Am Sonntagnachmittag kam es in der 25. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga zum Aufeinandertreffen zwischen dem SV Eberau und dem USV Halbturn. Die Rollen vor dem Spiel schienen klar verteilt: Die Gastgeber hatten nach der Niederlage gegen Leithaprodersdorf zuletzt in Horitschon wieder in die Spur gefunden, während die Gäste mit einer frischen Auswärtspleite anreisten. In Klingenbach musste sich Halbturn knapp mit 1:2 geschlagen geben – zwei Distanztreffer entschieden die Partie aus Sicht der Gäste besonders unglücklich.
Zusätzlich wurde die Ausgangslage für die Mannschaft von Trainer Herglotz durch personelle Probleme erschwert: Gleich drei Stammspieler fielen verletzungsbedingt aus. Der SV Eberau hingegen konnte vor heimischem Publikum auf eine starke Bilanz bauen und ging entsprechend als Favorit in die Begegnung. Die Erwartungen waren hoch, wichtige Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze einzufahren.
Doch wie so oft im Fußball kam es anders: Der USV Halbturn trotzte allen Widrigkeiten, zeigte eine disziplinierte Leistung und entführte überraschend drei Punkte aus Eberau – ein wichtiger Erfolg im Saisonendspurt.
Die Hausherren erwischten einen starken Start und bestimmten die Anfangsphase klar. Bereits in den ersten zehn Minuten kamen sie zu guten Möglichkeiten: Maximilian Mayer verfehlte mit einem Schuss nur knapp die Querlatte, und auch ein Kopfball von Manuel Skerlak blieb ohne Erfolg.
Mit ihrem ersten gefährlichen Angriff gingen jedoch die Gäste in der 20. Minute in Führung: Ivan Hlushko setzte sich auf der linken Seite durch und spielte einen präzisen Stanglpass auf Fabian Ziniel, der aus fünf Metern problemlos zum 1:0 einschob. Nur drei Minuten später folgte der nächste Rückschlag für die Heimelf: Rastislav Kruzliak traf mit einem abgefälschten Schuss zum 2:0. In weiterer Folge kontrollierten die Gäste das Spielgeschehen und gingen mit dieser Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie etwas an Tempo. Ein hoher Weitschuss von Ivan Hlushko senkte sich über Torhüter Sebastian Kracher hinweg auf das obere Tornetz. In der 67. Minute hatte Hlushko erneut eine gute Gelegenheit, traf nach Vorarbeit von Ziniel jedoch nur die Stange.
Von den Hausherren kam offensiv zu wenig, um die kompakte Defensive der Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Mannschaft aus dem Nordburgenland spielte die Führung routiniert herunter.
Für einen unschönen Schlusspunkt sorgte die Nachspielzeit: Torhüter Sebastian Kracher kollidierte heftig mit einem Gegenspieler und musste mit einer Kopfverletzung vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht werden.

„Die ersten zehn Minuten waren wir klar besser und hatten gute Chancen. Dann kassieren wir innerhalb weniger Minuten zwei Gegentore – das hat uns komplett aus dem Konzept gebracht. In der zweiten Halbzeit standen wir zwar kompakter, konnten offensiv aber nichts Zwingendes mehr erzeugen. Am wichtigsten ist, dass unserem Tormann hoffentlich nichts Schlimmeres passiert ist – die Gesundheit geht vor.“
„Wir haben defensiv sehr kontrolliert gespielt und nach 23 Minuten mit 2:0 geführt – ein perfekter Start für ein Auswärtsspiel. Mit jetzt 35 Punkten auf dem Konto sollten wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.“
Die Besten: Noah Leopold und Oliver Praznovsky
Foto: Herics