In der II. Liga Mitte hat ASK Weppersdorf am Samstag ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf mit 1:0 bezwungen. Für Horitschon-Trainer David Witteveen stand nach dem Schlusspfiff trotzdem nicht der Gegner im Mittelpunkt, sondern die eigene Chancenverwertung. Sein Team habe die Partie über weite Strecken kontrolliert, viel Ballbesitz gehabt und sich Möglichkeiten erarbeitet, „aber nicht immer gewinnt der Bessere“, wie er die Niederlage auf den Punkt brachte.

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Witteveen schilderte eine Partie, in der seine Mannschaft von Beginn an das aktivere Team gewesen sei. „Wir haben das Spiel klar dominiert, hatten viel mehr Ballbesitz und viel mehr Chancen“, sagte der Horitschon-Coach. Auf der Anzeigetafel stand zur Pause trotzdem ein 0:0, obwohl die Gäste aus seiner Sicht schon in der ersten Hälfte einen Treffer hätten zählen müssen. Genau dieser Moment blieb bei ihm besonders hängen. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein reguläres Tor geschossen, das auf Abseits gegeben wurde“, sagte Witteveen. Für ihn war das eine Szene, die das Spiel stark beeinflusst habe, weil Weppersdorf bei einem Rückstand nicht mehr so tief hätte stehen können. Statt einer Führung für Horitschon blieb die Null stehen, und genau das, so seine Einschätzung, spielte den Gastgebern in die Karten.
Nach dem Seitenwechsel fiel die entscheidende Aktion laut den Spieldaten früh. In der 51. Minute brachte Ramon Halmai Weppersdorf mit 1:0 in Führung. Witteveen ordnete den Treffer als Folge einer Standardsituation ein, nach der seine Mannschaft den Ball nicht entscheidend klären konnte. „Eine Standardsituation hat das Spiel entschieden“, sagte er und beschrieb, dass sein Tormann zunächst noch parieren konnte, der Abpraller dann aber im leeren Tor landete. Viel schwerer wog für ihn allerdings, dass seine Mannschaft trotz spielerischer Überlegenheit kein Mittel für einen eigenen Treffer fand. „Wenn man kein Tor schießt, ist es schwierig, ein Spiel zu gewinnen“, meinte der Trainer. Genau darin lag für ihn der Kern dieser Auswärtsniederlage.
In seiner Analyse rückte Witteveen vor allem die fehlende Durchschlagskraft in den Vordergrund. Er verwies darauf, dass seinem Team ein nomineller Stürmer gefehlt habe und sich das in den entscheidenden Räumen bemerkbar gemacht habe. „Wir haben ohne gelernten Stürmer gespielt. Da merkt man natürlich den Unterschied, wenn vorne einer die Bälle halten kann und in der Box präsent ist“, sagte er. Horitschon habe sich über die Seiten immer wieder gut durchgespielt, in der Mitte aber zu selten einen Abnehmer gefunden. Gleichzeitig stellte sich der Trainer klar vor seine Mannschaft. „Ich kann meiner Mannschaft gar nichts vorwerfen. Sie hat alles probiert, alles gegeben“, betonte er. Positiv sei die Einstellung gewesen, ebenso die Bereitschaft, gegen einen tief stehenden Gegner ständig anzulaufen und Lösungen zu suchen.
Ganz loslassen wollte Witteveen die umstrittene Szene aus der ersten Hälfte naturgemäß nicht. Er sprach von einer „spielentscheidenden Fehlentscheidung“, machte aber zugleich deutlich, dass der Umgang damit intern nüchtern bleiben müsse. Nach seinen Worten habe der Schiedsrichter selbst gemeint, für ihn sei das Tor regulär gewesen, der Assistent habe jedoch Abseits angezeigt. „Das müssen wir akzeptieren“, sagte der Trainer, der die Spielleitung insgesamt dennoch nicht grundsätzlich infrage stellte. Der Unparteiische habe in einem kampfbetonten Spiel viel laufen lassen und die Partie „gut in der Hand gehabt“. So bleibt bei Horitschon vor allem das Gefühl, dass an diesem Tag nicht der Spielverlauf, sondern die fehlende Konsequenz im Abschluss den Ausschlag gab. Oder, wie Witteveen es selbst formulierte: „Wenn man die Chancen nicht macht, bekommt man hinten dann das Gegentor.“