In der II. Liga Süd hat SV Marsch Neuberg gegen SV Stegersbach zur Pause noch geführt, am Ende aber klar mit 1:4 verloren. Für Stegersbachs Co-Trainer Yannik Lang lag der Knackpunkt direkt nach Wiederbeginn. Zwei Treffer binnen einer Minute drehten die Partie, danach übernahmen die Gäste laut Lang die Kontrolle und spielten ihren Auswärtssieg konsequent zu Ende.

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Die erste Halbzeit lief aus Sicht der Gäste noch nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatten. Lang schilderte den Beginn sehr offen und stellte auch heraus, dass Neuberg die Partie zunächst gut annahm. „Am Anfang war Neuberg sehr aggressiv und hat es gut gemacht, ist gut gestanden“, sagte der Co-Trainer. Genau das spiegelte sich auch im Spielstand wider, denn Michael Marth brachte die Gastgeber in der 25. Minute mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb dieser Vorsprung bestehen, und aus Stegersbacher Sicht war das auch die Phase, in der der Gegner das Spiel unangenehm machte. Lang sprach davon, dass Neuberg in der ersten Hälfte „Es gut gemacht hat und auch in Führung ging, obwohl wir unseren Chancen hatten sie leider aber nicht nutzten“, und dass die Heimelf den Gästen das Spiel damit spürbar erschwerte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann aber sehr deutlich. Stegersbach kam mit mehr Zugriff aus der Kabine und belohnte sich sofort. Sandro Csencsits traf in der 47. Minute zum 1:1 und legte nur eine Minute später das 1:2 nach. Für Lang waren genau diese beiden Aktionen der Wendepunkt des Abends. „Der entscheidende Moment aus meiner Sicht waren natürlich die zwei schnellen Tore nach der Halbzeit“, sagte er. Und er beließ es nicht bei dieser einen Erklärung, sondern schob nach, warum diese Minuten so wichtig waren: „Wir sind dadurch auch zu den schnellen zwei Toren gekommen und haben die Kontrolle über das Spiel übernommen.“ Aus dem 0:1 zur Pause war damit innerhalb kürzester Zeit eine Führung geworden, und mit dieser Wende bekam Stegersbach auch das Spiel in die Richtung, die dem Tabellenführer lag.
Mit der Führung im Rücken trat Stegersbach laut seinem Co-Trainer geschlossener und sicherer auf. Lang hob vor allem das Mannschaftsbild nach der Pause hervor. „Besonders gut funktioniert hat in der zweiten Halbzeit das Auftreten der Mannschaft, unser Ballbesitzfußball, vor allem das Spiel schnell zu machen. Wir haben dann unsere Chancen auch umgesetzt“, sagte er. Das zeigte sich auch auf der Anzeigetafel. Thomas Herrklotz erhöhte in der 63. Minute auf 1:3 und machte in der 82. Minute mit dem 1:4 endgültig alles klar. Damit hatten sowohl Csencsits als auch Herrklotz je einen Doppelpack beigesteuert. Für Lang lag der Unterschied zwischen beiden Teams am Ende darin, „dass wir als Mannschaft unser Spiel durchgebracht haben, unsere Chancen genutzt haben und wirklich bis zum Schluss Vollgas gegeben haben“. Für Stegersbach ist das ein weiterer starker Abend, der den ersten Platz mit nun 29 Punkten nach elf Spielen untermauert.