In der II. Liga Nord hat sich Mönchhof am Samstag dem SV Wimpassing mit 0:2 geschlagen geben müssen. Auf schwerem Untergrund und bei herbstlichem Wetter entwickelte sich keine Partie für feine Kombinationen, sondern ein Spiel mit vielen Zweikämpfen, zweiten Bällen und langen Wegen. Genau darin sah Trainer Peter Kaltenegger den Schlüssel, weil seine Mannschaft die Bedingungen früh angenommen und daraus einen abgeklärten Auswärtssieg gemacht habe.

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Peter Kaltenegger beschrieb den Nachmittag als zähe Partie, in der sich viel zwischen den Strafräumen abgespielt hat. „Es war viel Mittelfeldgeplänkel wegen des schweren Untergrunds und des herbstlichen Wetters“, sagte der Trainer. Beide Mannschaften seien deshalb oft sehr geradlinig geblieben, das Rausspielen habe kaum über mehrere Stationen funktioniert und viele Angriffe seien schon 20 oder 30 Meter vor dem Strafraum wieder versiegt. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft das früh erkannt hat. „Nach zehn Minuten hat die Mannschaft akzeptiert, dass es heute nicht über viele Kombinationen oder über die gewünschte Taktik läuft“, erklärte Kaltenegger. Stattdessen sei es darum gegangen, Zweikämpfe anzunehmen, auf zweite Bälle zu gehen und die unangenehmen Bedingungen nicht zu bekämpfen, sondern für sich zu nutzen. „Unsere Mannschaft hat den Kampf schnell angenommen“, brachte es der Wimpassing-Coach auf den Punkt.
In einer ersten Halbzeit ohne viele klare Abschlüsse war es dann eine Einzelaktion, die den Unterschied gemacht hat. Elyes Balti zog nach Kalteneggers Schilderung von der Seite nach innen und traf in der 27. Minute aus rund 20 Metern sehenswert zum 0:1. „Das war ein wunderbarer, scharfer Schuss in die rechte obere Ecke“, sagte der Trainer über die Führung, mit der seine Mannschaft auch in die Pause ging. Viel mehr habe sich bis dahin vor beiden Toren nicht getan. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild laut Kaltenegger ähnlich, auch wenn es auf beiden Seiten je eine ganz große Möglichkeit gab. Bei Wimpassing lief Visar Ziberi allein auf das Tor zu, scheiterte aber am Mönchhofer Schlussmann. Auf der anderen Seite musste auch Wimpassings Tormann in einer Eins-gegen-eins-Situation retten. Lange blieb es deshalb eng, ehe Besnik Murseli in der Nachspielzeit mit dem 0:2 alles entschied. Kaltenegger schilderte die Szene so, dass seine Mannschaft an der Cornerfahne Zeit von der Uhr nehmen wollte, dann aber doch noch querlegte und aus spitzem Winkel traf.
Dass Wimpassing am Ende ohne Gegentor blieb, führte der Trainer vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Wir sind gut gestanden, haben eine gute Mannorientierung gehabt und die notwendigen Meter gemacht, um immer wieder nach hinten zu schließen“, sagte Kaltenegger. Seine Mannschaft habe die Räume eng gehalten und im Zweifel auch bewusst die einfache Lösung gewählt. „Wir mussten den Mut haben, den Ball auch einmal wegzujagen und nicht von hinten rauszuspielen, wenn die Situation das gar nicht zulässt“, meinte er. Gerade darin habe seine Elf diesmal überzeugt. „Wir mussten den Mut haben, auch einmal schmutzig und dreckig den Sieg einzufahren.“ Zugleich sprach Kaltenegger auch dem Gegner Respekt aus. Mönchhof habe „sehr aufopfernd“ gespielt, viel investiert und immer wieder versucht, über die Seiten nach vorne zu kommen. Auch mit dem Schiedsrichterteam zeigte sich der Wimpassing-Coach zufrieden: „Das Schiedsrichterteam hat das gut gemacht.“ Für Wimpassing ist dieses 2:0 ein Auswärtssieg, der nicht über Glanz, sondern über Konsequenz, Disziplin und Anpassung an die Bedingungen zustande gekommen ist.