In der II. Liga Nord hat sich FC Winden am Sonntag dem ASV Siegendorf 1930 mit 1:2 geschlagen geben müssen. Nach einer torlosen ersten Hälfte trafen Jakov Josic und Marco Vargek für die Gäste, ehe Marco Mravec in der Nachspielzeit nur noch verkürzte. Trainer Dominik Wydra führte den Auswärtssieg vor allem auf die wiedergewonnene defensive Stabilität und die kompakte Spielanlage seiner Mannschaft zurück.

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Aus Sicht von Dominik Wydra begann der Sieg vor allem bei der Arbeit gegen den Ball. Der Trainer sprach nach dem Spiel davon, dass genau dieser Bereich in den vergangenen Wochen nicht immer so gut funktioniert habe. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft diesmal wieder deutlich stabiler wirkte. "Wir waren als Mannschaft vor allem defensiv wieder stabil, das hat sehr gut ausgeschaut", sagte Wydra. Noch deutlicher wurde er mit Blick auf die Chancen des Gegners: "Der Gegner hatte, glaube ich, in der 70., 75. Minute den ersten Torschuss." Dass es zur Pause trotzdem noch 0:0 stand, änderte an seiner Einschätzung wenig. Wydra sah Siegendorf schon in dieser Phase als das Team, das strukturierter auftrat und Winden mit einer kompakten Ausrichtung das Leben schwer machte.
Nach dem Seitenwechsel schlug sich diese Einschätzung dann auch im Ergebnis nieder. In der 64. Minute brachte Jakov Josic die Gäste mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später legte Marco Vargek das 2:0 nach. Für Wydra war genau diese Phase die entscheidende. "Nach dem 1:0 und 2:0 war das auf jeden Fall erstens eine Dosenöffnung und zweitens ein klares Signal, in welche Richtung das Spiel kippen kann", erklärte er. Dass Siegendorf in der Offensive nicht dauernd zu Abschlüssen kam, störte ihn in dieser Partie weniger. "Wir haben uns offensiv nicht so viele Chancen herausspielen können, aber trotzdem genug gehabt, um das Tor zu machen", meinte der Trainer. Gerade deshalb bewertete er die Führung als verdient, weil seine Mannschaft für ihn über weite Strecken die klarere Ordnung im Spiel hatte.
Ganz ohne Makel blieb der Nachmittag aus Sicht der Gäste nicht, weil Winden in der 92. Minute durch Marco Mravec noch auf 1:2 verkürzte. Wydra ordnete diese Szene aber als späten Fehler der eigenen Mannschaft ein und nicht als Bruch einer insgesamt stabilen Leistung. "Das 2:1 in der 92. Minute war dann eigentlich nur ein Fehler von uns", sagte er. Gleichzeitig machte der Trainer auch deutlich, wo er trotz des Auswärtssieges noch Verbesserungspotenzial sieht. "In der Offensive müssen wir wieder besser in unsere Abläufe reinkommen", betonte Wydra und verwies darauf, dass zuletzt einige Spieler angeschlagen gewesen seien und deshalb Rotationen in Startelf, Formation und taktischer Ausrichtung nötig waren. Der 2:1-Erfolg in Winden gibt Siegendorf dennoch Rückenwind, weil die Mannschaft nach elf Runden mit 23 Punkten in der Spitzengruppe der Liga bleibt und diesmal vor allem mit jener Kompaktheit überzeugte, die ihr Trainer eingefordert hatte.