Eine spannende Begegnung in der Burgenland-Energie Landesliga steht bevor, wenn der SV St. Margarethen auf den FC Deutschkreutz trifft. Die Vorzeichen könnten dabei unterschiedlicher kaum sein. Während die Gäste aktuell einen beeindruckenden Lauf haben und mit vier Siegen in Serie voller Selbstvertrauen auftreten, kämpfen die Hausherren weiterhin mit ihrer Form. In den letzten acht Begegnungen konnte St. Margarethen lediglich einen vollen Erfolg verbuchen und steht damit entsprechend unter Druck. Für Deutschkreutz gilt es, die Erfolgsserie fortzusetzen und weiter Boden gutzumachen, während die Gastgeber alles daransetzen werden, endlich wieder anzuschreiben und den Negativtrend zu stoppen. Die Gäste befinden sich zurzeit in einem Flow und konnten auch aus Sankt Margarethen drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen.
Die Hausherren starteten engagiert und übernahmen von Beginn an das Kommando. Mit viel Ballbesitz und druckvollem Spiel drängten sie die Gäste immer wieder in die Defensive und kamen zu ersten gefährlichen Abschlüssen. Doch während Sankt Margarethen viel investierte, wartete Deutschkreutz geduldig auf seine Momente – und sollte dafür belohnt werden.
In der 19. Minute dann eine Szene, die man so nicht alle Tage sieht: Alexander Resner lief allein auf das Tor zu, Torhüter Michael Wenzl eilte weit heraus und klärte per Kopf. Doch Resner reagierte blitzschnell, eroberte sich den Ball mit einer Drehung zurück und lupfte ihn eiskalt zur überraschenden 1:0-Führung über den Goalie hinweg ins Netz. Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Ein weiter Ball fand Mario Wenzl, der aus spitzem Winkel nur die Latte traf – Pech für die Heimischen. Kurz darauf sorgte ein gefährlicher Freistoß von Philipp Wenzl für Aufregung, doch der Gästetorhüter konnte den aufspringenden Ball gerade noch entschärfen. Trotz klarer Feldvorteile ging St. Margarethen mit einem Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein zähes Ringen ohne große Höhepunkte, ehe Deutschkreutz in der 63. Minute erneut eiskalt zuschlug: Nach einem raffiniert getretenen Eckball stieg István Fabiankovits am höchsten und köpfte zum 2:0 ein. Doch St. Margarethen zeigte Moral. Nur vier Minuten später brachte Dominik Adam Csomos mit einer sehenswerten Aktion sein Team wieder zurück ins Spiel und ließ die Hoffnung im Lager der Hausherren neu aufleben.
In der Schlussphase warfen die Heimischen alles nach vorn, erhöhten den Druck und suchten vehement den Ausgleich. Doch Deutschkreutz verteidigte mit Leidenschaft und großer Disziplin. Immer wieder gelang es der Elf von Trainer Michael Hartl, die Angriffe frühzeitig zu unterbinden und die Gastgeber vom eigenen Strafraum fernzuhalten. So blieb es am Ende bei einem hart erkämpften 2:1-Auswärtssieg für Deutschkreutz, der damit seine beeindruckende Serie fortsetzt, während St. Margarethen trotz engagierter Leistung erneut ohne Punkte bleibt.
„Wenn's laft, dann laft’s – so kann man unsere Serie aktuell beschreiben. Sankt Margarethen war heute die spielbestimmende Mannschaft, der große Platz war nicht unbedingt ein Vorteil für uns. Wir haben auf Umschaltmomente gewartet – und die sind gekommen. Momentan haben wir auch das Glück des Tüchtigen. Wenn wir nicht so im Flow wären, hätten wir heute wohl das eine oder andere Gegentor kassiert.“