Das Schlagerspiel der 29. Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga war die Begegnung zweier Tabellennachbarn aus dem oberen Drittel des Rankings, wenn der FC Deutschkreutz auf den SV Eberau traf. Beide Mannschaften spielten eine starke Rückrunde und konnten bereits vor diesem Duell auf ein erfolgreiches Frühjahr zurückblicken.
Die Hausherren aus Deutschkreutz präsentierten sich in den vergangenen Wochen deutlich stabiler als noch im Herbst und arbeiteten sich mit starken Leistungen Schritt für Schritt in der Tabelle nach vorn. Auch der SV Eberau bestätigte als Aufsteiger eindrucksvoll seine Qualität und gehörte über weite Strecken der Saison zu den positiven Erscheinungen der Liga. Somit durften sich die Zuschauer auf ein interessantes, intensives und ausgeglichenes Duell zweier formstarker Mannschaften freuen, in dem Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden konnten. Die Gäste hatten heute die besseren Karten und fertigten den FC mit einer 0:3-Niederlage ab.
Das Spiel begann mit einer einstündigen Verspätung, nachdem ein heftiger Wolkenbruch das Spielfeld unter Wasser gesetzt hatte. Nur dem großen Einsatz der Funktionäre und Anhänger war es zu verdanken, die den Platz vom Wasser befreiten, sodass Schiedsrichter Gökhan Orhan die Partie doch noch anpfeifen konnte.
Nach dem verspäteten Beginn waren zunächst die Hausherren die klar tonangebende Mannschaft. Deutschkreutz übernahm das Kommando, setzte die Gäste unter Druck und erarbeitete sich einige gute Tormöglichkeiten. Vor allem Alexander Resner und Benjamin Petö hatten aussichtsreiche Gelegenheiten, konnten diese aber nicht verwerten.
Wie so oft im Fußball sollte sich die mangelnde Chancenverwertung rächen. Während die Heimischen ihre Möglichkeiten liegen ließen, zeigte sich der SV Eberau äußerst effizient. In der 41. Minute reichte den Gästen ein gut vorgetragener Angriff, den Manolis Heindl sehenswert abschloss. Damit ging Eberau mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren hoch motiviert aus der Kabine und wollten rasch den Ausgleich erzwingen. Doch statt des 1:1 folgte der nächste Rückschlag. Nach einem Zuspiel von Stephan Josef Draxler war erneut Manolis Heindl zur Stelle und stellte in der 56. Minute auf 2:0 für die Gäste.
Deutschkreutz-Trainer Michael Hartl reagierte und brachte frische Kräfte, um der Offensive neuen Schwung zu verleihen. Die eingewechselten Spieler sorgten tatsächlich für mehr Druck nach vorn, doch der ersehnte Treffer wollte den Heimischen an diesem Tag einfach nicht gelingen. Eberau verteidigte konzentriert und blieb im Umschaltspiel gefährlich.
In der Schlussminute setzte der SV Eberau schließlich den endgültigen Schlusspunkt. Der eingewechselte Nico Urbauer bediente den mitgelaufenen Márk Meskó mit einer starken Ablage, und dieser fixierte den 3:0-Endstand. Damit nahm Eberau drei wichtige Punkte aus Deutschkreutz mit und zeigte sich vor dem Tor wesentlich effizienter als die Hausherren.
„Es war allen Helfern des Vereins zu verdanken, dass wir das Spiel überhaupt anpfeifen konnten. Wir sind eigentlich gut in die Partie gestartet. Es war wie eine Kopie der letzten Woche: Wir haben das Spiel gemacht und der Gegner hat die Tore geschossen. Nach dem 0:2 haben wir neue Spieler eingewechselt, um den Turnaround zu schaffen, aber in der Schlussminute sind wir in einen Konter gelaufen, der zur 0:3-Niederlage geführt hat.“
„Es war heute trotz der schwierigen Platzverhältnisse ein tolles Spiel in einer guten Atmosphäre, obwohl es um den dritten Tabellenplatz gegangen ist. Kompliment an den FC, dem es gelungen ist, das Spielfeld wieder für ein Meisterschaftsspiel herzurichten. Nach 30 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen und mit dem 1:0 ist meiner Mannschaft der Knopf aufgegangen. Das Spiel war für mich etwas Besonderes: Während des Matches waren wir Gegner, aber vor und nach der Partie gab es freundschaftliche Gespräche mit dem FC.“
Die Besten: Stephan Josef Draxler und Manolis Heindl