Auch wenn die Ausgangslage auf dem Papier klar scheint, steckt in diesem Duell viel Brisanz: Wenn der SK Pama in der Burgenland-Energie Landesliga als Tabellen Elfter auf den achtplatzierten SV Sankt Margarethen trifft, geht es um weit mehr als nur drei Punkte. Für Pama zählt vor heimischem Publikum jeder Zähler im Kampf um den Anschluss, während Sankt Margarethen seine Position im gesicherten Tabellenmittelfeld festigen und den Vorsprung ausbauen will. Gerade solche Spiele haben ihren eigenen Charakter – kämpferisch, intensiv und oft voller Überraschungen. Die Zuschauer durften sich auf ein Duell freuen, in dem Einsatz, Wille und Leidenschaft den Ton angeben werden. Das Spiel war nichts für Fußball-Feinschmecker, zu viel wurde gekämpft und gerackert, aber am Ende der Saison zählen die Punkte, denn ein Schönheitspreis wird nicht vergeben.
Die Gäste erwischten den besseren Start und setzten früh ein Ausrufezeichen. Bereits in der 12. Minute lag die Führung in der Luft: Ahmed El-Baali prüfte Torwart Niklas Groß mit einem scharfen Abschluss, der stark parierte. Der Nachschuss von Tobias Schindler – das Tor bereits offen – ging jedoch über das Gehäuse. Eine vergebene Großchance, die sich später noch rächen sollte.
Denn Pama zeigte, wie man es besser macht: In der 27. Minute brachte Patrik Lörincz eine präzise Flanke in den Strafraum, Miroslav Pipiska reagierte blitzschnell und vollendete kompromisslos zur 1:0-Führung. Ein Treffer wie aus dem Nichts – aber mit maximaler Wirkung.
Kurz vor der Pause hätten die Gäste noch antworten können, doch Florian Dörfler scheiterte am stark reagierenden Schlussmann der Hausherren. So ging es mit einer knappen, aber bedeutenden Führung für Pama in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel drängten die Gäste weiter auf den Ausgleich. Wieder war es El-Baali, der eine vielversprechende Möglichkeit ungenutzt ließ. Doch mit zunehmender Spieldauer biss sich die Offensive der Gäste an der gut organisierten Defensive der Hausherren die Zähne aus. Pama zog sich zurück, kämpfte um jeden Ball und ließ kaum klare Torchancen zu. Ein Treffer der Hausherren wurde zwar wegen Abseits aberkannt, doch das tat der Stabilität keinen Abbruch.
Dann die Entscheidung in der 84. Minute: Marcel Szikonya nahm ein flaches Zuspiel im Strafraum technisch stark an, drehte sich elegant um seinen Gegenspieler – und ließ dem Torhüter keine Chance. 2:0. Während die Gäste an ihrer Chancenverwertung verzweifelten, feierte Pama einen Sieg der Effizienz – und verschaffte sich damit wichtige Luft im Tabellenkeller.
„Das heutige Fußballspiel war kein Augenschmaus für Fußball-Feinschmecker, es wurde zu viel gerackert und gekämpft, schöne Kombinationen waren Mangelware. Wir haben unsere wenigen Torchancen genutzt und zwei Treffer erzielt.“
„Das Spiel ist kurz erklärt, wir haben nicht getroffen, Pama hat zweimal auf Tor geschossen und getroffen. Es war eine hitzige und hektische Partie auf schlechtem Boden, in der wir aufgrund unserer Offensivleistung einen Punkt verdient hätten. Für mich ist der Termin eines Fußballspiels am Ostersonntag mehr als fraglich.“