Spielberichte

Starke erste Hälfte entscheidet: Heimsieg trotz Jennersdorfer Aufholjagd

Eine attraktive Begegnung stand den Zuschauern in der LeithArena bevor, denn mit dem SV Leithaprodersdorf und dem UFC Jennersdorf trafen in der 17. Runde der Burgenland-Energie Landesliga zwei Teams aufeinander, die in der vergangenen Woche jeweils einen Sieg feiern konnten. Während die Gäste im Kampf um den Klassenerhalt dringend Punkte benötigten und zumindest ein Remis anpeilten, bot sich für die Hausherren die Chance, mit einem vollen Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken. In einem von zwei Halbzeiten vollkommen unterschiedlichen Spiel gewannen die Hausherren mit Glück 2:1.

 

Die Hausherren dominierten die erste Halbzeit

Mit Spannung durfte man auf das Auftreten des Tabellenletzten aus Jennersdorf blicken, nachdem dieser in der Vorwoche mit einer starken Leistung den Tabellenzweiten Oberpullendorf mit 3:0 besiegt hatte. Die Hausherren ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und übernahmen von Beginn an das Kommando auf dem Spielfeld. Bereits in der 10. Minute mussten die Gäste einen ersten Rückschlag hinnehmen: Mittelfeldmotor Julian Resch verletzte sich und musste ausgewechselt werden – ein schwerer Verlust, da er die zentrale Schaltstelle im Spiel der Jennersdorfer gewesen war. In der 22. Minute gingen die Gastgeber schließlich in Führung. Philipp Hauser nahm sich am Strafraumeck den Ball zurecht und jagte ihn mit einem fulminanten Schuss unhaltbar ins Tor der Gäste zum 1:0. Nur fünf Minuten später folgte der nächste verletzungsbedingte Wechsel bei den Auswärtigen: Torhüter Robin Matzer-Tschandl musste vom Feld, für ihn kam Aljaz Colig ins Spiel.

In der Folge erspielten sich die Hausherren mehrere Halbchancen, ohne jedoch nachlegen zu können. Von den Gästen war offensiv bis dahin kaum etwas zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte sich dann Goalgetter Noel Kustor entscheidend in Szene: Nach einem Steilpass lief er allein auf den Torhüter zu, umspielte diesen und schob zum 2:0-Pausenstand ein.

Jennersdorf übernahm das Kommando auf dem Rasen

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch deutlich. Bei den Gastgebern riss der Spielfaden komplett, Kombinationen und gefährliche Aktionen wurden selten. Jennersdorf übernahm nun die Kontrolle über das Spiel und kam zu mehreren vielversprechenden Möglichkeiten. Heimtorhüter Fabian Haberl musste mehrfach sein Können unter Beweis stellen, um einen Gegentreffer zu verhindern.

In der 87. Minute wurden die Bemühungen der Gäste schließlich belohnt: Nach einem Angriff über die linke Seite segelte eine präzise Flanke in den Strafraum, wo Jure Kokol per Abschluss zum 1:2-Anschlusstreffer traf. Für eine Aufholjagd kam dieser Treffer jedoch zu spät – die Hausherren brachten den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherten sich den Heimsieg.

Stimmen zum Spiel

Mario Santner, Trainer SV Leithaprodersdorf:

„Der Boden war sehr schwer bespielbar und der Wind hat auch dazu beigetragen, dass es kein schönes Spiel war. In der zweiten Halbzeit war bei uns der Faden gerissen, die Mannschaft kam nicht mehr ins Spiel. Wir konnten von Glück reden, dass wir den Anschlusstreffer nicht früher bekommen haben. Das Spiel meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit hat mir einige Nerven gekostet.“

Martin Sitzwohl, sportlicher Leiter UFC Jennersdorf:

„Das Spiel hat für uns nicht gut begonnen, Julian Rech und Torhüter Robin Matzer-Tschandl mussten verletzungsbedingt ausgetauscht werden. Wer nun gedacht hat, dass wir eine vier Tore-Packung bekommen, sah sich getäuscht. In der Pause hatte Trainer Sandor Preisinger umgestellt und die Mannschaft bestimmte jetzt das Geschehen auf dem Spielfeld. Es ist nur schade, dass uns der Anschlusstreffer erst so spät gelungen ist; ein Remis wäre dem Spielverlauf gerecht gewesen. So müssen wir trotz einer ausgezeichneten Leistung in der zweiten Halbzeit mit leeren Händen die Heimreise antreten.“