Spielberichte

„Wir sind zweimal durch Unachtsamkeit in Rückstand gegangen“ – Schlaining lässt den Sieg liegen

ASK Schlaining
SV Kukmirn

In der II. Liga Süd hat sich ASKÖ Schlaining am Samstag mit einem 2:2 gegen SV Redlove Kukmirn begnügen müssen. Trainer Roman Schaffer wollte das Remis nach dem Schlusspfiff nicht als gerechtes Ergebnis stehen lassen. Seine Mannschaft glich zwar zweimal einen Rückstand aus, steigerte sich laut Schaffer mit Fortdauer der Partie deutlich und war vor allem in der Schlussphase dem dritten Treffer näher als die Gäste.


Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

Foto von RF._.studio _ bei Pexels

Vorsichtiger Beginn, dann der erste Rückschlag

Schaffer ordnete die Anfangsphase bewusst zurückhaltend ein. Nach den letzten Ergebnissen sei seine Mannschaft zunächst vor allem darauf bedacht gewesen, wachsam zu sein und keine weitere Niederlage zu kassieren. Deshalb entwickelte sich nach seiner Einschätzung zuerst ein Spiel, das eher vom Abtasten lebte als von offenem Schlagabtausch. Trotzdem geriet Schlaining in der 16. Minute in Rückstand, als Elias Fabsits für Kukmirn das 0:1 erzielte. Gerade diese Szene passte dem Trainer überhaupt nicht, weil er den Gegentreffer für vermeidbar hielt. „Wir sind zweimal durch Unachtsamkeit oder Unroutiniertheit in Rückstand gegangen. Das hätten wir vermeiden können“, sagte Schaffer. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft noch vor der Pause antwortete. Adam Imre Kiss sorgte in der 45. Minute für das 1:1, und genau darin sah der Trainer schon ein Zeichen, dass sich Schlaining trotz Eigenfehlern immer mehr steigern konnte.

Wieder hinterhergelaufen, dann in der Schlussphase klar am Drücker

Der Ausgleich kurz vor der Pause gab den Gastgebern zwar etwas mit, den nächsten Rückschlag mussten sie aber gleich nach Wiederbeginn schlucken. In der 48. Minute brachte Mihael Rebernik Kukmirn neuerlich in Führung, und wieder war Schlaining gefordert. Schaffer hob danach aber genau diese Reaktion hervor. „Kompliment an die Mannschaft: Nach jedem Rückstand haben wir immer wieder zum Ausgleich ausgeholt“, sagte er. Für ihn war das keine leere Floskel, sondern die treffende Beschreibung eines zweiten Durchgangs, in dem seine Mannschaft mit Fortdauer immer mehr Zugriff bekam. Besonders deutlich wurde das in der letzten Phase der Partie. „Zwanzig Minuten vor Schluss waren wir einfach dominant vor dem Kukmirner Tor“, meinte Schaffer. Kukmirn habe in dieser Zeit vieles wegverteidigt, Schüsse abgefälscht und den Punkt mit großem Einsatz festgehalten. Ganz stoppen ließ sich Schlaining aber nicht mehr: In der 78. Minute traf Zoltan Daniel Nagy zum 2:2. Weil die Gastgeber danach weiter am Drücker blieben, fiel Schaffers Einordnung klar aus: „Der Sieg wäre verdient gewesen.“

Tugenden wieder da, an den Gegentoren muss Schlaining weiter arbeiten

Auch über den reinen Spielverlauf hinaus nahm der Schlaining-Trainer einiges aus dem Abend mit. Positiv bewertete er vor allem, dass seine Mannschaft wieder mehr von jenen einfachen, aber wichtigen Dingen gezeigt habe, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. „Sehr gut hat funktioniert, dass wir durch Kampf, Konzentration und Einstellung wieder unsere Tugenden abrufen konnten“, erklärte Schaffer. Dazu komme, dass der Kader wieder breiter geworden sei, was in den nächsten Wochen helfen könne. Gleichzeitig machte er aber ebenso deutlich, wo noch Arbeit wartet. „Wir müssen gewisse Abläufe bei den Gegentoren verbessern“, sagte er offen. Als zusätzlichen Punkt sprach Schaffer auch strittige Situationen an, die seine Mannschaft aus seiner Sicht nicht auf ihrer Seite hatte und die man im Lager der Gastgeber nicht immer verstehen konnte. Entscheidend war für ihn am Ende trotzdem etwas anderes: dass seine Mannschaft sich nach zwei Rückständen nicht hängen ließ und dass wieder viel Unterstützung da war. Dafür bedankte er sich ausdrücklich bei den Zuschauern und verband das gleich mit dem Blick nach vorne. Nächste Woche, so die Hoffnung in Schlaining, soll aus einer ordentlichen Leistung dann auch endlich mehr Zählbares werden.

II. Liga Süd: Schlaining : Kukmirn - 2:2 (1:1)

  • 78
    Zoltan Daniel Nagy 2:2
  • 48
    Mihael Rebernik 1:2
  • 45
    Adam Imre Kiss 1:1
  • 16
    Elias Fabsits 0:1