Eberau steckt nach drei Niederlagen in Folge in einer schwierigen Phase und benötigte dringend ein Erfolgserlebnis in der Burgenland-Energie-Landesliga. Rust überraschte zunächst mit dem Auswärtssieg in Bad Sauerbrunn, musste sich danach jedoch Leithaprodersdorf mit 1:3 geschlagen geben. In diesem Kellerduell durften sich beide Mannschaften keinen weiteren Rückschlag erlauben. Nach einem kampfbetonten und spannenden Spiel trennten sich die beiden Kontrahenten mit einem 2:2-Remis.

Die Gäste waren in den ersten 20 Minuten leicht überlegen und kamen mehrmals gefährlich vor das Tor der Heimischen. In der 22. Minute erzielte Adam Hamdaoui nach einer schönen Aktion die 1:0-Führung für Rust. Weitere zwingende Torchancen blieben jedoch Mangelware. Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Gäste noch die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch Hamdaoui konnte diese Chance nicht verwerten. Somit wurden mit der knappen Führung der Ruster die Seiten gewechselt.
Kaum hatte Schiedsrichter Arif Erdem die Partie wieder angepfiffen, klingelte es im Kasten der Gäste. Alexander Resner sprintete in einen misslungenen Rückpass und schob zum 1:1-Ausgleich ein. Nun waren die Hausherren am Drücker und erspielten sich einige gute Tormöglichkeiten.
In der 68. Minute gelang Eberau ein schöner Angriff über Resner, der Bence Bendegüz Pataki auf dem rechten Flügel in Szene setzte. Dessen präzise Hereingabe drückte Niko Urbauer zur 2:1-Führung über die Torlinie. Nach diesem Treffer reagierte Rust mit zwei Einwechslungen. Einer der neuen Spieler war David Kondrlik, der sich in der 82. Minute mit dem Treffer zum 2:2-Ausgleich für seine Einwechslung bedankte.
In der Schlussphase gab es noch einige Halbchancen auf beiden Seiten. In der Nachspielzeit bewahrte der Ruster Torhüter Roman Scheit seine Mannschaft vor einer Niederlage, als er einen Freistoß von Mark Jagodics sensationell parierte.
„In der ersten Halbzeit gab es kaum Torraumszenen, viele Zweikämpfe wurden im Mittelfeld geführt. Für mich war es ein typisches 0:0-Spiel. In der Halbzeitpause haben wir etwas umgestellt, konnten danach mehr Druck erzeugen und sind mit 2:1 in Führung gegangen. Den Ausgleichstreffer haben wir ihnen zu leicht gemacht, den hätten wir verhindern können. Schlussendlich war es ein gerechtes Remis, mit dem beide Mannschaften leben können.“
Der Beste: Dominik Kracher
„Zu Beginn sah das Match perfekt für uns aus. Wir sind erstmals in dieser Ligasaison in Führung gegangen und hatten das Spiel im Griff. In der zweiten Halbzeit sind wir wieder einem Rückstand hinterhergelaufen. Wir haben auf eine Dreierkette umgestellt und noch den verdienten Ausgleich erzielt. Es war ein gewonnener Punkt, insgesamt wäre für uns aber mehr möglich gewesen.“
Der Beste: Oliver Fandel