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„Es war eine Fünfzig-fünfzig-Partie“ – Grafenschachen lässt nach der Pause den Zug zum Tor vermissen

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Grafenschachen
SV Mühlgraben

In der II. Liga Süd trennten sich SC Grafenschachen und SV Mühlgraben mit 1:1. Nach einer Pausenführung musste sich Grafenschachen am Ende mit einem Punkt begnügen. Trainer Bernd Dorner sprach von einer „Fünfzig-fünfzig-Partie“ und einem gerechten Remis, sah aber auch klar, warum für seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel nicht mehr drinnen war.


Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Führung vor der Pause, Ausgleich kurz nach dem Wechsel

Grafenschachen hatte die Partie zunächst so im Griff, dass lange mehr als nur ein Unentschieden möglich schien. In der 30. Minute gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nachdem Bence Heiter ins eigene Tor traf. Mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die Pause. Ganz rund lief der erste Abschnitt für den SCG laut Dorner aber trotzdem nicht durch. „Wir waren in Führung und mussten dann leider ziemlich schnell zweimal tauschen in der ersten Hälfte und konnten dann zweite Hälfte nicht mehr nachlegen“, erklärte der Trainer. Nach dem Seitenwechsel stellte Matic Donko die Begegnung in der 57. Minute wieder auf Anfang. Ab diesem Moment war endgültig zu sehen, was Dorner nach dem Abpfiff mehrfach betonte: Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen, die Partie blieb offen und war über weite Strecken ausgeglichen.

Warum Grafenschachen nach der Pause nicht mehr zulegen konnte

Dorner sah weder bei den Chancen noch im Spiel insgesamt einen Sieger. „Es war keiner näher am Sieg. Es war ein gerechtes Unentschieden. Es war keiner besser. Es war eine Fünfzig-fünfzig-Partie“, sagte er sehr klar. Diese Einschätzung zog sich durch seine gesamte Analyse. Auch den Gegner sah er nicht stärker, sondern schlicht ebenbürtig. Gerade deshalb richtete sich sein Blick vor allem auf die eigene Leistung in den zwei Halbzeiten. Mit dem ersten Durchgang war er im spielerischen Bereich deutlich zufriedener. „Gut war in der ersten Hälfte das Kurzpassspiel. Wir haben den Ball über mehrere Stationen laufen gelassen. Das hat mir gut gefallen“, sagte Dorner. Nach der Pause fehlte ihm dann aber genau das, was in solchen engen Spielen oft den Ausschlag gibt. „Wir haben den Zug zum Tor ein bissl verabsäumt. Da war kein Zug mehr zum Tor da“, meinte er. Dazu kam, dass seine Mannschaft kaum noch zu klaren Abschlüssen kam. „Die klaren Chancen, die klaren Torchancen haben gefehlt. Wir haben es nicht geschafft, uns in der zweiten Hälfte klare Chancen rauszuspielen, um den Lucky Punch von unserer Seite zu setzen.“

Eine Szene blieb hängen, am Ende bleibt es beim gerechten X

Obwohl Dorner das 1:1 insgesamt als richtiges Ergebnis einstufte, gab es aus seiner Sicht doch einen Punkt, der für den weiteren Verlauf wichtig hätte werden können. Beim Stand von 1:1 sah er eine Situation am Sechzehnereck, in der Grafenschachen gefoult worden sei. In seiner Wahrnehmung hätte das Konsequenzen für einen Spieler von Mühlgraben haben müssen. „Da müsste der Schiedsrichter eigentlich Gelb-Rot geben. Das ist sicher auch mitentscheidend gewesen für den weiteren Spielverlauf“, sagte Dorner. Generell vermisste er beim Unparteiischen eine klare Linie. „Einmal gibt’s Gelb, einmal gibt’s kein Gelb, auch für Fouls, wo man Gelb geben muss“, lautete seine Kritik. An seiner Gesamtbewertung änderte das aber nichts mehr wesentlich. Für ihn blieb es bei einem leistungsgerechten Remis, das auch „von den Chancen her in Ordnung“ gehe. Nach elf Runden hält Grafenschachen damit bei 13 Punkten, Mühlgraben bei 12. Aus Sicht der Gastgeber bleibt vor allem die Erkenntnis, dass auf das gute Kurzpassspiel der ersten Hälfte aufgebaut werden kann, nach der Pause aber wieder deutlich mehr Zug zum Tor kommen muss.

II. Liga Süd: Grafenschachen : Mühlgraben - 1:1 (1:0)

  • 57
    Matic Donko 1:1
  • 30
    Eigentor durch Bence Heiter 1:0