Spielberichte

„Ein Punkt wäre gerecht gewesen“ – Andau verliert nach spätem 2:3 unglücklich

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ASV Deutsch Jahrndorf
FC Andau

In der II. Liga Nord hat der ASV Deutsch Jahrndorf den FC Andau mit 3:2 geschlagen. Für die Gäste blieb nach einer Partie mit zwei eigenen Antworten auf Rückstände vor allem das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Co-Trainer Michael Wally sprach von einem ausgeglichenen Spiel und meinte klar: „Ein Punkt wäre meiner Meinung nach gerecht gewesen.“


Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Andau findet nach durchwachsenem Beginn besser hinein

Aus Sicht der Gäste begann die Partie nicht ideal. Michael Wally sagte offen: „Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir richtig ins Spiel gefunden haben.“ Trotzdem lag Andau schon früh zurück, weil Frantisek Nagy in der 9. Minute das 1:0 für Deutsch Jahrndorf erzielte. Entscheidend war aus Andauer Sicht aber, dass die Mannschaft danach nicht auseinanderfiel, sondern sich Schritt für Schritt in die Partie arbeitete. Mit dem 1:1 durch Balint Visy in der 28. Minute war der Aufwand dann auch auf der Anzeigetafel zu sehen. Wally beschrieb die Phase danach als Spiel auf Augenhöhe. Deutsch Jahrndorf kam laut seiner Einschätzung immer wieder gut über die Seiten durch, doch Andau hielt dagegen, verteidigte viele Angriffe weg und setzte auch selbst offensive Akzente. Kurz vor der Pause folgte dann aber noch ein Rückschlag, als Patrik Majcher in der 42. Minute zum 2:1 traf. Besonders ärgerlich war für Wally, dass dieses Tor aus einer eigenen Vorwärtsbewegung heraus entstand: „Wir waren in der Vorwärtsbewegung, haben dann den Ball verloren und so das 2:1 kassiert.“

Nach dem 2:2 lange stabil, dann trifft Nagy spät noch einmal

Mit dem knappen Rückstand ging Andau in die Halbzeit, ohne das Gefühl zu haben, schon geschlagen zu sein. „Wir haben gewusst, dass nichts verloren ist, weil wir gut im Spiel waren“, erklärte Wally. Seine Mannschaft blieb deshalb auch nach dem Seitenwechsel geduldig und zeigte in der zweiten Hälfte genau die Reaktion, die sie sich vorgenommen hatte. In der 65. Minute glich Norbert Füleki zum 2:2 aus. Wally hob in diesem Zusammenhang auch einen Wechsel hervor, der den Gästen noch einmal neuen Schwung gab: „Der Wechsel nach der Halbzeit gab uns neuen Schwung in der Offensive.“ Danach entwickelte sich eine lange Phase, die der Co-Trainer sehr nüchtern einordnete. „Dann kam eine Phase, in der das Spiel vor sich hin geplätschert ist“, sagte er. Deutsch Jahrndorf hatte in dieser Zeit mehr Ballbesitz, kam aus Andauer Sicht aber nicht zu vielen zwingenden Aktionen, weil die Gäste diszipliniert verteidigten. Umso bitterer war dann das Ende, als Frantisek Nagy in der 89. Minute noch das 3:2 erzielte und damit den Gastgebern doch noch den Sieg sicherte.

Die Seiten waren ein Thema und am Ende entschieden Kleinigkeiten

Wally machte nach dem Spiel vor allem zwei Punkte aus, die den Unterschied aus seiner Sicht erklärt haben. Zum einen war es für Andau schwierig, selbst sauber nach vorne zu kommen. „Es war sehr schwierig, in der Offensive etwas zu erreichen, weil sie defensiv sehr konsequent verteidigt haben“, sagte er. Deutsch Jahrndorf machte die Räume eng, gleichzeitig mussten Andaus Außenspieler viel Defensivarbeit leisten, weil die Gastgeber immer wieder über die Flügel anschoben. Genau darin sah Wally auch eine Stärke des Gegners: „Sie haben sehr gut über die Seite gespielt. Ihre Stürmer haben sehr gut zurückgearbeitet und das hat ihnen dann auch einen Vorteil verschafft.“ Zum anderen blieb für ihn das Gefühl, dass die Partie tatsächlich nur an kleinen Details hing. „Der Unterschied lag, wie wir erwartet haben, an Kleinigkeiten und an der individuellen Klasse“, sagte der Co-Trainer. Das späte 3:2 ordnete er genau so ein: ein Angriff über die Seite, ein Pass zur Mitte und dann eine unglückliche Situation, die letztlich zugunsten von Deutsch Jahrndorf ausging. Gerade weil Andau über weite Strecken gut dagegenhielt, war die Niederlage aus seiner Sicht umso bitterer.

Aberkanntes 3:3 und der Blick auf die letzten beiden Spiele

Einen Schlusspunkt gab es aus Andauer Sicht nämlich doch noch. Wally berichtete, dass seine Mannschaft in der Nachspielzeit noch einmal zum vermeintlichen 3:3 traf, der Treffer wegen Abseits aber nicht zählte. Diskussionen wollte er daraus aber ausdrücklich keine machen. „Es war sehr knapp, aber im Endeffekt wahrscheinlich korrekt“, sagte er und lobte den Unparteiischen insgesamt sogar deutlich: „Die Schiedsrichterleistung war sehr ordentlich. Er hat klar mit den Spielern kommuniziert und ließ keine Unruhe aufkommen.“ So blieb unter dem Strich die knappe Niederlage, obwohl Andau nach Einschätzung des Co-Trainers einen Zähler verdient gehabt hätte. Lange hadern will man damit aber nicht. Der Blick geht schon auf die nächsten Aufgaben, vor allem auf das letzte Heimspiel. „Wir wollen gleich nächste Woche zu Hause punkten und aus den letzten zwei Spielen auf jeden Fall noch etwas mitnehmen“, sagte Wally. Die Richtung ist damit klar: Die Leistung in Deutsch Jahrndorf soll eine Basis sein, damit Andau den Schlussspurt in der Meisterschaft noch erfolgreich gestaltet.

II. Liga Nord: Deutsch Jahrndorf : Andau - 3:2 (2:1)

  • 89
    Frantisek Nagy 3:2
  • 65
    Norbert Füleki 2:2
  • 42
    Patrik Majcher 2:1
  • 28
    Balint Visy 1:1
  • 9
    Frantisek Nagy 1:0