Zum Auftakt in der II. Liga Süd trennten sich SV Marsch Neuberg und SK Unterschützen mit 0:0. Trainer Andreas Konrad sprach nach dem ersten Saisonspiel von einem gerechten Remis, obwohl seine Mannschaft nach der Pause die klareren Möglichkeiten hatte. Neuberg blieb trotz vieler Ausfälle stabil, ließ hinten nichts zu, verpasste vorne aber die große Chance auf einen Heimsieg.

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Andreas Konrad ordnete die Partie als typisches erstes Saisonspiel ein, in dem noch nicht alles rund läuft und vieles erst seinen Rhythmus finden muss. „Grundsätzlich ist das erste Spiel immer schwierig einzuschätzen“, sagte der Trainer. Genau so entwickelte sich auch die Begegnung. In der ersten Halbzeit sah Konrad den SK Unterschützen mit den besseren Möglichkeiten, ohne dass daraus ein Treffer wurde. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, und auch der Trainer sprach von einem insgesamt ausgeglichenen Spiel. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann aus seiner Sicht deutlich. Neuberg kam besser hinein und hatte laut Konrad „drei bis vier ganz klare hundertprozentige Chancen“, die aber ungenutzt blieben. Gerade deshalb blieb am Ende das Gefühl, dass für die Gastgeber mehr drin gewesen wäre, auch wenn der Coach das Unentschieden insgesamt nicht in Frage stellte.
Dass am Ende zumindest die Null stand, war für den Neuberger Trainer ein wichtiger Punkt, zumal er die personelle Situation ausdrücklich ansprach. „Gut war schon aufgrund der vielen Ausfälle, dass wir defensiv trotzdem sehr stabil waren und am Ende die Null steht“, hielt Konrad fest. Sein Team brachte trotz schwieriger Voraussetzungen genug Ordnung auf den Platz, um gegen einen Gegner, den er als kompakt und gefährlich beschreibt, kein Gegentor zu kassieren. Was gefehlt hat, sagte Konrad aber genauso klar: „Gefehlt hat eventuell die Torchancenverwertung. Da waren wir natürlich nicht unbedingt sehr gut.“ Dazu kam für ihn noch ein anderer Punkt, der zum Start in die neue Spielzeit sichtbar wurde: „Im läuferischen Bereich ist noch sehr viel Luft nach oben.“
Auch den Gegner schätzte Konrad nach dem Schlusspfiff sachlich ein und lieferte damit eine Erklärung, warum die Partie lange offen blieb. „Den Gegner haben wir schon im Vorhinein beobachtet. Das ist eine sehr kompakte Mannschaft mit vielen jungen Spielern und immer wieder sehr gefährlich“, sagte er über den SK Unterschützen. Diese Einschätzung passt zum Spielverlauf, den er beschrieben hat: In der ersten Hälfte hatten die Gäste ihre Phasen, nach der Pause war Neuberg am Drücker, aber den entscheidenden Treffer brachte keine der beiden Mannschaften zustande. Konrad brachte es mit einem einfachen Satz auf den Punkt: „Wer das 1:0 geschossen hätte, wäre wahrscheinlich als Sieger vom Platz gegangen.“ So bleibt für den SV Marsch Neuberg zum Start ein 0:0, das einerseits wegen der vergebenen Möglichkeiten schmerzt, andererseits wegen der stabilen Defensivleistung und der Ausfälle auch eine brauchbare Basis für die nächsten Aufgaben sein kann.