Spielberichte

„Effizienz ist gefragt“ – Joachim Parapatits erklärt, warum Rechnitz beim 1:1 mit einem Punkt leben muss

UFC Jennersdorf
SV Rechnitz

Zum Auftakt der II. Liga Süd hat sich UFC Lumitech Jennersdorf mit SV KB-Performance Rechnitz 1:1 getrennt. Für die Gäste war es laut Trainer Joachim Parapatits ein Spiel mit zwei klar unterschiedlichen Halbzeiten. Rechnitz hatte aus seiner Sicht zwar über die gesamte Partie viel Kontrolle, ließ vor der Pause aber die Effizienz vermissen und musste sich nach dem späten Ausgleich von Florian Kurtz letztlich mit einem gerechten Punktgewinn zufriedengeben.


Schiedsrichter blickt auf die Uhr

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vor der Pause fehlte Rechnitz der Ertrag

Rechnitz fand nach Einschätzung seines Trainers grundsätzlich ordentlich in die Partie, bekam den eigenen Aufwand vor der Pause aber nicht auf die Anzeigetafel. „Die Spielkontrolle hatten wir eigentlich übers ganze Spiel“, sagte Joachim Parapatits, schob aber sofort nach, dass Jennersdorf im Umschalten brandgefährlich war und sehr konsequent verteidigte. Gerade in der ersten Hälfte, so der Trainer, habe der Gastgeber seinem Team „die Schneid abgekauft“ und sehr aggressiv gespielt, ohne dabei unfair zu werden. Dazu kam, dass Rechnitz seine erste große Möglichkeit nicht nutzte. Parapatits sprach von einer Kopfballverlängerung mit anschließendem Kopfball schon in der Anfangsphase und meinte klar: „Wenn wir da in Führung gehen, geht das Spiel in eine ganz andere Richtung.“ Stattdessen nutzte Jennersdorf seine erste echte Chance. In der 40. Minute köpfelte Florian Herzenjak zum 1:0 ein, und mit diesem Rückstand ging SV KB-Performance Rechnitz auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel drückte Rechnitz auf den Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann deutlich. Parapatits sah seine Mannschaft nun klar im Vorteil und formulierte es entsprechend deutlich: „In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner komplett in die eigene Hälfte geschnürt.“ Dazu kam, dass Rechnitz in dieser Phase noch mehr Druck aufbauen konnte. Der Haken aus Sicht der Gäste blieb aber derselbe wie schon davor: Die Chancenverwertung passte nicht. Jennersdorf blieb trotz der langen Druckphase im Konter gefährlich, genau das hatte Parapatits schon als große Stärke des Gegners beschrieben. Rechnitz blieb trotzdem am Drücker und gab die Partie nicht auf. Erst in der 86. Minute fiel der späte Ausgleich, als Florian Kurtz zum 1:1 traf. Und selbst danach war noch nicht Schluss, denn laut Parapatits hatten beide Mannschaften anschließend noch eine Topchance auf den Sieg.

Ein gerechtes X, aber auch ein klarer Auftrag

Darum fiel das Fazit des Rechnitz-Trainers am Ende zweigeteilt aus. Einerseits ärgerte ihn, dass genau jener Punkt schlagend wurde, den er schon vor dem Spiel angesprochen hatte. „Die Effizienz ist gefragt, und das zählt im Fußball. Wer die Tore nicht macht, bekommt sie, sagte Parapatits und meinte damit genau jene Szenen, die seine Mannschaft vor allem vor der Pause liegen ließ. Andererseits hob er auch hervor, wie seine Mannschaft nach dem Rückstand reagierte. „Ich muss der Mannschaft hoch anrechnen, dass sie nie aufgegeben hat, dass sie unbedingt den Ausgleich wollte und auch nach dem Ausgleich noch auf den Sieg gespielt hat.“ Auch zum gesamten Rahmen fand er einen klaren Ton. Es sei ein sehr intensives Spiel gewesen, mit viel Aggressivität auf beiden Seiten, „aber nicht unfair“. So blieb unterm Strich ein Punkt, mit dem SV KB-Performance Rechnitz zum Start in die neue Saison leben muss. Parapatits brachte es am Ende knapp und passend auf den Punkt: „Im Endeffekt kann man sagen, dass es ein gerechtes X war.“

II. Liga Süd: Jennersdorf : Rechnitz - 1:1 (1:0)

  • 86
    Florian Kurtz 1:1
  • 40
    Florian Herzenjak 1:0