Spielberichte

„Wir haben das Zepter in die Hand genommen“ – Stegersbach macht aus dem 2:0 zur Pause noch ein 7:0

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UFC Jennersdorf
SV Stegersbach

In der II. Liga Süd hat UFC Lumitech Jennersdorf am Freitagabend gegen SV Stegersbach eine deutliche 0:7-Heimniederlage hinnehmen müssen. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten übernahmen die Gäste laut Sportlichem Leiter Stefan Berzkovics klar das Kommando, führten zur Pause 2:0 und legten nach dem Seitenwechsel noch fünf Tore nach. „Wir haben den Ball laufen lassen und damit auch den Gegner“, sagte Berzkovics nach einem Auftritt, den er als „Top-Auftritt“ bezeichnete.


Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ausgeglichen begonnen, dann früh auf Kurs gekommen

Berzkovics machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass die Partie aus seiner Sicht nicht von Beginn an komplett in eine Richtung lief. „In den ersten Minuten hat es uns Jennersdorf nicht leicht gemacht. Es war eine recht ausgeglichene Partie“, sagte der Sportliche Leiter. Genau diese Anfangsphase stellte er aber auch deshalb heraus, weil Stegersbach danach immer mehr Zugriff bekam und das Spiel an sich zog. „Dann haben wir das Zepter in unsere Hand genommen und das Spiel spielerisch absolut dominiert.“ Auf die erste klare Belohnung mussten die Gäste nicht lange warten. In der 11. Minute brachte Tobias Strobl Stegersbach mit 1:0 in Führung, in der 20. Minute legte Thomas Herrklotz das 2:0 nach. Damit war schon vor der Pause ein deutliches Zeichen gesetzt, auch wenn das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht zu Ende erzählt war.

Nach dem Seitenwechsel wird es noch klarer

Dass Berzkovics auf die Frage nach dem wichtigsten Moment nur mit „Es gab keinen wichtigen Moment“ antwortete, passt gut zu diesem Abend. Aus seiner Sicht war es eben nicht die eine Szene, sondern die ganze Leistung, die dieses 7:0 möglich machte. Nach dem 2:0 zur Pause blieb Stegersbach am Drücker und erhöhte früh weiter. In der 51. Minute traf Thomas Herrklotz zum zweiten Mal und stellte auf 3:0. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Zoltán Kovács machte in der 61. Minute das 4:0, Sandro Csencsits erhöhte in der 71. Minute auf 5:0, Philipp Schandl legte nur drei Minuten später das 6:0 nach und in der 88. Minute setzte Lukas Faulend mit dem 7:0 den Schlusspunkt. „Die Tore waren schön herausgespielt. Wir waren wirklich auf den Endzweck aus, nämlich Tore zu schießen, und haben mit unserer Effizienz sieben Tore gemacht“, sagte Berzkovics. Für ihn war es deshalb nicht nur ein klarer, sondern auch ein „höchstverdienter Sieg“.

Ball laufen lassen, Zwischenräume finden, von der Bank nachlegen

In der Analyse wurde Berzkovics dann noch konkreter und sprach darüber, warum seine Mannschaft an diesem Abend so deutlich überlegen war. „Besonders gut haben wir den Ball laufen lassen und somit auch den Gegner laufen lassen“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Stegersbach immer wieder in gute Zonen kam. „Wir sind gut in die Zwischenräume gekommen. Auch in die Tiefe sind wir sehr gut gekommen.“ Gerade diese Mischung erklärte für ihn, warum die Gäste das Spiel nicht nur kontrollierten, sondern im Verlauf auch immer deutlicher machten. Ein weiterer Punkt war für den Sportlichen Leiter die Breite im Kader. „Es ist immer schön zu sehen, wenn wir Einwechslungen tätigen, die uns noch einmal einen Schwung verpassen im Spiel.“ Das sei möglich, weil Stegersbach „einen sehr starken Kader“ habe und dadurch auch von der Bank reagieren könne. Berzkovics verband sein Lob ausdrücklich mit einem Kompliment an die gesamte Mannschaft und auch an das Trainerteam.

Deutlicher Sieg, aber der Blick geht schon weiter

So groß die Zufriedenheit über den Abend in Jennersdorf auch war, Berzkovics ordnete den Auftritt gleich wieder ein und richtete den Blick nach vorne. „Nichtsdestotrotz, 7:0 muss man einmal gewinnen. Aber es sind trotzdem drei Punkte“, sagte er. Gerade dieser Satz zeigt gut, wie der Sieg in Stegersbach intern gesehen wird: als starke Leistung, aber nicht als Anlass, die Bodenhaftung zu verlieren. Berzkovics betonte mehrfach, dass im gesamten Verein derzeit „eine sehr positive und gute Stimmung“ herrsche. „Wir ziehen alle am gleichen Strang. Wir gehen gemeinsam in die richtige Richtung. Das spürt man abseits des Platzes und auch auf dem Platz.“ Mit dem klaren Auswärtssieg untermauerte Stegersbach in Runde sechs seine Tabellenführung in der II. Liga Süd, viel Zeit zum Zurücklehnen will man sich aber nicht nehmen. „Der volle Fokus gilt jetzt dem nächsten Heimspiel am Freitag gegen Rotenturm, wo wir ebenso wieder drei Punkte einfahren wollen.“

II. Liga Süd: Jennersdorf : Stegersbach - 0:7 (0:2)

  • 88
    Lukas Faulend 0:7
  • 74
    Philipp Schandl 0:6
  • 71
    Sandro Csencsits 0:5
  • 61
    Zoltán Kovács 0:4
  • 51
    Thomas Herrklotz 0:3
  • 20
    Thomas Herrklotz 0:2
  • 11
    Tobias Strobl 0:1