachte zwar nur einen Punkt, aus Hornsteiner Sicht aber auch die Bestätigung, dass Leistung und Auftreten auf diesem Niveau stimmen.

II. Liga Nord: Hornstein : Siegendorf - 1:1 (0:0)

  • 80
    Robert Marko 1:1
  • 52
    Filip Kusalik 1:0