Spielberichte

„Nach der Führung zum 3:1 mussten wir das Spiel gewinnen“ – Neuhaus gibt Heimsieg noch aus der Hand

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USV Neuhaus
SV Kukmirn

In der II. Liga Süd hat USV Autohaus Fortmüller Neuhaus am Samstag gegen SV Redlove Kukmirn nach einer 3:1-Führung nur 3:3 gespielt. Für Trainer Stefan Ortauf fühlte sich der Punkt deshalb nicht wie ein gewonnener an. Neuhaus drehte die Partie nach dem 0:1 zur Pause eindrucksvoll, brachte sich in eine sehr gute Ausgangslage und musste in der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich hinnehmen.


Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach dem Pausenrückstand dreht Neuhaus das Spiel

Die Partie nahm kurz vor der Pause ihren ersten klaren Ausschlag. Kukmirn ging in der 45. Minute durch Mihael Rebernik mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Kabine. Neuhaus reagierte darauf aber genauso, wie sich ein Heimteam das wünscht. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn stellte David Jakab auf 1:1, und plötzlich war das Spiel wieder völlig offen. In dieser Phase legten die Gastgeber sofort nach. Andreas Lackner traf in der 53. Minute zum 2:1, womit Neuhaus die Begegnung innerhalb weniger Minuten gedreht hatte. Als Sebastian Weber in der 69. Minute auf 3:1 erhöhte, sprach sehr viel für einen Heimsieg. Kukmirn blieb allerdings im Spiel und zeigte genau jene Offensivqualität, die am Ende noch einmal alles auf den Kopf stellte. Noah Frühmann verkürzte in der 80. Minute auf 3:2, und in der Nachspielzeit sorgte Mihael Rebernik mit seinem zweiten Treffer des Tages noch für das 3:3.

Ortauf sieht Neuhaus klar näher am Sieg

Dass sich dieses Remis aus Neuhauser Sicht wie zwei verlorene Punkte anfühlt, machte Trainer Stefan Ortauf nach dem Schlusspfiff deutlich. „Grundsätzlich war das Spiel von uns sehr gut. Wir waren über das gesamte Spiel spielbestimmend und trauern am Ende zwei verlorenen Punkten nach“, sagte der Coach. Gerade der Verlauf nach der Pause gab seiner Einschätzung Gewicht, denn Neuhaus hatte das Spiel nicht nur gedreht, sondern sich mit dem 3:1 auch eine Lage erarbeitet, aus der man ein Heimspiel normalerweise zu Ende bringen will. Entsprechend klar fiel auch seine Antwort auf die Frage aus, wer näher am Sieg war. „Ganz klar Neuhaus. Wir hätten nach der Führung zum 3:1 das Spiel gewinnen müssen und hätten auch beim Stand von 3:2 noch das 4:2 machen müssen“, sagte Ortauf. In diesen Sätzen steckt die ganze Neuhauser Sicht auf diesen Nachmittag: viel richtig gemacht, das Spiel über weite Strecken im Griff gehabt, sich aber nicht entscheidend belohnt.

Starke Offensive, fehlende Entscheidung und ein Punkt mit bitterem Beigeschmack

Was ihm an seiner Mannschaft gefallen hat, formulierte Ortauf ebenfalls recht eindeutig. „Das Spiel in die Offensive und gute Kombinationen mit gefährlichen Torabschlüssen“ seien aus seiner Sicht jene Punkte gewesen, die gut funktioniert hätten. Genau das deckt sich auch mit der Phase nach der Pause, als Neuhaus das Spiel mit drei Treffern innerhalb von gut 20 Minuten auf seine Seite zog. Dass es am Ende trotzdem nicht zum Sieg reichte, erklärte der Trainer vor allem mit der fehlenden letzten Konsequenz vor dem Tor. „Es hat das notwendige Glück in der einen oder anderen Situation gefehlt beziehungsweise das Tor zum 4:2“, sagte er. Dazu verwies er auf eine Szene mit Sebastian Weber, die für ihn große Bedeutung hatte: „Beim Foul an Sebastian Weber hätte es eine rote Karte geben müssen.“ Mehr sagte Ortauf zur Schiedsrichterleistung nicht. Den Gegner stufte er trotz des Ärgers über den späten Ausgleich klar stark ein: „Der Gegner war sehr gut und hat absolute Klasse in der Offensive.“ Genau diese Offensivqualität bekam Neuhaus am Ende noch einmal zu spüren. So bleibt für die Gastgeber ein Punkt, der in der Tabelle zwar zählt, sich nach einer 3:1-Führung aber nur schwer wie ein Erfolg anfühlt. Neuhaus hält damit bei 12 Punkten und verpasst es, sich mit einem Heimsieg etwas Luft zu verschaffen.

II. Liga Süd: USV Neuhaus : Kukmirn - 3:3 (0:1)

  • 92
    Mihael Rebernik 3:3
  • 80
    Noah Frühmann 3:2
  • 69
    Sebastian Weber 3:1
  • 53
    Andreas Lackner 2:1
  • 48
    David Jakab 1:1
  • 45
    Mihael Rebernik 0:1