In der II. Liga Mitte hat USC master design Pilgersdorf das Heimspiel gegen SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin mit 1:0 gewonnen und damit einen wichtigen Dreier eingefahren. Fabian Puhr sorgte in der 81. Minute für die Entscheidung. Obmann Thomas Schlögl sprach danach von einer kontrollierten Leistung, viel Geduld im Aufbau und einer Mannschaft, die den Sieg über weite Strecken ein Stück mehr wollte als der Gegner.

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Pilgersdorf ging mit Rückenwind in dieses Spiel. Schlögl verwies nach dem Schlusspfiff darauf, dass seine Mannschaft in den vergangenen fünf Runden ungeschlagen geblieben war, und genau dieses Selbstverständnis war auch auf dem Platz zu sehen. „Wir sind gut organisiert in die Partie gegangen, haben das Spiel kontrolliert, von hinten gut rausgespielt und eigentlich auch nach vorne sehr gut gespielt“, sagte der Obmann. Die Gastgeber hielten den Ball nach seiner Einschätzung bewusst flach und blieben ruhig, auch wenn sich zunächst kein Treffer ergab. Das 0:0 zur Pause passte deshalb zu einer Partie, die nicht ins offene Laufen kam, in der Pilgersdorf aber seinen Plan verfolgte und auf den richtigen Moment wartete.
Richtig deutlich wurde die Überlegenheit aus Sicht der Heimischen dann im zweiten Durchgang. Schlögl sprach von einer starken Phase gleich nach Wiederbeginn: „In der zweiten Halbzeit waren wir die erste halbe Stunde sehr dominant, haben dem Gegner nicht viel Platz gelassen und waren immer nah am Mann.“ Ganz ungefährlich blieb Kaisersdorf trotzdem nicht. Zunächst hatte Pilgersdorf Mitte der zweiten Hälfte eine große Möglichkeit, die der gegnerische Tormann entschärfte. Im Gegenzug wurden auch die Gäste noch einmal gefährlich. Danach blieb Pilgersdorf am Drücker und wurde schließlich doch noch belohnt: Fabian Puhr erzielte in der 81. Minute das 1:0. „Wir haben das Tor an diesem Abend vielleicht mehr gewollt“, meinte Schlögl, und genau so ordnete er auch den späten Sieg ein.
Für Schlögl lag die größte Stärke seiner Mannschaft diesmal vor allem in der Art und Weise, wie sie das Spiel angelegt hat. „Wir haben den Ball flach gehalten und gut von hinten rausgespielt“, erklärte er und hob hervor, dass sein Team auch den Weg über den Tormann nicht scheute, um die nächste Aktion sauber aufzubauen. Diese Ruhe am Ball hatte ihm in den vergangenen Partien teilweise gefehlt, diesmal sah er sie deutlich besser. Gleichzeitig sprach der Obmann aber auch offen an, wo noch mehr gehen muss. Vor allem über die Seiten wünsche er sich genauere Flanken, außerdem brauche es im Strafraum mehr Präsenz und schnelleres Nachrücken. „Dass wir in der Box viel präsenter sind und dadurch noch mehr Chancen und Tore kreieren können“, formulierte er den nächsten Schritt. Auch den Schiedsrichter beurteilte Schlögl positiv. Er habe die Partie „gut, unauffällig und vor allem konsequent“ geführt.
Der Heimsieg ist für Pilgersdorf nicht nur wegen der 90 Minuten selbst wichtig, sondern auch mit Blick auf die Tabelle. Obwohl der USC trotz des Dreiers weiter am Tabellenende bleibt, hat sich die Lage nach Schlögls Worten deutlich enger zusammengeschoben. Er sprach davon, dass zwischen Platz sechs und Platz siebzehn nur sechs Punkte liegen und der Herbst damit noch einiges offenlässt. Entsprechend wollte er den Erfolg nicht kleinreden, schon gar nicht gegen einen Gegner, der mit 15 Punkten nach Pilgersdorf gekommen war. „Wir wollen zu Hause vor unseren eigenen Zuschauern was zeigen“, sagte Schlögl, und genau das sei diesmal gelungen. Mit noch fünf ausstehenden Runden geht Pilgersdorf nun „mit breiter Brust und voll motiviert“ in die nächsten Aufgaben. Der späte Treffer von Fabian Puhr hat also nicht nur drei Punkte gebracht, sondern auch neue Hoffnung im engen Tabellenkeller.