In der II. Liga Nord hat der FC Illmitz am Samstag gegen den FC Andau nach 1:0-Führung noch 3:4 verloren. Wolfgang Lentsch machte vor allem die Phase nach der eigenen Führung als Knackpunkt aus. Seine Mannschaft gab das Spiel zwischen der 20. Minute und der Pause aus der Hand, kam nach dem 1:4 aber noch einmal stark zurück und schnupperte am Ausgleich.

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Für Illmitz begann der Abend eigentlich so, wie man sich ein Heimspiel vorstellt. Die Gastgeber kamen gut hinein und gingen in der 12. Minute durch Wolfgang Gmoser mit 1:0 in Führung. Lentsch sprach danach auch ausdrücklich von einer guten Anfangsphase. Viel länger konnte seine Mannschaft diesen Vorteil aber nicht tragen. "Ab der 20. Minute haben wir aufgehört zu spielen", sagte er sehr klar. Genau in dieser Phase drehte Andau das Spiel. Karol Meszaros erzielte in der 21. Minute den Ausgleich, Norbert Füleki legte in der 25. Minute das 1:2 nach und erhöhte in der 38. Minute auch noch auf 1:3. Kurz vor der Pause traf Meszaros ein zweites Mal und stellte auf 1:4. Aus einer ordentlichen Anfangsphase war damit bis zum Halbzeitpfiff eine ganz schlechte Ausgangslage geworden.
Für Lentsch lag die Erklärung für die Niederlage nicht in fehlendem Willen, sondern in den Fehlern seiner Mannschaft und im Umgang mit dem Andauer Spiel. "Andau hat unsere Eigenfehler ausgenutzt", brachte er den Unterschied zwischen beiden Teams auf den Punkt. Besonders die Gegentore zum 1:1 und 1:2 nannte er in diesem Zusammenhang, weil Illmitz damit aus seiner Sicht den Gegner überhaupt erst ins Spiel zurückholte. Dazu kam, mit Ball in einer 2-4-4-Ordnung auftraten. "Das haben wir in der ersten Halbzeit nicht gut verteidigt. Wir haben ihnen zu viele Räume gegeben, wussten das Andau Füleki und Meszaros in Szene setzt", erklärte er. Und machte aus der schwachen Phase der Hausherren in kurzer Zeit vier Tore.
Trotz des 1:4-Pausenstands war das Spiel für Illmitz noch nicht völlig erledigt. Der Trainer reagierte in der Halbzeit, stellte etwas um und sah danach eine Mannschaft, die sich wieder wehrte. "In der zweiten Halbzeit waren wir kämpferisch besser und hätten die Partie fast noch drehen können", sagte er. Tatsächlich arbeitete sich Illmitz noch einmal heran. Michael Zwickl verkürzte in der 76. Minute auf 2:4, Maximilian Gartner machte es in der 86. Minute mit dem 3:4 noch einmal richtig spannend. Der Ausgleich fiel zwar nicht mehr, wir hatten durchaus das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre. "Andau ist in der zweiten Halbzeit schon geschwommen und war nicht stabil", meinte Lentsch. Deshalb blieb nach dem Schlusspfiff vor allem das Gefühl, dass diese Niederlage schon in der ersten Halbzeit angelegt worden war. Positiv nahm er mit, dass die Einstellung gestimmt und gekämpft hat, die Mannschaft nach dem klaren Rückstand nicht auseinandergebrochen ist. Zur Leistung des Schiedsrichters sagte Lentsch noch knapp: "Es war in Ordnung.“