Heimstärke gegen Auswärtsstärke – treffender lässt sich das Meisterschaftsspiel der 24. Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga kaum zusammenfassen. Wenn der SV Leithaprodersdorf auf die SpG Edelserpentin trifft, prallen zwei Mannschaften aufeinander, die aktuell mit unterschiedlichen, aber gleichermaßen beeindruckenden Qualitäten überzeugen. Die Gastgeber bauen dabei primär auf ihre Stärke vor heimischem Publikum, wo sie mit kompaktem Auftreten und hoher Effizienz regelmäßig punkten konnten.
Die Elf von Trainer Santner präsentiert sich insbesondere in der Rückrunde in bestechender Form und führt verdient die Rückrundentabelle an. Mit Selbstvertrauen und klarer Zielsetzung wollte man diese Serie weiter ausbauen und auch gegen einen unangenehmen Gegner bestehen. Denn mit der SpG Edelserpentin reist ein Team an, das sich vorwiegend auswärts äußerst gefährlich zeigt und bereits mehrfach seine Qualität in fremden Stadien unter Beweis gestellt hat. Mit dem torreiche 3:3-Remis trennten sich beide Mannschaften in einem Match, welches ganz nach dem Geschmack der Zuschauer war.
Die SpG Edelserpentin erwischte einen Traumstart und sorgte bereits in der Anfangsphase für eine Überraschung. Innerhalb der ersten zwölf Minuten gingen die Gäste mit zwei Treffern in Führung. In der 10. Minute war es Michael Kirnbauer, der nach einer sehenswerten Kombination über Márk Csaba Varga und Patrik Zsolt Szabó ideal bedient wurde. Nachdem er zunächst nur das Aluminium getroffen hatte, verwertete er den Nachschuss zur 1:0-Führung.
Nur zwei Minuten später wurde Endrit Mucolli im Strafraum der Gastgeber zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Patrik Zsolt Szabó souverän zum 2:0. Die Heimelf zeigte jedoch eine starke Reaktion auf den frühen Rückstand und fand sich zunehmend besser ins Spiel. In der 28. Minute gelang Julian Mihalits mit einem sehenswerten Freistoß über die Mauer der Anschlusstreffer zum 1:2. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hausherren deutlich verbessert und kamen in der 53. Minute zum Ausgleich: Levi Markhardt setzte einen hohen Ball spektakulär per Fallrückzieher zum 2:2 in die Maschen. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur fünf Minuten später brachte Dominik Sperl seine Mannschaft nach einem sehenswerten Angriff erneut mit 3:2 in Führung.
Das Spiel blieb weiterhin offen und intensiv. In der 73. Minute war es erneut Levi Markhardt, der nach einer Flanke von Tobias Beran technisch stark annahm und zum 3:3 ins kurze Eck vollendete. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeber sogar noch die Chance auf den Sieg, doch Beran traf mit einem wuchtigen Abschluss nur das Aluminium – es blieb beim leistungsgerechten Remis.
„Für die Zuschauer war es ein echtes Spektakel mit sechs Toren. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment für die Moral machen – nach dem frühen Rückstand sind wir stark zurückgekommen. Mit etwas Glück hätten wir das Spiel sogar noch gewinnen können.“
„Der Gegner war von unserem Auftreten und der schnellen 2:0-Führung sicherlich überrascht. Beide Gegentore sind leider aus individuellen Fehlern entstanden. Insgesamt bin ich mit der Leistung und dem Auftreten meiner Mannschaft aber sehr zufrieden – wir haben unsere Auswärtsstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“