In der II. Liga Nord hat SV Wimpassing das Heimspiel gegen UFC Tadten mit 2:1 gewonnen und damit nach einer starken ersten Hälfte drei Punkte geholt. Trainer Peter Kaltenegger sprach von einer Partie auf Augenhöhe, in der seine Mannschaft vor der Pause zulegte, nach dem Seitenwechsel aber mächtig unter Druck geriet. „Mit sehr viel Glück haben wir das 2:1 gehalten“, sagte er nach dem Schlusspfiff.

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Für Kaltenegger begann das Spiel „auf Augenhöhe, mit leichtem Vorteil für uns als Heimmannschaft“. Wimpassing war in dieser Anfangsphase das aktivere Team und kam auch zur ersten großen Möglichkeit. Nach einem ruhenden Ball von der Seite verpasste Jan Rainprecht einen Kopfball aus kurzer Distanz nur knapp. Der Trainer schilderte die Szene so, dass der Ball aus etwa fünf Metern nur hauchdünn nicht den Weg ins Tor fand. Ganz ruhig blieb die Partie aber nicht, weil auch Tadten früh gefährlich wurde und laut Kaltenegger mit einem Lattenschuss und einem weiteren Aluminiumtreffer zwei dicke Möglichkeiten hatte. Gerade diese Momente machten für ihn deutlich, dass die Begegnung jederzeit in beide Richtungen kippen konnte. Wimpassing schlug dann aber eiskalt zu: In der 32. Minute brachte Visar Ziberi die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und nur drei Minuten später legte Besnik Murseli zum 2:0 nach. Kaltenegger sagte, seine Mannschaft habe „den Schwung gleich mitgenommen“, und genau das spiegelte sich in diesen Minuten wider. Das 2:0 fiel nach einer Hereingabe von links, die Elyes Balti in den Strafraum brachte.
Mit dem Seitenwechsel änderte sich das Bild laut dem Wimpassinger Trainer deutlich. Tadten stellte um, wurde offensiver und drückte die Hausherren immer stärker in die eigene Hälfte. Kaltenegger formulierte es klar: „In der zweiten Halbzeit war der Gegner in allen Spielphasen überlegen.“ Diese Einschätzung erklärt auch, warum die Begegnung trotz des 2:0 zur Pause nie wirklich entschieden war. In der 52. Minute brachte Rómeó Svarda die Gäste mit dem 2:1 wieder heran, und von da an wurde es aus Sicht der Gastgeber eine zähe Angelegenheit. Wimpassing hatte nicht mehr die Spielanteile aus der ersten Hälfte und musste viel wegverteidigen. Kaltenegger machte auch kein Geheimnis daraus, dass Tadten sich den Anschlusstreffer verdient hatte. Mehr noch: „Es war bis zum Schluss nicht sicher, dass wir die drei Punkte mitnehmen“, sagte er. Für den Wimpassinger Coach war deshalb nicht nur die starke erste halbe Stunde wichtig, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft in einer schwierigen zweiten Hälfte dagegenhielt.
Als Kaltenegger nach den entscheidenden Punkten für den Heimsieg gefragt wurde, stellte er einen Mann besonders heraus: Isaac Adogbeji. „Ausschlaggebend war die hervorragende Leistung unseres Schlussmanns Isaac“, sagte der Trainer und ließ keinen Zweifel daran, wie groß der Anteil seines Torhüters an diesem Erfolg war. Nach seinen Worten habe Adogbeji „zwei, drei hundertprozentige Torchancen vereitelt“, Bälle über die Latte gelenkt, auf der Linie gerettet und auch hohe Hereingaben sicher heruntergepflückt. Das passt zum Bild einer zweiten Halbzeit, in der Wimpassing tief verteidigen musste und immer wieder gefordert war. Gleichzeitig hob Kaltenegger jene Spieler hervor, die wegen vieler Ausfälle im Kader zu ihrer Chance kamen. „Ein Riesenlob an die jungen Burschen, die heute ihre Chance bekommen haben“, sagte er. Dass Wimpassing das Spiel am Ende über die Zeit brachte, hatte für ihn viel mit diesem gemeinsamen Verteidigen zu tun. Seine Mannschaft habe „mit Mann und Maus“ gearbeitet, kompakt verteidigt und auch in der Luft wenig hergegeben. Gerade weil Tadten nach der Pause immer mehr Druck aufbaute, wertete der Trainer diesen Einsatz besonders hoch.
In der Gesamtbetrachtung sah Kaltenegger die größte Stärke seines Teams in der Geschlossenheit. „Wir waren sehr kompakt gegen den Ball“, sagte er und verwies darauf, dass Wimpassing vor allem in der ersten Hälfte druckvoll spielte und viele Spielanteile hatte. Nach der Pause rückte für ihn dann ein anderer Aspekt in den Vordergrund: die Ordnung ohne Ball. Er sprach von guter Zonenverteidigung und einer Mannschaft, die auch in den Luftzweikämpfen präsent war. Ganz ohne Kritik wollte er den Heimsieg aber nicht stehen lassen. Verbesserungspotenzial sieht der Trainer vor allem im Umschalten und im Spiel nach vorne, gerade dann, wenn die Beine schwer werden. „Spiele gewinnst du in der Offensive, und da müssen wir auch wieder hin“, sagte Kaltenegger. Er erwartet, dass seine Mannschaft in diesen Phasen mit noch mehr Konsequenz und Siegeswillen nach vorne denkt. Trotz des Heimsiegs verteilte er auch ein Kompliment an den Gegner. Tadten habe speziell nach der Pause seine Qualität gezeigt und hätte mit etwas mehr Glück noch mehr aus diesem Spiel mitnehmen können.