In der II. Liga Nord hat der SC Kittsee am Freitagabend in der 3. Runde gegen Mönchhof ein 1:1 geholt. Nach dem 0:1 zur Pause steigerte sich die Elf von Trainer Martin Grabenbauer deutlich und kam in der 86. Minute noch zum Ausgleich. Der Kittseer Coach sprach am Ende von einem gerechten Remis, haderte aber klar mit der Chancenverwertung in der Schlussphase.

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Die Partie hatte nach Grabenbauers Einschätzung zwei ganz unterschiedliche Hälften. Vor allem in den ersten 45 Minuten sah der Trainer seine Mannschaft klar im Nachteil. „Mönchhof hat in der ersten Halbzeit enorm viel Druck gemacht, war sehr aggressiv und hat sehr guten Fußball gespielt. Wir hatten nicht gleich den Zugriff auf das Spiel“, sagte der Kittseer Trainer. Diese Überlegenheit der Gäste schlug sich auch im Ergebnis nieder, als Michael Karner in der 21. Minute das 0:1 für Mönchhof erzielte. Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand, und auch in der Bewertung des Trainers war die Führung verdient, weil Mönchhof in dieser Phase die besseren Möglichkeiten hatte. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber deutlich. Kittsee übernahm mehr und mehr das Kommando, war nun die aktivere Mannschaft und drängte auf den Ausgleich. Belohnt wurden die Gastgeber dafür erst spät, als Marko Pernicka in der 86. Minute das 1:1 erzielte und damit zumindest noch den Punkt festhielt.
So sehr Grabenbauer mit der ersten Halbzeit haderte, so klar fiel seine Gesamteinordnung nach dem Schlusspfiff aus. „Im Großen und Ganzen geht dieses 1:1 in Ordnung. Mönchhof war erste Halbzeit klar besser und hatte da die besseren Chancen. Wir waren zweite Halbzeit klar besser und hatten da die besseren Chancen“, sagte er. Ganz zufrieden war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotzdem nicht. „So richtig gut hat nicht viel funktioniert, weil wir die erste Halbzeit verschlafen haben“, meinte der Trainer offen. Gerade deshalb ärgerte ihn umso mehr, dass Kittsee die starke Phase nach der Pause nicht noch konsequenter nutzte. Besonders in den letzten 20 bis 25 Minuten sah Grabenbauer den Sieg durchaus in Reichweite. „Wir hatten drei bis vier hundertprozentige Torchancen, die wir leider nicht verwerten konnten. Da liegt das Grundübel“, sagte er. Gleichzeitig wollte er die zweite Halbzeit nicht kleinreden. Positiv sei schließlich gewesen, dass sich seine Mannschaft diese klaren Möglichkeiten überhaupt herausgespielt habe. „Das macht schon Hoffnung für die nächsten Spiele“, hielt der Kittseer Trainer fest.
Neben der sportlichen Analyse fand Grabenbauer auch für den Gegner anerkennende Worte. Mönchhof habe „sehr aggressiv, sehr emotional“ gespielt, dazu „sehr gut im Spielaufbau“ gewirkt und nach vorne viel Bewegung gezeigt. Auch in den Zweikämpfen seien die Gäste stark gewesen, ohne dabei die Grenze zu überschreiten. „Sehr zweikampfstark, aber immer sehr fair. Das möchte ich extra betonen“, sagte der Kittseer Trainer. Überhaupt sprach er von einem „super Spiel“ mit hohem Tempo, das trotz aller Intensität fair geblieben sei. Auch den Schiedsrichter bewertete er positiv, ohne dabei großes Aufheben darum zu machen. Zum Schluss wurde Grabenbauer noch grundsätzlich. Nach den Sturmschäden der vergangenen Woche sei es keine Selbstverständlichkeit gewesen, dass die Partie überhaupt stattfinden konnte. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen Helfern, weil die Anlage stark in Mitleidenschaft gezogen worden sei, mit umgefallenen Bäumen sowie Schäden am Platz und rund um den Platz. „Das wurde alles ausgebessert“, sagte er. So blieb für Kittsee am Ende nicht nur ein spätes 1:1, sondern auch die Erkenntnis, dass nach schwierigen Tagen zumindest wieder Fußball gespielt werden konnte.