Spielberichte

"Im tiefen Block sehr gut verteidigt": Gattendorf dreht das 0:1 noch vor der Pause

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SC Gattendorf
USC Wallern

In der II. Liga Nord hat SC Gattendorf am Samstag ein 2:1 gegen USC Wallern über die Zeit gebracht und damit nach frühem Rückstand noch einen Heimsieg eingefahren. Trainer Jan Reiter sah den Ausschlag vor allem nach der Pause: Entscheidend sei "die Defensive in der zweiten Halbzeit" gewesen. Weil Gattendorf die stärkere Phase der Gäste nach dem Seitenwechsel überstand, blieb die Wende aus Halbzeit eins bestehen.


Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Rückstand gedreht vor der Pause

Gattendorf musste zunächst einmal in die Partie finden. Reiter sprach das nach dem Schlusspfiff offen an und sagte: "In den ersten Minuten war Wallern besser." Genau das zeigte sich auch im Spielstand, denn in der 16. Minute brachte Lukas Cambal die Gäste mit 1:0 in Führung. Der SC brauchte also eine Reaktion, und die kam noch vor der Pause. Laut Reiter fand seine Mannschaft danach deutlich besser hinein: "Dann haben wir besser ins Spiel gefunden und verdient die beiden Tore gemacht." In der 33. Minute stellte Erik Micovcak auf 1:1, nur drei Minuten später legte Simon Kammlander das 2:1 nach. Vor allem dieses zweite Tor blieb dem Trainer besonders im Kopf. "Der Weitschuss war natürlich super. Er war zwar abgefälscht, aber wir sind trotzdem sehr froh, dass unser Spieler Simon Kammlander dieses Tor geschossen hat", sagte Reiter, der die Wende damit klar als Folge einer verbesserten Phase seiner Mannschaft einordnete.

Tiefer Block hält dem Druck stand

Nach dem Seitenwechsel kippte das Übergewicht wieder eher in Richtung Wallern. Reiter machte auch daraus kein Geheimnis: "Zweite Halbzeit war Wallern besser." Damit war der knappe Vorsprung für Gattendorf alles andere als bequem, denn die Gäste kamen laut ihrem Gegenüber noch zu mehreren guten Möglichkeiten. Gerade deshalb maß der Gattendorfer Trainer der Arbeit gegen den Ball so viel Bedeutung bei. "Besonders gut funktioniert hat das Verteidigen im Kollektiv, vor allem im tiefen Block", erklärte er. Für Reiter lag genau darin der entscheidende Unterschied an diesem Nachmittag. Seine Mannschaft zog sich nicht nur zurück, sondern verteidigte den Vorsprung gemeinsam und konsequent. Gleichzeitig sah er aber auch, dass das Spiel früher hätte entschieden werden können. "Wir hätten im Konter das 3:1 machen können", sagte er. Weil dieses dritte Tor fehlte, blieb die Partie eng, obwohl Gattendorf aus Sicht des Trainers durchaus die Chance hatte, den Sack vorzeitig zuzumachen.

Respekt für Wallern, klare Aufgabe für die nächste Woche

Reiter ordnete den Heimsieg deshalb nicht als ein Spiel ein, in dem nur eine Mannschaft vorkam. Im Gegenteil: Er bescheinigte Wallern Qualität am Ball und sprach mit Respekt über den Gegner. "Spielerisch ein guter Gegner. Ich kenne den Trainer natürlich sehr gut. Sie wollen Fußball spielen, schlagen wenig hohe Bälle, und das haben sie schon auch gut gemacht", sagte der Gattendorf-Coach. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft in den richtigen Momenten zupackte. "Wir hatten das Momentum in den richtigen Spielphasen auf unserer Seite", meinte Reiter. Das passte für ihn auch zur eigenen Chancenverwertung in Halbzeit eins und zur Defensivarbeit nach der Pause. Diskussionsstoff abseits des Sports sah er nicht, weil es laut seiner Einschätzung "keine krassen Fehlentscheidungen" gab. Ganz zufrieden wollte er den Auftritt aber dennoch nicht so stehen lassen. "Was wir verbessern müssen, ist die Chancenauswertung beziehungsweise die Art und Weise, wie wir Chancen fertig spielen", erklärte Reiter. Genau daran will er nun in der kommenden Woche arbeiten, ehe für Gattendorf das nächste Spiel gegen Siegendorf ansteht.

II. Liga Nord: Gattendorf : Wallern - 2:1 (2:1)

  • 36
    Simon Kammlander 2:1
  • 33
    Erik Micovcak 1:1
  • 16
    Lukas Cambal 0:1