Spielberichte

„Wir haben zu wenig getroffen“: Dietmar Graf fordert mehr Effizienz beim SV Olbendorf

Olbendorf

In der II. Liga Süd zieht Dietmar Graf, Sektionsleiter des SV Olbendorf, eine ehrliche Zwischenbilanz nach der abgelaufenen Herbstsaison. Mit 19 Punkten rangiert der Verein im Tabellenmittelfeld, doch der Rückblick fällt differenziert aus: Zufriedenheit über die erkämpften Zähler und ein intaktes Mannschaftsgefüge trifft auf klare Selbstkritik in der Offensive. Graf spricht offen über die Notwendigkeit, im Frühjahr effizienter zu agieren, und gibt Einblicke in Transfers, Trainingslager und die Stimmung im Verein vor dem schwierigen Auftakt beim Herbstmeister Stegersbach.


Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Konstante Leistungen, aber zu wenig Treffer

„Punktemäßig sind wir zufrieden“, sagt Dietmar Graf, „doch offensiv war es zu wenig – wir haben am drittwenigsten Tore geschossen.“ Diese nüchterne Bilanz zeigt, wo der Fokus im Frühjahr liegt. In den letzten fünf Spielen vor der Winterpause siegte Olbendorf nur einmal – gegen Rechnitz –, verlor gegen Markt Allhau, Kukmirn und Unterschützen; zudem gab es ein Remis gegen Schlaining.

Der Blick auf die Tabelle: Platz neun ist solide, aber nur sechs Punkte trennen das Team von den Abstiegsrängen. „Bei der Drei-Punkte-Regelung kann das schnell gehen“, warnt Graf, dem bewusst ist, wie eng die II. Liga Süd zusammengerückt ist.

Zielgerichtete Verstärkung im Angriff

Ein deutliches Zeichen setzte der Verein mit der Verpflichtung eines neuen Stürmers, der die Offensivabteilung beleben soll. „Wir haben nicht auf Druck gesucht, aber wenn sich etwas ergibt, handeln wir. Jetzt haben wir einen Stürmer verpflichtet – wir hoffen, dass er die entscheidenden Tore macht“, erklärt Graf.

Diese Verstärkung soll der Mannschaft mehr Durchschlagskraft verleihen, denn laut dem Sektionsleiter fehlte es im Herbst weniger an Chancen als an der Konsequenz im Abschluss. Die Defensive präsentierte sich stabil, das Teamgefüge intakt – eine gute Basis für die kommenden Aufgaben.

Teamgeist und professionelles Umfeld als Erfolgsfaktoren

Besonders hebt Graf den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hervor: „Das Betreuerteam funktioniert sehr gut, jeder hilft jedem – das ist schön zu sehen.“ Ein Beispiel für diesen Teamgeist ist Marc Mazetti, der in der fußballfreien Zeit Eigeninitiative zeigte und die Kollegen beim Training motivierte. „Er hat die Mannschaft in der Freizeit zusammengehalten, sie sind gemeinsam trainieren gegangen – das war für das Klima enorm wichtig“, berichtet Graf anerkennend.

Hinzu kommt ein durchdachtes Trainingslager in Medulin, das von Torhüter Admir Halilovic eigenständig organisiert wurde. „Er hat das mit vollem Einsatz geplant und alle Details abgestimmt“, lobt Graf den Einsatz des Keepers. Damit zeigt sich auch außerhalb des Platzes, dass in Olbendorf auf Engagement und Eigenverantwortung gesetzt wird.

Blick auf das Frühjahr und die große Herausforderung Stegersbach

Personell präsentiert sich der Kader laut Graf stabil und punktuell verstärkt, einzig das Wetter erschwert aktuell die Vorbereitung auf den Rasenplätzen. Während das Team in der Winterpause an der Fitness feilt, richtet sich der Blick bereits auf das erste Frühjahrsspiel – ausgerechnet beim Tabellenführer Stegersbach. „Das wird eine große Herausforderung“, meint Graf mit Blick auf den überlegenen Herbstmeister, der ihn schon in der Hinrunde beeindruckt hat: „Stegersbach hat eine gute Spielweise, ist taktisch stark und strahlt enorme Offensivqualität aus.“

Trotz des schweren Auftakts herrscht im Lager der Olbendorfer Zuversicht. Eine solide Abwehr, ein gestärkter Angriff und die gewachsene Geschlossenheit sollen dem Verein helfen, die 19 Punkte auszubauen und sich frühzeitig aus der Gefahrenzone zu befreien. Graf fasst zusammen: „Wenn wir offensiv zulegen und das Team weiter so zusammenhält, bin ich überzeugt, dass wir eine gute Rückrunde spielen werden.“