In der II. Liga Süd hat der UFC Markt Allhau gegen ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf eine bittere 2:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Nach dem 1:1 zur Pause stand die Partie in der zweiten Hälfte rasch 2:2, ehe ein vergebener Elfmeter und das Gegentor in der Nachspielzeit den Ausschlag gaben. Für Ewald Musser war deshalb klar: "Der verschossene Elfmeter war natürlich entscheidend für den Spielverlauf."

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Ewald Musser sprach nach dem 2:3 von einem offenen Duell zweier starker Mannschaften. "Es war ein Spiel zwischen zwei guten Mannschaften. Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen", sagte der Markt-Allhauer Funktionär. Zunächst legten aber die Gäste vor. Paulo Heimo Jani traf in der 39. Minute zum 0:1, und Musser fand für diesen Treffer ein deutliches Bild: Es sei ein "Tausend-Gulden-Schuss aus gut dreißig Metern" gewesen. Markt Allhau ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen und antwortete noch vor dem Seitenwechsel. Cristian Bauer Cardoso stellte in der 45. Minute auf 1:1, womit auch das Ergebnis zur Pause genau zu dem passte, was Musser über die erste Hälfte sagte.
Auch nach dem Wiederbeginn blieb die Partie zunächst eng, bekam aus Sicht der Gastgeber aber langsam eine andere Richtung. Großpetersdorf ging in der 56. Minute erneut in Führung, wieder war Paulo Heimo Jani zur Stelle und stellte auf 1:2. Die Antwort von Markt Allhau kam allerdings prompt. Stefan Binder glich nur zwei Minuten später zum 2:2 aus und brachte die Heimelf sofort wieder zurück. Für Musser war das die Phase, in der seine Mannschaft immer stärker wurde. "In der zweiten Halbzeit war es ähnlich, aber dann hat immer mehr Allhau die Oberhand bekommen", sagte er. Gerade nach dem neuerlichen Ausgleich sah er sein Team am Drücker und mit den besseren Möglichkeiten, das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen.
Der Moment, der Musser nach dem Schlusspfiff am stärksten beschäftigte, folgte in der 65. Minute. Beim Stand von 2:2 bekam Markt Allhau die große Chance, aus einem Elfmeter in Führung zu gehen, ließ diese Möglichkeit aber ungenützt. "Beim Stand von 2:2 haben wir eine Riesenchance gehabt, aus einem Elfmeter in Führung zu gehen. Haben wir leider nicht gemacht", sagte Musser. Für ihn war das nicht nur eine verpasste Gelegenheit, sondern der entscheidende Punkt des Abends. "Die Chancenverwertung war es. In der zweiten Halbzeit haben wir leider Riesenchancen vergeben, unter anderem den Elfmeter." Gleichzeitig sprach er dem Gegner Respekt aus. Großpetersdorf sei defensiv gut eingestellt gewesen und habe mit dem zweifachen Torschützen Paulo Heimo Jani einen "überragenden Spieler am Platz" gehabt.
Dass am Ende sogar überhaupt nichts Zählbares blieb, machte die Niederlage aus Sicht der Gastgeber besonders unangenehm. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Balint Gaal zum 2:3 für Großpetersdorf und entschied damit ein Spiel, das über weite Strecken völlig offen war. "Großpetersdorf war im Endeffekt die glücklichere Mannschaft, weil sie mit der letzten Aktion das Siegestor gemacht haben", meinte Musser. Gesprächsbedarf hatte er zwar auch bei einzelnen Entscheidungen des Schiedsrichters, insgesamt wollte er den Blick aber nicht davon ablenken, dass Markt Allhau genug Möglichkeiten auf einen besseren Ausgang hatte. "Im Großen und Ganzen war ich mit der Leistung zufrieden. Das Einzige, was mir nicht gefallen hat, ist das Ergebnis." Für Markt Allhau bleibt damit trotz einer ordentlichen Vorstellung eine unnötige Heimniederlage, während Großpetersdorf als Vierter bis auf einen Punkt an den zweitplatzierten Markt Allhau heranrückt.