Am Freitagabend empfing der ASKÖ Klingenbach den SK Pama zum Duell der vierten Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga. Die Hausherren gingen nach zwei Siegen und einem Remis ungeschlagen in die Partie. Pama reiste nach zuletzt zwei Siegen ebenfalls selbstbewusst an und wollte seine gute Form auswärts erneut bestätigen und weiter punkten. In einem dramatischen Fight mit vielen Treffern hatten die Hausherren mit dem 4:3 Sieg schlussendlich das bessere Ende für sich.

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Der SK Pama startete mit viel Elan in die Begegnung und übernahm vom Anpfiff weg das Kommando. Die Gäste attackierten Klingenbach früh, gewannen zahlreiche Bälle bereits in der gegnerischen Hälfte und erspielten sich eine klare Feldüberlegenheit.
In der 8. Minute wurde das hohe Pressing erstmals belohnt. Pama setzte die Hintermannschaft der Hausherren unter Druck, eroberte den Ball und Robert Rak vollendete den Angriff zur verdienten 1:0-Führung. Auch danach blieben die Gäste spielbestimmend und ließen Klingenbach kaum zur Entfaltung kommen.
Pama drängte auf den zweiten Treffer, konnte seine Überlegenheit vor der Pause aber nicht mehr in Zählbares ummünzen. Die Hausherren fanden offensiv praktisch nicht statt und kamen im ersten Durchgang zu keiner nennenswerten Torchance. Somit ging es mit einer knappen, aber hochverdienten 1:0-Führung des SK Pama in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Pama zunächst nahtlos an die starke Leistung der ersten Halbzeit an. Jonas Lorenschitz ließ wenige Minuten nach Wiederbeginn noch eine hochkarätige Möglichkeit ungenutzt, machte es in der 52. Minute aber besser. Nach einer präzisen Flanke von Tomáš Kürti war Lorenschitz zur Stelle und erhöhte auf 2:0.
Auch in der Folge hatten die Gäste die Partie weitgehend unter Kontrolle und besaßen weitere Möglichkeiten, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Ab der 70. Minute änderte sich das Geschehen jedoch völlig. Während Pama plötzlich den Zugriff verlor, spielte Klingenbach nach einer taktischen Umstellung, wie verwandelt.
Den Auftakt zur spektakulären Aufholjagd machte Mario Hartmann, der sich nach einem Gestocher im Strafraum durchsetzte und auf 1:2 verkürzte. Nur wenig später verwertete Kozak einen scharfen Stanglpass zum 2:2-Ausgleich. Spätestens jetzt war die Partie endgültig gekippt.
Klingenbach setzte nach und drehte die Begegnung vollständig. Nach einem sehenswerten Doppelpass zwischen Antonio Vidovic und Raphael Federer schloss Letztgenannter den Angriff zur 3:2-Führung ab. Doch damit war der Torreigen der Hausherren noch nicht beendet: Antonio Vidovic trat zu einem Freistoß aus rund 18 Metern an und versenkte den Ball zum 4:2 im Tor.
Innerhalb von nur wenigen Minuten hatte Klingenbach aus einem 0:2-Rückstand eine Zwei-Tore-Führung gemacht. Pama versuchte in der Schlussphase nochmals zurückzukommen. Robert Rak erzielte in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer zwar noch das 3:4, für einen Punktgewinn kam der Anschlusstreffer jedoch zu spät. So feierte Klingenbach nach einer unglaublichen Wende einen glücklichen Heimsieg, während Pama nach rund 70 starken Minuten mit leeren Händen dastand.
„Ab der 70. Minute ging es mir wesentlich besser, denn davor hatte ich das Gefühl, das meine Mannschaft gar nicht auf dem Spielfeld war. Uns fehlten die nötige Power und Durchschlagskraft, zudem hatten wir keine Torchancen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit besaß der Gegner mehrere Großchancen. Zum Glück haben wir in dieser Phase nur einen weiteren Treffer kassiert. Danach stellten wir auf eine Dreierkette um und plötzlich lief die Partie vollkommen anders. Schlussendlich war es ein glücklicher Sieg für meine Mannschaft.“
„Wir sind hervorragend in die Partie gekommen und waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Auch nach der Pause waren wir zunächst tonangebend, bis wir plötzlich aufgehört haben, Fußball zu spielen. Innerhalb von neun Minuten haben wir vier Gegentreffer kassiert. Das ist eigentlich absurd, denn wir haben das Spiel 70 Minuten lang diktiert und dann in kürzester Zeit alles aus der Hand gegeben. Aber so ist der Fußball. Der Anschlusstreffer zum 3:4 kam leider zu spät. Wir werden die guten 70 Minuten in Erinnerung behalten und mit diesem positiven Gefühl in das nächste Spiel gegen Edelserpentin gehen.“