Die Ausgangslage vor dieser Begegnung in der Burgenland-Energie-Landesliga war für den ASV Siegendorf klar: Im Kampf um wichtige Punkte durfte man sich keinen Ausrutscher erlauben. Mit Blick auf die enge Tabellensituation war der Druck entsprechend groß, denn jeder Zähler kann in dieser Phase der Meisterschaft entscheidend sein. Gleichzeitig war allen Beteiligten bewusst, dass mit der SpG Neudorf/Parndorf Juniors ein Gegner zu Gast war, der trotz seiner wechselhaften Auftritte jederzeit gefährlich werden kann. Vor allem mit seiner körperlichen Präsenz, schnellen Vorstößen und der Fähigkeit, auch aus wenigen Möglichkeiten Kapital zu schlagen, war Vorsicht geboten. Für die Gastgeber ging es daher nicht nur darum, spielerisch Akzente zu setzen, sondern vor allem auch darum, mit der nötigen Entschlossenheit aufzutreten und im richtigen Moment die Chancen zu nutzen. Mit dem 5:0-Heimsieg bestätigten die Gastgeber ihren Willen, den Abstiegskampf nicht kampflos aufzugeben.
Die Gäste präsentierten sich in der Anfangsphase als spielbestimmende Mannschaft und hatten in den ersten dreißig Minuten deutlich mehr Ballbesitz. Trotz dieser optischen Überlegenheit gelang es ihnen jedoch nicht, zwingende Torchancen herauszuspielen oder Treffer zu erzielen.
Die Hausherren hingegen agierten äußerst effizient und nutzten ihre Umschaltmöglichkeiten konsequent aus. In der 16. Minute war es Kader Bamba, der nach einem Eckball zur 1:0-Führung einköpfte. Nur acht Minuten später setzte sich Jakov Josic auf der Seite stark durch, seine Hereingabe verwertete Keigo Uchida zum 2:0.
Der Torreigen der Gastgeber setzte sich in der 29. Minute fort, als Robert Marko mit einem wuchtigen Distanzschuss unter die Querlatte zum 3:0 traf. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Shoma Shimooka sogar noch auf 4:0 und sorgte damit für eine deutliche Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel nahmen die Hausherren etwas Tempo aus dem Spiel und kontrollierten das Geschehen. In der 67. Minute setzte Robert Marko mit einem weiteren sehenswerten Treffer aus rund 25 Metern den Schlusspunkt zum 5:0. Mit seinem Doppelpack avancierte er zum Spieler des Tages.
In der Folge flachte die Partie merklich ab, nennenswerte Aktionen blieben aus. Die Hausherren brachten den klaren Vorsprung souverän über die Zeit und durften sich am Ende über einen deutlichen 5:0-Kantersieg freuen.
„In unserer Situation geht es nicht darum, schönen Fußball zu spielen – das haben wir zuletzt versucht und verloren –, sondern darum, Punkte zu holen. Unsere taktische Vorgabe war, den Gegner kommen zu lassen und dann über Umschaltspiel zu Treffern zu kommen, was uns auch gut gelungen ist. Unverständlich ist für mich, dass wir trotz 12 Punkten in der Rückrunde noch immer auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen. Wir haben noch sieben Runden zu spielen und müssen so viele Punkte wie möglich holen, um den Abstieg zu verhindern.“
„In den ersten dreißig Minuten waren wir spielbestimmend und hatten rund 70 Prozent Ballbesitz. Unser Problem war, dass wir zu keinen Abschlüssen und Toren gekommen sind. Vor dem 0:2 hat der Schiedsrichter trotz einer Verletzung einen meiner Spieler weiterspielen lassen, wodurch das Tor gefallen ist. Nach dem 0:3 war das Spiel entschieden.“