Am Freitagabend empfing der FC Deutschkreutz den SC Rust in der Burgenland-Energie-Landesliga. Nach dem 3:2-Auswärtssieg in Eberau wollten die Hausherren auch vor eigenem Publikum nachlegen. Rust hatte sich zuletzt Pinkafeld mit 1:3 geschlagen geben müssen und hoffte nach zwei Niederlagen auf eine Reaktion. Diese gelang dem Aufsteiger: Dank einer Leistungssteigerung nach der Pause entführten die Gäste einen Punkt aus dem Blaufränkisch-Stadion.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Hausherren übernahmen von Beginn an das Kommando und durften bereits in der zehnten Minute jubeln. Nach einem Eckball stieg Luca Noel Treiber am höchsten und köpfte zur 1:0-Führung ein. Auch danach boten sich Deutschkreutz gute Möglichkeiten, vorwiegend im Umschaltspiel. Mehrmals fanden die Gastgeber Überzahlsituationen vor, spielten ihre Angriffe aber nicht konsequent zu Ende.
Rust konnte offensiv zunächst nur wenige Akzente setzen. Die Gäste kamen zwar zu einigen Torannäherungen, stellten die Defensive der Hausherren jedoch vor keine größeren Probleme. So ging es mit einer knappen, aber verdienten 1:0-Führung für Deutschkreutz in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste deutlich stärker. Rust fand besser in die Begegnung, die sich nun zunehmend offen gestaltete. In der 70. Minute verloren die Hausherren im Mittelfeld den Ball. Aus dem folgenden Angriff resultierte ein Eckball, nach dem Kevin Salmer zum 1:1-Ausgleich traf.
Zehn Minuten später musste Deutschkreutz einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Istvan Fabiankovits sah wegen einer Tätlichkeit die glatt Rote Karte. Rust hätte die numerische Überlegenheit beinahe zum Siegtreffer genutzt, doch Andres Manya ließ eine hochkarätige Torchance ungenutzt. Damit blieb es beim 1:1.
„Wir mussten kurz vor Spielbeginn die Mannschaft umstellen, weil sich Fabian Tröscher beim Aufwärmen verletzt hatte. Wir sind bereits in der zehnten Minute in Führung gegangen und haben das Spiel beherrscht. Uns war bewusst, dass wir auch in der zweiten Halbzeit fokussiert bleiben müssen. Wir haben es aber verabsäumt, das 2:0 zu machen. Dann wäre die Geschichte für uns gegessen gewesen.“
Der Beste: Christian Stutzenstein
„Wir hatten viel Ballbesitz, allerdings spielte sich das Geschehen zunächst hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab. Nach dem Seitenwechsel haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und uns einige gute Torchancen erarbeitet. Vor dem Match hätte ich den Punkt gerne genommen, nach dem Spielverlauf hätten wir uns einen Sieg verdient. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Besonders freut mich auch, dass so viele unserer Fans mitgereist sind.“
Der Beste: Kevin Salmer