In der II. Liga Süd hat SV KB-Performance Rechnitz am Freitagabend gegen SV Olbendorf ein 2:2 aus der Hand gegeben. Nach früher Führung und einer weiteren starken Phase sprach Trainer Joachim Parapatits von einer „super Leistung“, aber auch von einem Spiel, das seine Mannschaft früher hätte entscheiden müssen. Vor allem die ausgelassenen Möglichkeiten auf das 3:1 blieben bei ihm hängen, ehe der späte Ausgleich alles wieder offenließ.

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Für Rechnitz begann der Abend genau so, wie es sich ein Trainer wünscht. Schon in der 2. Minute brachte Jan Langer die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Parapatits hatte lange Zeit das Gefühl, dass seine Mannschaft das Spiel in die richtige Richtung drückt. „Es war ein fulminanter Start von uns, wo wir 1:0 in Führung gehen und die Chance auf das 2:0 oder 3:0 haben“, sagte der Coach nach dem Schlusspfiff. Gerade die erste halbe Stunde gefiel ihm. Rechnitz war gut im Spiel, hatte immer wieder Möglichkeiten und machte zunächst den entschlosseneren Eindruck. Erst danach kam Olbendorf besser hinein. Die Gäste nutzten ihre Gelegenheit in der 24. Minute durch Ivan Markota zum 1:1, und damit war auch die Pause bei einem ausgeglichenen Spielstand erreicht. Für Parapatits war das schon der erste Hinweis darauf, dass seine Mannschaft aus ihrer starken Anfangsphase zu wenig gemacht hatte.
Nach dem Seitenwechsel ging Rechnitz erneut in Führung. In der 59. Minute traf Ádám Mihály Schreiner zum 2:1, und damit war die Partie wieder dort, wo die Heimelf sie haben wollte. Genau in dieser Phase sah Parapatits den Knackpunkt des Abends. „Auf jeden Fall die Chancen aufs 3:1“, sagte er deutlich. Der Trainer sprach von mehreren hochkarätigen Möglichkeiten, bei denen seine Mannschaft das Spiel endgültig hätte zumachen können. Er nannte ein Eins-gegen-eins auf den Tormann, bei dem noch ein Verteidiger dazwischenkam und blockte, dazu einen Kopfball an die Latte und einen Schuss an die Stange. Noch bitterer aus seiner Sicht: „Wir haben den Tormann schon überspielt“, sagte Parapatits über eine dieser Szenen. Weil das dritte Tor aber nicht fiel, blieb Olbendorf im Spiel. In der 89. Minute erzielte Grgo Zivkovic schließlich das 2:2. „Im Fußball rächt es sich, wenn man das Tor nicht macht, bekommt man es meistens“, brachte es der Rechnitzer Trainer auf den Punkt.
Trotz des späten Rückschlags wollte Parapatits den Auftritt seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Da waren sehr viele Dinge positiv. Ich habe der Mannschaft gratuliert. Es war eine super Leistung. Bis auf die Abschlüsse“, sagte er. Vor allem die Zahl der herausgespielten Chancen wertete er als klares Zeichen dafür, dass Rechnitz über weite Strecken vieles richtig gemacht hatte. Auch defensiv sah er seine Elf ordentlich aufgestellt: „Wir haben sehr viele Chancen kreiert, sind defensiv eigentlich sehr gut gestanden.“ Dass am Ende dennoch nur ein Punkt herausschaute, führte er deshalb klar auf die mangelnde Ausbeute vor dem Tor zurück. Sein knappstes Urteil fiel zugleich am deutlichsten aus: „Die Tore. Ganz eindeutig die Tore.“ Den Gegner wollte er dabei nicht schlechtreden. Olbendorf habe „Qualität“, verfüge über „sehr gute Legionäre“ und über eine Mannschaft, bei der man die Erfahrung merke. Umso mehr strich er hervor, dass die Gäste bis zum Schluss dranblieben. „Was man dem Gegner hoch anrechnen muss, ist, dass er bis zum Schluss alles gibt und dann noch den Ausgleich erzielt“, meinte Parapatits, auch wenn er den Treffer als glücklich einstufte. Nach acht Runden hält Rechnitz nun bei 12 Punkten, Olbendorf bei 11. Für die Gastgeber bleibt nach diesem 2:2 vor allem das Gefühl, dass deutlich mehr drin gewesen wäre, wenn die starke Leistung im Abschluss den letzten Schritt gemacht hätte.