In der II. Liga Nord hat der UFC Tadten gegen den ASV Siegendorf 1930 ein 2:2 geholt, und aus Sicht von Trainer Michael Pittnauer war dabei mehr drinnen. Nach frühem Rückstand drehte seine Mannschaft die Partie noch vor der Pause, verpasste danach aber das 3:1 und musste sich nach einem späten zweiten Gegentor durch Deni Stoilov mit einem Punkt begnügen.

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Michael Pittnauer musste nach dem Schlusspfiff zwei Dinge einordnen: die starke Anfangsphase des Gegners und die gute Reaktion seiner eigenen Mannschaft. Der Trainer machte keinen Hehl daraus, dass Tadten zunächst nicht gut ins Spiel gekommen war. „Siegendorf war zu Beginn die bessere Mannschaft, hat die ersten fünfzehn Minuten das Spiel diktiert und aus einer Standardsituation das 1:0 gemacht, das wir nicht gut verteidigt haben“, sagte Pittnauer. Deni Stoilov brachte die Gäste bereits in der 6. Minute in Führung, und genau dieses frühe Gegentor passte zu der Phase, die der Tadten-Coach angesprochen hatte. Danach aber änderte sich das Bild. Tadten kam auf, wurde mutiger und fand besser in die Partie. Pittnauer formulierte es klar: „Nach dem 1:0 sind wir aufgekommen, haben gute Chancen kreiert und dann verdient das 1:1 und 2:1 gemacht.“ Rómeó Svarda stellte in der 13. Minute auf 1:1, Lukas Hoffmann drehte das Spiel in der 40. Minute auf 2:1. So ging Tadten mit einer verdienten Führung in die Pause.
Dass es am Ende trotzdem nur zu einem Remis reichte, hing für Pittnauer vor allem mit der fehlenden Entscheidung in der zweiten Halbzeit zusammen. Tadten hatte nach dem Seitenwechsel jene Möglichkeiten, mit denen man ein Spiel gegen einen starken Gegner zumachen kann, nutzte sie aber nicht. „In der zweiten Halbzeit hätten wir den Deckel draufmachen können mit dem 3:1“, sagte der Trainer. Genau dort lag für ihn der größte Unterschied zwischen einem möglichen Heimsieg und dem tatsächlichen Endstand. „Ich glaube, dass wir heute näher am Sieg waren, weil wir nach dem 2:1 zwei, drei hundertprozentige Chancen liegen gelassen haben. Das wäre der Todesstoß gewesen.“ Statt der Vorentscheidung kassierte Tadten in der 77. Minute noch das 2:2, wieder durch Stoilov und wieder nach einer Standardsituation, wie Pittnauer erklärte. Dass Siegendorf selbst nach Rückstand noch einmal zurückkommen konnte, war für ihn aber auch ein Zeichen der Qualität des Gegners: „Siegendorf hat eine unglaubliche Qualität, vor allem in der Offensive, und hat dann mit dem 2:2 das Remis noch gerettet.“
Trotz des verpassten Sieges fand Pittnauer in seiner Analyse einige Punkte, auf die Tadten aufbauen kann. Vor allem gegen den Ball war der Auftritt für ihn ordentlich. „Wir haben gewusst, dass Siegendorf mit zu den besten Mannschaften der Liga gehört und von den Einzelspielern her sehr, sehr hohe Qualität hat“, sagte er. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft dagegenhielt und in der Grundordnung stabil blieb. „Unser Spiel gegen den Ball in der Grundordnung war sehr gut. Wir haben viele Bälle gewonnen und schnell umgeschaltet, damit haben wir Siegendorf vor große Probleme gestellt.“ Auch Kampfkraft und Disziplin hob er hervor. Nur in den entscheidenden Momenten fehlte ihm zu viel. „Der letzte Pass und der letzte Abschluss haben gefehlt“, brachte es Pittnauer auf den Punkt. Dazu kam, dass „der Siegendorfer Schlussmann eine hervorragende Partie gespielt hat“, wie der Tadten-Trainer sagte. Strittige Situationen wollte er nicht in den Vordergrund stellen, obwohl er auf beiden Seiten je eine Szene sah, die man auch anders hätte entscheiden können. Sein Fazit blieb nüchtern: „Wir alle sind nur Menschen und jeder macht Fehler, das ist okay so.“ Für Tadten bleibt damit ein Punkt gegen einen starken Gegner und gleichzeitig die Erkenntnis, dass mit mehr Konsequenz im Abschluss auch deutlich mehr möglich gewesen wäre.