In der II. Liga Nord hat SC Kittsee am Freitagabend gegen SC Gattendorf mit 4:0 gewonnen. Trainer Martin Grabenbauer führte den klaren Heimsieg vor allem darauf zurück, dass seine Mannschaft sofort im Spiel war. Kittsee kontrollierte die Partie laut seinem Coach über weite Strecken, erspielte sich viele Chancen und ließ die Gäste nur in einer kurzen Phase wirklich auf Augenhöhe mitkommen.

Foto von My Profit Tutor auf Unsplash
Grabenbauer musste nach dem Schlusspfiff nicht lange suchen, als er den Grundstein für diesen Abend benannte. „Dass die Mannschaft von Anfang an Fußball gespielt hat, dass sie von Anfang an mitten im Spiel drinnen war und fast keine Anlaufzeit gebraucht hat“, sagte der Kittsee-Trainer. Schon nach sechs, sieben Minuten habe es laut seiner Schilderung die erste große Möglichkeit für Tobias Wisak nach Vorarbeit von Domonkos Fekete gegeben. Für den Coach war das ein frühes Zeichen, dass seine Mannschaft an diesem Abend den Ton angeben würde. Zwar habe es danach „fünfzehn, maximal zwanzig Minuten“ gegeben, in denen Gattendorf ebenbürtig gewesen sei, insgesamt aber sei die Partie „von Beginn bis zum Ende fest in unserer Hand“ gewesen.
Auf der Anzeigetafel schlug sich diese Überlegenheit noch vor dem Seitenwechsel deutlich nieder. In der 23. Minute brachte Tobias Wisak die Gastgeber in Führung, nachdem Kittsee einen Fehler in der Gattendorfer Innenverteidigung konsequent ausgenützt hatte. Grabenbauer schilderte die Szene so: „Tobias Wisak hat die Situation erkannt, ist hineingespritzt und hat den Ball vor dem Torwart noch bekommen.“ Beim 2:0 in der 39. Minute gefiel dem Trainer vor allem der Angriff selbst. „Das war eine schöne Aktion über drei, vier Stationen“, sagte er über den Treffer von Marko Pernicka, der nach innen zog und in die lange Ecke abschloss. Noch vor der Pause legte Wisak in der 42. Minute das 3:0 nach. Direkt nach dem Seitenwechsel fiel dann in der 51. Minute das Eigentor von Manuel Lengyel, womit das 4:0 schon früh in der zweiten Hälfte feststand.
Dass der Sieg am Ende so klar ausfiel, führte Grabenbauer nicht nur auf die vier Tore zurück, sondern vor allem auf die Art, wie seine Mannschaft gegen den Ball gearbeitet hat. „Besonders gut funktioniert hat dieses spielerische Element, wo wir von Anfang an im Spiel waren“, sagte er. Dazu kam für ihn ein aktives Arbeiten gegen Ball und Raum sowie ein Pressing, das Gattendorf über weite Strecken nur wenig Luft ließ. Die Gäste seien zwar bemüht gewesen, und es habe eben diese kurze Phase gegeben, in der Kittsee etwas nachgelassen habe. Insgesamt aber habe seine Elf dem Gegner „eigentlich keine Chance gelassen, sich zu entfalten“. Weil dazu noch weitere Möglichkeiten da waren, sprach der Trainer von einem „ganz, ganz klaren Abend für Kittsee“.
So deutlich das Ergebnis auch war, beim Lob allein wollte es der Kittsee-Coach nicht belassen. „Natürlich müssen wir uns noch mehr verbessern, noch konkreter werden, noch ekelhafter spielen für den Gegner“, sagte Grabenbauer und machte damit klar, dass er in dem 4:0 eher einen weiteren Schritt als einen Endpunkt sieht. Eine einzelne strittige Szene wollte er nicht groß machen; im Großen und Ganzen habe der Schiedsrichter „überhaupt keinen Einfluss auf das Spiel genommen“. Für Kittsee stehen damit nach fünf Runden zehn Punkte zu Buche. Die Richtung passt also, doch der Trainer denkt schon weiter: noch mehr Druck erzeugen, noch unangenehmer werden und diese Entwicklung in den nächsten Spielen bestätigen.