In der II. Liga Süd hat sich ASKÖ Korkisch Rotenturm am Samstag dem SV KB-Performance Rechnitz mit 0:1 geschlagen geben müssen. Die Gäste nahmen damit in einem engen, wenig hochklassigen Spiel drei Punkte mit, das laut Trainer Joachim Parapatits vor allem über konsequentes Verteidigen entschieden wurde. Vor der Pause fiel die einzige Entscheidung, danach ließ Rechnitz zwar mehr Ballbesitz zu, brachte den knappen Vorsprung aber über die Zeit.

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Rechnitz musste für den Auswärtssieg keine Glanzleistung abliefern, war in jener Phase der Partie aber zur Stelle, in der sich das Spiel entschied. In der 18. Minute fiel das 0:1 nach einer Aktion über die linke Seite. In den offiziellen Daten wird der Treffer als Eigentor der Rotenturmer geführt, zugleich scheint Lóránt Sebestyén beim Tor auf. Für Parapatits war vor allem der Ablauf dieser Szene wichtig. "Unser Mann ist links durchgebrochen und hat eine Flanke geschlagen. Der Innenverteidiger wollte klären und hat den Ball dann ins eigene Tor abgefälscht", schilderte der Trainer. Viel mehr Hochkarätiges bekamen die Zuschauer davor und danach nicht zu sehen. "Zur Halbzeit haben wir noch besser gespielt, haben das Spiel besser kontrolliert", sagte Parapatits, der seine Mannschaft in der ersten Hälfte insgesamt etwas klarer im Spiel sah.
Mit dem Seitenwechsel änderte sich das Bild allerdings ein Stück weit. Rechnitz stand tiefer, Rotenturm kam häufiger an den Ball und die Gäste mussten länger verteidigen, als es ihrem Trainer recht war. "In der zweiten Halbzeit haben wir dem Gegner den Ball überlassen, leider zu viel. So war es nicht gewünscht", sagte Parapatits offen. Ganz ohne Entlastung blieb sein Team aber nicht. Im Umschaltspiel ergaben sich noch ein, zwei Möglichkeiten, die Konter sauberer fertigzuspielen und das 2:0 nachzulegen. Auf der anderen Seite hielt Rechnitz den Gastgeber trotz des Mehrs an Ballbesitz weitgehend vom Tor fern. Parapatits sprach von ein, zwei Chancen für Rotenturm, darunter eine in der Schlussminute sowie je eine Möglichkeit vor und nach der Pause, bei denen Peter Gergö zur Stelle war. Deshalb fiel sein Urteil auch klar aus: "Weil beim Heimteam offensiv nicht sehr viel war, geht der Sieg in Ordnung."
Dass Rechnitz mit drei Punkten heimfuhr, änderte nichts daran, dass Parapatits mit der eigenen Leistung nicht rundum zufrieden war. "Unsere Leistung war heute auch nicht sehr gut", sagte er und legte damit den Finger genau auf jene Punkte, die ihn trotz des Erfolgs störten. Zwar gefiel ihm die Defensivarbeit über weite Strecken, doch auch dort sah er noch Luft nach oben. "Die Defensive war gut, wobei es auch einige Szenen gegeben hat, die wir nicht so gut verteidigt haben." Noch deutlicher wurde er beim Umschalten, weil seine Mannschaft das Spiel früher hätte beruhigen können. "Wir müssen die Konter besser fertigspielen und das 2:0 machen." Diskussionsstoff gab es aus seiner Sicht nur bei einem möglichen zweiten Treffer, der wegen eines Offensivfouls nicht zählte. "Meine Spieler meinten, es war kein Foul, aber wenn der Schiedsrichter pfeift, ist das zu akzeptieren", meinte der Trainer, der dem Unparteiischen insgesamt eine korrekte Leistung bescheinigte. Unterm Strich blieb für ihn eine einfache Erklärung für den Auswärtssieg: "Wir haben konsequent verteidigt, kein Tor zugelassen und der Gegner hat den Fehler verursacht. Das hat heute gereicht in einem allgemein nicht so guten Spiel." Mit dem 1:0 steht Rechnitz nach zwölf Runden bei 22 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe auf Rang zwei.