Spielberichte

Elfer vergeben: Klingenbach muss weiter um den Klassenerhalt zittern

Fixabsteiger gegen Abstiegskandidaten – so ließ sich das Duell der 29. Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga zwischen dem UFC Lumitech Jennersdorf und dem ASK Klingenbach treffend beschreiben. Während die Hausherren bereits als Absteiger feststanden, ging es für die Gäste noch um alles. Klingenbach benötigte im Kampf um den Klassenerhalt dringend einen vollen Erfolg, um die Chance auf den Ligaverbleib weiterhin am Leben zu halten.

Jennersdorf wollte sich hingegen trotz des feststehenden Abstiegs nicht kampflos verabschieden. Vor heimischem Publikum bot sich dem UFC die Gelegenheit, noch einmal ein positives Zeichen zu setzen und sich mit einem Heimsieg würdig aus der Burgenlandliga zu verabschieden. Die Ausgangslage versprach daher eine interessante Begegnung, in der Klingenbach unter enormem Druck stand, während Jennersdorf befreit aufspielen konnte. In einer spannenden Begegnung trennten sich beide Mannschaften mit einem 2:2-Remis, indem es Klingenbach verabsäumte, dem Klassenerhalt einen Schritt näherzukommen. Nun geht es am kommenden Wochenende auf eigener Anlage gegen den SK Pama.

 

Hausherren waren drückend überlegen

Gleich von Beginn an übernahmen die Hausherren das Kommando und diktierten auf heimischem Rasen das Spielgeschehen. Jennersdorf agierte zielstrebiger, präsenter in den Zweikämpfen und kam bereits in der 19. Minute zur verdienten Führung. Nach einem langen Ball kam Jure Kokol an das Leder, stoppte dieses gekonnt herunter und versenkte es sicher im Kasten der Gäste – 1:0.

Klingenbach fand in der Anfangsphase kaum in die Partie. Bei den Auswärtigen schlichen sich viele Fehlpässe ein, gefährliche Torannäherungen blieben in der ersten halben Stunde nahezu aus. Umso überraschender fiel in der 30. Minute der Ausgleich: Nach einem Abpraller reagierte Antonio Vidovic am schnellsten, nahm den Ball stark an und traf zum 1:1.

Die Freude der Gäste währte jedoch nicht lange. Nur zehn Minuten später war es erneut Jure Kokol, der seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte und mit seinem zweiten Treffer die Hausherren wieder in Front brachte. Bis zum Pausenpfiff blieb es bei der knappen, aber verdienten 2:1-Führung für Jennersdorf.

Klingenbach kam besser ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Klingenbach deutlich verbessert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Klemenschitz kam mit viel Elan aus der Kabine, agierte mutiger und erspielte sich nun mehr Spielanteile. Bereits in der 50. Minute wurde der stärkere Auftritt belohnt: Antonio Vidovic zirkelte einen Freistoß platziert über die Mauer und traf mit seinem zweiten Treffer zum 2:2-Ausgleich.

In der Folge entwickelte sich eine offene Partie, in der Klingenbach dem möglichen Siegtreffer näher war. Die Gäste kamen zu mehreren vielversprechenden Möglichkeiten und hätten in der 60. Minute endgültig die Wende schaffen können. Nach einem Foul im Strafraum trat Doppeltorschütze Antonio Vidovic zum Elfmeter an, konnte diese große Chance aber nicht verwerten.

Es wäre wohl jener Treffer gewesen, der Klingenbach dem Klassenerhalt ein großes Stück nähergebracht hätte. So blieb es beim 2:2-Remis, wodurch die Gäste weiter zittern müssen. Am kommenden Wochenende wartet jetzt das Heimspiel gegen Pama – dort soll mit einem Sieg der Verbleib in der Liga fixiert werden.

Stimme zum Spiel

Thomas Klemenschitz, Trainer ASK Klingenbach:

„In der ersten Halbzeit ist meine Mannschaft aufgetreten, als hätte sie die Hosen voll. Einige Spieler hatten offenbar noch nie mit Abstiegskampf zu tun. Bei den Gegentoren haben wir uns miserabel angestellt. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen und konnten die Partie offen gestalten. Leider haben wir einen Elfmeter vergeben, aber Antonio Vidovic kann nicht alles machen. Es müssen auch andere Spieler in den Vordergrund treten und dürfen sich nicht verstecken.“

Der beste Spieler für Klingenbach: Antonio Vidovic

Der beste Spieler für Jennersdorf: Jure Kokol