Spielberichte

Horitschon zeigt Charakter und fährt wichtigen Heimsieg ein

High Noon in Horitschon: Am Spieltag der 28. Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga empfing der ASK Horitschon den SC Bad Sauerbrunn zu einem richtungsweisenden Duell. Für die Hausherren war die Ausgangslage klar: Nur ein voller Erfolg konnte die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter am Leben halten. Dementsprechend groß war der Druck auf die Mannschaft, die vor eigenem Publikum alles in die Waagschale werfen musste.

Bad Sauerbrunn hingegen reiste mit deutlich breiterer Brust an. Die Kurstädter zeigten in der Rückrunde eine klare positive Entwicklung und wollten diesen Aufwärtstrend auch in Horitschon bestätigen. Nach stabileren Leistungen in den vergangenen Wochen ging es für die Gäste darum, die Saison mit weiteren Punkten versöhnlich und möglichst erfolgreich zu Ende zu bringen. Damit waren die Rollen vor dem Anpfiff klar verteilt: Horitschon musste liefern, Bad Sauerbrunn wollte seine Formkurve verlängern. Entsprechend durfte man ein intensives, kampfbetontes und emotionales Spiel erwarten, in dem für die Heimischen jeder Zweikampf und jeder Punkt von enormer Bedeutung war. In einem spannenden Match konnten sich schlussendlich die Hausherren mit einem 2:1-Sieg durchsetzen.

 

Hausherren starteten mit vollem Elan

Der ASK Horitschon startete mit viel Schwung und großer Entschlossenheit in diese wichtige Begegnung. Von Beginn an übernahmen die Hausherren das Kommando auf dem Spielfeld und setzten die Gäste aus Bad Sauerbrunn früh unter Druck. Bereits in der 5. Minute hatte Bastian Lehner die große Möglichkeit zur Führung: Er überspielte den Torhüter der Gäste zuvor, verstolperte danach aber das Leder und setzte den Ball neben das Tor.

In der 30. Minute fiel dann ein Treffer mit Seltenheitswert. Horitschons Schlussmann Zsolt Ratkai schlug das Leder weit aus dem eigenen Strafraum nach vorn. Mit Unterstützung des Windes bekam der Ball eine ungewöhnliche Flugkurve und senkte sich direkt in den Kasten der Gäste – die kuriose 1:0-Führung für die Hausherren. Nur wenig später hatte Manuel Baumgartner das zweite Tor auf dem Fuß, sein Abschluss landete jedoch am Aluminium.

Im Anschluss kamen die Gäste aus Bad Sauerbrunn besser in die Partie und versuchten, mehr Druck aufzubauen. Die Heimischen blieben defensiv, aber aufmerksam und brachten die knappe 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Offener Schlagabtausch in der zweiten Spielhälfte

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Hausherren fanden zunächst einige echte Möglichkeiten vor, konnten diese aber nicht verwerten. Auch Bad Sauerbrunn kam nun zu hochkarätigen Chancen: Michal Kozak setzte den Ball aus rund zwei Metern über das Tor, Raphael Pohl scheiterte aus kurzer Distanz an Horitschons Schlussmann.

In der 76. Minute sorgte Manuel Baumgartner dann für den spielerischen Höhepunkt der Partie. Mit einem technischen Kabinettstückchen überlupfte er zwei Abwehrspieler der Gäste und versenkte den Ball anschließend volley zum 2:0 im Tor der Auswärtigen. Ein Treffer, der nicht nur sehenswert war, sondern den Hausherren auch Luft im Abstiegskampf verschaffte.

Doch Bad Sauerbrunn gab sich nicht geschlagen. Nur acht Minuten später gelang Raphael Pohl der Anschlusstreffer zum 1:2. In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend, doch Horitschon verteidigte den knappen Vorsprung mit viel Einsatz und brachte den wichtigen Heimsieg über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Luca Wirtitsch, Trainer ASK Horitschon:


„Den ersten Sieg können wir abhaken, jetzt fehlen nur noch zwei weitere volle Erfolge. Unsere Devise heute war: Charakter zeigen. Das haben wir gemacht. Jetzt fahren wir mit voller Energie nach Siegendorf, wo wir ums Überleben in der Liga kämpfen müssen.“

Die Besten beim ASK Horitschon:
Zsolt Ratkai und Manuel Baumgartner.

Christoph Stifter, Trainer SC Bad Sauerbrunn:


„Zu Beginn des Spieles hat man gesehen, dass es Horitschon um viel gegangen ist, und wir haben ein kurioses Tor bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen gehabt, und es ist bitter, jede Woche über dasselbe Thema zu sprechen. Das wird auch der Schwerpunkt der Vorbereitung im Sommer werden.“