Der SC HERZ Pinkafeld meldete sich am Samstagnachmittag in der Burgenland-Energie-Landesliga eindrucksvoll zurück. Nach der knappen 2:3-Niederlage in Leithaprodersdorf feierten die Hausherren gegen den SV Eberau einen deutlichen 5:1-Erfolg. Die Gäste hatten zuletzt mit einem 6:0 gegen Pama ihre Durststrecke beendet, konnten diesen Schwung aber nicht nach Pinkafeld mitnehmen. Lukas Zapfel und Gabriel Matteo Kappel waren mit jeweils zwei Treffern die prägenden Akteure der Begegnung

Beide Mannschaften starteten schwungvoll und suchten von Beginn an den Weg nach vorn. In den ersten 20 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der Eberau vorwiegend durch Standardsituationen gefährlich wurde. Zudem hatten die Gäste bei einem Aluminiumtreffer von Nico Urbauer Pech – die Führung lag durchaus im Bereich des Möglichen.
Stattdessen jubelte Pinkafeld in der 23. Minute: Lukas Zapfel fasste sich aus rund 30 Metern ein Herz und brachte die Hausherren mit einem sehenswerten Weitschuss mit 1:0 in Führung. Dieser Treffer gab der Mannschaft von Benjamin Posch sichtlich Auftrieb, die danach besser ins Spiel fand.
Kurz vor dem Seitenwechsel sorgte ein Doppelschlag für klare Verhältnisse. Nach einem Foul an Zapfel im Strafraum entschied Schiedsrichter Faruk Sevik auf Elfmeter. Dario Tadic übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zum 2:0. Nur eine Minute später schlug Zapfel erneut zu: Nach einer hervorragenden Vorarbeit von Gabriel Matteo Kappel erhöhte er mit seinem zweiten Treffer auf 3:0. Mit diesem deutlichen Vorsprung ging Pinkafeld in die Pause.
Auch nach dem Wiederbeginn blieben die Hausherren am Drücker. In der 55. Minute belohnte sich Kappel für seine starke Vorstellung und erhöhte auf 4:0. Damit war die Begegnung praktisch entschieden.
Benjamin Posch brachte anschließend vier frische Spieler, wodurch der Spielfluss der Gastgeber etwas nachließ. Eberau gelang in der 69. Minute durch Nico Urbauer der Treffer zum 1:4, eine Wende konnten die Gäste jedoch nicht mehr einleiten.
Den Schlusspunkt setzte erneut Kappel. Nach einem Zuspiel von Milan Martinov traf er zum 5:1-Endstand und machte damit ebenfalls seinen Doppelpack perfekt. Pinkafeld durfte sich nach zwei Niederlagen wieder über einen vollen Erfolg freuen, während Eberau nach dem Kantersieg gegen Pama dieses Mal selbst eine deutliche Niederlage hinnehmen musste.
„In den ersten 20 Minuten war das Spiel ziemlich ausgeglichen. Eberau ist durch Standardsituationen gefährlich geworden. Lukas Zapfel hat uns mit einem herrlichen Weitschuss in Führung gebracht. Die beiden Tore kurz vor dem Seitenwechsel haben uns natürlich in die Karten gespielt, nach dem 4:0 war die Partie entschieden. Nach den zwei Niederlagen war es für uns heute wichtig, wieder einen Sieg zu erringen.“
Die Besten bei Pinkafeld: Lukas Zapfel und Gabriel Matteo Kappel.
„Heute war alles konträr zum Sieg gegen Pama: zuerst himmelhochjauchzend und heute zu Tode betrübt. Wir haben gut ins Spiel gefunden und bei einem Aluminiumtreffer von Nico Urbauer Pech gehabt, das uns die Führung nicht gelungen ist. Nach dem 0:3 kurz vor dem Pausenpfiff geht man natürlich schwerer in die zweite Halbzeit. Danach sind wir nicht mehr richtig ins Spiel gekommen. Wir haben es Pinkafeld zu leicht gemacht, die Tore zu erzielen, und sind enttäuscht. Dennoch war heute nicht alles so schlecht, wie es das Ergebnis ausdrückt. Für mich ist es besser, einmal mit 1:5 zu verlieren als fünfmal mit 0:1.“